Zusammenfassung
Fieber ist ein wichtiger Abwehrmechanismus des Körpers und besteht ab einer Erhöhung der Körperkerntemperatur (je nach Quelle) auf 38 °C bzw. 38,5 °C rektal gemessen. Nachdem eine kausal behandlungsbedürftige Fieberursache ausgeschlossen bzw. antherapiert wurde, erfolgt eine symptomatische antipyretische Therapie, bei Beeinträchtigung des Kindes auch medikamentös. Eine Temperaturerhöhung alleine bei ansonsten unbeeinträchtigtem Kind ist keine Indikation für die medikamentöse Antipyrese.
Schmerzen sind ein in der Pädiatrie sehr häufig auftretendes Symptom und können ebenfalls eine Indikation für die Behandlung mit Paracetamol und Ibuprofen sein. Grundvoraussetzung ist auch hier, dass die Ursache erkannt und wenn nötig kausal anbehandelt wurde.
Allgemeine Maßnahmen und Medikamente
Nicht-medikamentöse Therapie
Bei Fieber
- Bei Schüttelfrost und Zentralisierung im Fieberanstieg → Warmhalten
- Bei Fieberplateaus und Fieberabfall → Wärmestau vermeiden, ggf. Wadenwickel
- Ausreichende Flüssigkeitssubstitution
Ein orientiertes und waches Kind kann selbst am besten beurteilen, was ihm gut tut, sodass man seinen Vorgaben entsprechen sollte!
Bei Schmerzen (im Neugeborenen- und Säuglingsalter)
- Hautkontakt
- Stillen, ggf. orale Zuckerlösung (insb. bei schmerzhaften Interventionen)
Medikamentöse Therapie
Antipyretika im Kindes- und Jugendalter | ||||
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Substanz | Darreichungsform | Zulassung | Dosierung | Weitere Informationen |
Paracetamol [1] |
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Ibuprofen [3] |
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Metamizol [4] |
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Metamizol sollte aufgrund des Agranulozytose-Risikos sehr zurückhalten angewendet werden!
ASS ist aufgrund des Risikos für ein Reye-Syndrom zur Therapie von Fieber/Schmerzen kontraindiziert!