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Bilaterale Vestibulopathie

Letzte Aktualisierung: 23.10.2025

Zusammenfassungtoggle arrow icon

Die bilaterale Vestibulopathie ist eine chronische Erkrankung beider Gleichgewichtsorgane und/oder -nerven. Sie zeichnet sich beim Gehen durch Schwankschwindel mit Oszillopsien, einer Zunahme im Dunkeln sowie auf unebenem Untergrund und einer Beschwerdefreiheit in Ruhe aus. Die Diagnose erfolgt weitgehend klinisch. Therapeutische Grundlage ist die Physiotherapie, die je nach Ätiologie ggf. noch um einen anderen Ansatz ergänzt wird.

Ätiologietoggle arrow icon

Der bilateralen Vestibulopathie liegt eine beidseitige reduzierte oder fehlende Funktion der Gleichgewichtsorgane und/oder -nerven unterschiedlicher Ätiologie zugrunde. [1]

Symptomatiktoggle arrow icon

  • Schwankschwindel und Oszillopsien beim Gehen
  • Zunahme im Dunkeln und auf unebenem Untergrund
  • Beschwerdefreiheit in Ruhe
  • Bei längerer Erkrankung: Störung des räumlichen Gedächtnisses

Diagnostiktoggle arrow icon

Klinische Diagnosekriterien nach Bárány Society [2][3]

Die Diagnose erfolgt i.d.R. klinisch, alle der folgenden Kriterien A–D müssen erfüllt sein:

Bildgebung

Therapietoggle arrow icon

  • Optimale Behandlung der Grunderkrankung, sofern bekannt
    • Bei V.a. autoimmune Genese: Ggf. Therapieversuch mit Steroiden
  • Aufklärung über das Krankheitsbild
  • Tägliche physiotherapeutische Gleichgewichtsübungen
    • Aktive Kopfbewegungen in allen drei Ebenen
    • Kontrollierte Augenbewegungen
    • Geh- und Balanceübungen
    • Sturzprophylaxe bei Älteren

Kodierung nach ICD-10-GM Version 2026toggle arrow icon

  • H81.-: Störungen der Vestibularfunktion
    • H81.8: Sonstige Störungen der Vestibularfunktion
    • H81.9: Störung der Vestibularfunktion, nicht näher bezeichnet

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2026, BfArM.

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