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Anti-Schilddrüsen-Antikörper

Letzte Aktualisierung: 24.2.2026

Zusammenfassungtoggle arrow icon

In der Differenzialdiagnostik von Erkrankungen der Schilddrüse spielen verschiedene Antikörper eine wichtige Rolle. Je nach Krankheitsbild sind entweder der Anti-TSH-Rezeptor-Antikörper, der Anti-Thyreoperoxidase-Antikörper oder der Anti-Thyreoglobulin-Antikörper erhöht. Nicht jede Veränderung der für die Schilddrüse relevanten Antikörper ist mit einer Pathologie verbunden; Erhöhungen können in bestimmtem Ausmaß auch bei Gesunden vorliegen.

Definitiontoggle arrow icon

Übersichttoggle arrow icon

Prozentuale Angaben zur Häufigkeit einer Erhöhung der Antikörper bei Patienten mit der jeweiligen Schilddrüsenerkrankung:

Anti-TSH-Rezeptor-Antikörper (Anti-TRAK) Anti-Thyreoperoxidase-Antikörper (Anti-TPO-AK)* Anti-Thyreoglobulin-Antikörper (Anti-Tg-AK)
Morbus Basedow >90% ca. 70% ca. 10–20%
Hashimoto-Thyreoiditis ca. 10% ca. 90% bis zu 50%
Schilddrüsenautonomie ca. 5% ca. 5% ca. 5%
Differenziertes Schilddrüsenkarzinom bis zu 20%
Andere (beispielhaft) selten bei postpartaler Thyreoiditis >50% bei postpartaler Thyreoiditis bis 20% Thyreoiditis de Quervain ca. 30% bei postpartaler Thyreoiditis
Normalbevölkerung negativ ca. 5% ca. 5%

*Früher wurden mikrosomale Antikörper (Anti-MAK) bestimmt. Da die Thyreoperoxidase mittlerweile als das hauptsächliche mikrosomale Antigen entdeckt wurde, erfolgt heute nur noch die spezifischere Bestimmung der Anti-TPO-AKs.

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