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Allergische Rhinitis

Letzte Aktualisierung: 24.7.2025

Zusammenfassungtoggle arrow icon

Die allergische Rhinitis ist ein häufiges Krankheitsbild aus der Gruppe der atopischen Erkrankungen, das durch Kontakt der Nasenschleimhaut mit einem Inhalationsallergen (bspw. Pollen, Hausstaubmilben) hervorgerufen wird. Typische Symptome sind vermehrtes Niesen, Naselaufen und nasale Obstruktion. Häufig tritt begleitend eine allergische Konjunktivitis auf, zudem besteht eine hohe Komorbidität mit allergischem Asthma bronchiale. Die Diagnose kann i.d.R. klinisch gestellt werden, ggf. ist eine Allergiediagnostik sinnvoll. Therapeutisch kommen in erster Linie Antihistaminika und intranasale Glucocorticoide zum Einsatz. Langfristig steht die Allergen-Immuntherapie (AIT) als kausaler Therapieansatz zur Verfügung.

Definitiontoggle arrow icon

  • Rhinitis durch Kontakt der Schleimhaut mit einem Inhalationsallergen
  • Einteilung nach zeitlichem Auftreten von Symptomen
    • Saisonale Rhinitis: Jahreszeitenabhängig, i.d.R. durch Pollen verursacht („Heuschnupfen“)
    • Perenniale Rhinitis: Jahreszeitenunabhängig, i.d.R. durch andere Allergene verursacht

Epidemiologietoggle arrow icon

  • Prävalenz allergischer Erkrankungen : Ca. 30%
  • Prävalenz der allergischen Rhinitis: Ca. 16%, Tendenz steigend

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.

Pathophysiologietoggle arrow icon

  • Typ-I-Allergie (siehe: Pathophysiologie der Typ-I-Allergie)
  • Typische Allergene [2]
    • Saisonale Allergene: Pollen
      • Baumpollen (ca. Januar–März): Insb. Birke, Hasel, Erle, Esche
      • Gräser- und Getreidepollen (ca. Mai/Juni)
      • Kräuterpollen (ca. Juli–September): Beifuß, Ambrosia
    • Ganzjährige Allergene
      • Tierepithelien: U.a. Katze, Hund, Meerschweinchen
      • Milben: Insb. Hausstaubmilben
      • Schimmelpilzsporen
      • Weitere: U.a. Latex, Mehlstaub/-zusatzstoffe
  • Atopische Erkrankung: Genetische Prädisposition, hohe Komorbidität mit Asthma bronchiale

Symptomatiktoggle arrow icon

  • Begleitsymptome: Häufig begleitend allergische Konjunktivitis
  • Schweregrad
    • Mild: Keine Beeinträchtigung von Alltagsaktivitäten und/oder Schlaf
    • Mäßig/schwer: Deutliche Beeinträchtigung von Alltagsaktivitäten und/oder Schlaf

Diagnostiktoggle arrow icon

Therapietoggle arrow icon

Wenn möglich sollte eine Allergenkarenz/-reduktion angestrebt werden!

Akute, symptomatische Therapie [5]

Langfristige, kausale Therapie: Allergen-Immuntherapie (AIT)

  • Voraussetzung: Nachgewiesene Sensibilisierung auf Aeroallergene
  • Indikationen: U.a.
    • Unzureichende Beschwerdebesserung unter symptomatischer Therapie
    • Befürchteter „Etagenwechsel“ (Entwicklung asthmatischer Beschwerden)
  • Hinweise und Durchführung: Siehe Allergen-Immuntherapie
  • Effekt: Ggf. Linderung sämtlicher Reaktionen auf das jeweilige Allergen (inkl. asthmatische Symptome)

Kodierung nach ICD-10-GM Version 2026toggle arrow icon

  • J30.-: Vasomotorische und allergische Rhinopathie
    • Inklusive: Reflektorischer Fließschnupfen
    • Exklusive.: Allergische Rhinopathie mit Asthma (J45.0), Rhinitis o.n.A. (J31.0)
    • J30.0: Rhinopathia vasomotorica
    • J30.1: Allergische Rhinopathie durch Pollen
    • J30.2: Sonstige saisonale allergische Rhinopathie
    • J30.3: Sonstige allergische Rhinopathie
      • Ganzjährig bestehende allergische Rhinopathie
    • J30.4: Allergische Rhinopathie, nicht näher bezeichnet

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2026, BfArM.

Patienteninformationentoggle arrow icon

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