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Thyreoiditis de Quervain

Letzte Aktualisierung: 8.9.2021

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Bei der Thyreoiditis de Quervain handelt es sich um eine typischerweise subakut verlaufende, granulomatöse Entzündung der Schilddrüse unklarer Ätiologie, die gehäuft nach viralen Atemwegsinfektionen auftritt. Die Betroffenen (meist Frauen) klagen über Abgeschlagenheit und Fieber, häufig in Kombination mit Druckschmerzhaftigkeit der Schilddrüse. In der Anfangsphase können aus dem zerstörten Schilddrüsengewebe vermehrt Schilddrüsenhormone freigesetzt werden, im Verlauf kommt es dann aber zur Hypo- oder Euthyreose. Die Verdachtsdiagnose wird durch die Kombination aus charakteristischer Symptomatik, Laborchemie und Sonografie gestellt. Eine symptomatische Therapie mit NSAR ist bei einer Spontanheilungsrate von ca. 80% i.d.R. ausreichend. Bei Persistenz der Symptome kann eine Glucocorticoid-Therapie eingeleitet werden.

  • Geschlecht: > (5:1), Häufigkeitsgipfel in der 3.–5. Lebensdekade
  • Inzidenz 4,9/100.000 Personen/Jahr [1]

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.

  • Genaue Ätiologie unklar
  • Genetische Disposition (Großteil der Betroffenen HLA-B-35-positiv)
  • Gehäuftes Auftreten nach Virusinfektionen der Luftwege
  • Sicherung der Diagnose
    • Typische klinische Symptomatik
    • Schilddrüsen-Sonografie
      • Echoarm mit teils landkartenähnlich konfluierenden Arealen, keine vermehrte Durchblutung
    • Klinische Chemie
      • BSG massiv erhöht, CRP↑ bei normaler Leukozytenzahl
      • Schilddrüsenstoffwechsel
        • Zu Beginn häufig passagere Hyperthyreose
        • Im Anschluss Hypothyreose möglich
        • Nach 6–12 Monaten wird in den meisten Fällen wieder eine Euthyreose erreicht
        • Erhöhung der TPO- und Tg-Antikörper möglich
  • Optionale Zusatzdiagnostik
    • Szintigramm: Stark verminderte Radionuklidaufnahme
    • Histologie: Granulomatöse Thyreoiditis im Feinnadelpunktat

AMBOSS erhebt für die hier aufgeführten Differentialdiagnosen keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

In 80% der Fälle kommt es zur Spontanheilung!

Medikamentös [1]

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Thyreoiditis de Quervain

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  • E06.-: Thyreoiditis

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2021, DIMDI.

  1. Zettinig et al.: Subakute Thyreoiditis de Quervain In: Journal für Klinische Endokrinologie und Stoffwechsel - Austrian Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism. 2016, .
  2. Herold et al.: Innere Medizin. Eigenverlag 2012, ISBN: 978-3-981-46602-7 .
  3. Dietel et al.: Harrisons Innere Medizin (2 Bände). 16. Auflage ABW Wissenschaftsverlagsgesellschaft 2005, ISBN: 978-3-936-07229-7 .
  4. Flasnoecker (Hrsg.): TIM, Thieme's Innere Medizin. 1. Auflage Thieme 1999, ISBN: 978-3-131-12361-9 .
  5. Gärtner: Entzündliche Schilddrüsenerkrankungen Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie In: Der Internist. Band: 43, Nummer: 5, 2002, doi: 10.1007/s00108-002-0550-8 . | Open in Read by QxMD p. 635-653.