Abstract
Die Endarteriektomie ist ein gefäßchirurgischer Eingriff mit dem Ziel der Rekanalisierung von arteriosklerotisch veränderten Arterien. Werden bei dem Eingriff auch intraluminale Thromben oder Embolien behoben, wird dies als Thrombendarteriektomie (TEA) bezeichnet. Das Grundprinzip ist, das Innere der Arterie (Thromben, arteriosklerotische Plaques, Endothel, evtl. Media) „auszuschälen“, um das Lumen zu vergrößern und den Blutfluss zu erhöhen.
Für ausführliche Informationen siehe auch: Stenosen der hirnversorgenden Gefäße.
Definition
Operative Rekanalisierung von thrombotisch, embolisch oder arteriosklerotisch verengten/verschlossenen Arterien
Indikation
- Gefäßstenosen, wie z.B.
- Hochgradige Karotisstenose
- pAVK
- Akuter Gefäßverschluss
Ablauf/Durchführung
Freilegung der Arterie → Eröffnung der Arterie → Entfernung von intraluminalen Thromben/arteriosklerotischen Plaques zusammen mit dem Endothel (evtl. mit Media) → Rekonstruktion durch direkte Naht oder Erweiterungsplastik (Einnähen von Venen- oder Kunststoffpatches)
- Siehe auch: Thrombendarteriektomie bei pAVK
Komplikationen
Allgemein
- Gefäßläsionen
- Gefäßverschluss/Rethrombosierung
- Verletzung umliegender Strukturen (Nerven, Gefäße, Organe)
- Blutungen
Spezielle Komplikationen bei (Thromb‑)Endarteriektomie (TEA) der A. carotis
- Ischämischer Schlaganfall durch Verschleppung von Mikrothromben (bei Verschluss der A. cerebri media → kontralaterale Paresen)
- Intraoperative Hirnnervenläsionen
- Ipsilateraler N. facialis (periphere Fazialisparese): Lähmung der ipsilateralen mimischen Muskulatur, z.B. hängender ipsilateraler Mundwinkel
- Ipsilateraler N. laryngeus recurrens: Heiserkeit
- Ipsilateraler N. hypoglossus: Abweichung der Zunge zur betroffenen Seite
Es werden die wichtigsten Komplikationen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.