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Sammelsurium der Pädiatrie

Letzte Aktualisierung: 7.11.2019

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In diesem Kapitel sind einige pädiatrische Erkrankungen zusammengefasst: Bei frühkindlicher Schädigung des unreifen Hirns kann es beispielsweise im Rahmen der infantilen Zerebralparese zu verschiedenen motorischen Störungen kommen. Die Bruton-Agammaglobulinämie hingegen ist durch eine Immuninsuffizienz aufgrund des vollständigen Fehlens von B-Lymphozyten gekennzeichnet.

  • Definition: Strangulationen von Extremitäten durch Fremdmaterial mit daraus resultierender schmerzhafter Ödembildung und langfristig Nekrosen
  • Ätiologie
  • Klinik: Schmerzhafte Schwellung und Rötung distaler Extremitätenanteile mit deutlicher Einschnürung proximal
  • Therapie: Notfallmäßige chirurgische Behandlung, bei leichter Ausprägung ggf. nur Entfernen des einschnürenden Materials

  • Definition: X-chromosomal vererbte Erkrankung, die nur bei männlichen Kindern auftritt und zu einem vollständigen Mangel an B-Lymphozyten führt
  • Klinik: Rezidivierende, eitrige Infekte vor allem im HNO-Bereich
  • Therapie: Gabe von Gammaglobulinen
  • Definition: Serum-IgA-Spiegel <5mg/dl
  • Epidemiologie: ca. 1:400 bis 1:1000
  • Ätiologie: Ungeklärt
  • Klinik: Betroffene sind meist gesund, zeigen aber ein häufigeres Auftreten von:
  • Therapie: Symptomatisch
  • Prognose: Günstig

  • Definition: Seltenes sporadisch auftretendes Syndrom des intrauterinen Kleinwuchses
  • Klinik
    • Körperlänge reduziert
    • Relative Makrozephalie
    • Charakteristische Gesichtsform: Unproportioniert dreieckig wirkendes Gesicht mit hoher Stirn, herabhängenden Mundwinkeln und spitzem Kinn
    • Klinodaktylie (Schiefstellung der Finger)
    • Normale bis leicht verminderte geistige Leistungsfähigkeit

Erythema toxicum neonatorum (Neugeborenenexanthem)

  • Definition: Harmloses, innerhalb der ersten Wochen postnatal auftretendes Exanthem
  • Pathogenese: Durch physiologischen Flüssigkeits- und Gewichtsverlust innerhalb der ersten Lebenswoche (meist in den ersten zwei Lebenstagen) trocknet die oberflächlich gelegene Hautschicht ein, wodurch ein Exanthem entstehen kann.
  • Klinik: Urtikarielles Exanthem, aber auch Hautschuppung, fleckige Rötung, kleine gelbe Papel/Pusteln
  • Prognose: Selbstlimitierend (dauert etwa 1 Woche an)

Milia neonatorum

  • Definition: Talgretentionszysten, die bei Neugeborenen im Gesicht oder auf der Schleimhaut auftreten und reversibel sind. Sie sind als stecknadelkopfgroße Bläschen zu erkennen. Da sie spontan reversibel sind, ist eine Therapie nicht notwendig.

  • Definition: Angeborene Erweichung des Kehlkopfskeletts
  • Epidemiologie: Häufigste, angeborene Larynxfehlbildung, Geschlecht: > (2:1) [1]
  • Pathophysiologie: Verringerter Calcium-Einbau in das Larynxskelett → Abnorm weiche Knochenstruktur → Ansaugen von Kehlkopfstrukturen in InspirationEinengen der Atemwege
  • Klinik
  • Diagnostik: Laryngoskopie
  • Therapie
    • Normalerweise keine Therapie notwendig
    • Minimal-invasive OP bei Komplikationen erwägen

  1. Strutz et al.: Praxis der HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie. 2. Auflage Thieme 2009, ISBN: 978-3-131-16972-3 .
  2. Wirth, Zichner: Orthopädie und orthopädische Chirurgie. Thieme 2003, ISBN: 978-3-131-26171-7 .