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Arteria-mesenterica-superior-Syndrom

Letzte Aktualisierung: 21.10.2025

Zusammenfassungtoggle arrow icon

Das Arteria-mesenterica-superior-Syndrom ist eine seltene Erkrankung, die durch die Kompression der Pars horizontalis des Duodenums zwischen der Aorta und der A. mesenterica superior verursacht wird. Dies geschieht typischerweise durch einen Abbau des mesenterialen Fettgewebes infolge einer starken Gewichtsabnahme, bspw. bei Essstörungen. Die Symptome sind unspezifisch und umfassen postprandiale Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen sowie ungewollten Gewichtsverlust. Die Diagnose wird i.d.R. mittels CT gestellt. Behandelt wird zunächst konservativ: Durch eine Ernährungstherapie soll Gewicht zugenommen werden, damit sich das mesenteriale Fettgewebe regenerieren kann und das Duodenum nicht mehr komprimiert wird. Zudem ist insb. bei Essstörungen eine psychiatrische Mitbehandlung wichtig. Wenn die konservative Behandlung nicht erfolgreich ist, können chirurgische Verfahren wie eine Duodenojejunostomie erwogen werden. Üblicherweise sind die Ansprechraten auf konservative und chirurgische Therapieoptionen gut, in einem kleinen Teil der Fälle sind die Behandlungsergebnisse jedoch auch langfristig nicht zufriedenstellend. [1][2]

Epidemiologietoggle arrow icon

  • Prävalenz: 0,1–0,3% [2]
  • Erkrankungsalter: Häufung zwischen 10 und 40 Jahren (aber in jedem Lebensalter möglich) [2]
  • Geschlechterverteilung: > [1]

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.

Ätiologietoggle arrow icon

Symptomatiktoggle arrow icon

Diagnostiktoggle arrow icon

  • Methode der Wahl: CT [1][2]
    • Typische Befunde
      • Aortomesenterialer Winkel ≤25°
      • Aortomesenterialer Abstand ≤8 mm
      • Dilatation des proximalen Duodenums
      • Kompression des distalen Duodenums (Pars horizontalis)
  • Ggf. zusätzlich: Sonografie, Magen-Darm-Passage (MDP) [2]

Differenzialdiagnosentoggle arrow icon

AMBOSS erhebt für die hier aufgeführten Differenzialdiagnosen keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Therapietoggle arrow icon

  • Konservative Maßnahmen: Therapie der 1. Wahl [1][2]
    • Ernährungstherapie: Ausreichende Kalorienzufuhr
      • Ziel: Gewichtszunahme zur Regeneration des mesenterialen Fettpolsters
      • Durchführung: Orale Ernährung
      • Erfolgsrate: 60–70%
    • Psychiatrische Behandlung: Insb. bei Essstörungen oder anderen psychiatrischen Komorbiditäten
  • Chirurgische Therapie: Bei Versagen der konservativen Therapie [2]

Prognosetoggle arrow icon

  • Rezidivrate nach konservativem Therapieerfolg: Ca. 16% der Fälle [2]
  • Schlechte Langzeitergebnisse: 8,5% der Fälle [1]

Kodierung nach ICD-10-GM Version 2026toggle arrow icon

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2026, BfArM.

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