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Horner-Syndrom

Letzte Aktualisierung: 17.11.2020

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Das Horner-Syndrom bezeichnet eine Störung des Sympathikusanteils, welcher unter anderem das Auge innerviert. Es ist gekennzeichnet durch die Trias Ptosis, Miosis, (Pseudo‑)Enophthalmus. Je nach Lokalisation der Schädigung wird unterschieden nach zentralem (Schädigung des 1. Neurons), präganglionärem (Schädigung des 2. Neurons) und postganglionärem Hornersyndrom (Schädigung des 3. Neurons). Ob Störungen der Durchblutung, traumatische Läsionen, Gefäßdissektionen oder Tumoren ursächlich sind, hängt ebenfalls von der Lokalisation ab. Die Therapie richtet sich nach der Grunderkrankung.

Bezeichnung Neuron Anatomischer Verlauf Typische Schädigung Zusätzliche Symptome
Zentral 1. Vom Hypothalamus durch Hirnstamm, Halsmark und Rückenmark zum Centrum ciliospinale Hirnstamminfarkt (Wallenberg-Syndrom), traumatische Halsmarkläsion

Neurologische Ausfälle entsprechend der Schädigung; Anhidrose im Gesicht und am Arm

Präganglionär 2. Vom Centrum ciliospinale über die Lungenspitze durchs Ggl. stellatum zum Ggl. cervicale superius Tumoren (Mamma-Ca, Bronchial-Ca, Pancoast-Tumor), iatrogen Anhidrose im Gesicht und am Arm möglich
Postganglionär 3. Vom Ggl. cervicale superius entlang der A. carotis interna und dem N. ophthalmicus zum M. dilatator pupillae Dissektion der A. carotis interna, Cluster-Kopfschmerz, Tumor

Anhidrose im Gesicht möglich

Horner-Trias

Mögliche weitere Symptome

  • Anhidrose (verminderte Schweißsekretion) im Gesicht und am Arm je nach Schädigungsort möglich
  • Vasodilatation (Aufhebung der vasokonstriktorischen Wirkung des Sympathikus)
  • Isolierte Läsion des 1. Neurons selten → Vorkommen meist bei Hirnstamminfarkt oder traumatischer Halsmarkläsion → einhergehend mit entsprechenden neurologischen Symptomen
  • Unterschiedliche Färbung der rechten und linken Iris (Heterochromie)

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2021, DIMDI.

  1. Grehn: Augenheilkunde. 29. Auflage Springer 2005, ISBN: 3-540-25699-7 .
  2. Siegenthaler, Blum: Klinische Pathophysiologie. 9. Auflage Thieme 2006, ISBN: 978-3-134-49608-6 .