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Perioperativer Schlaganfall

Letzte Aktualisierung: 3.9.2025

Zusammenfassungtoggle arrow icon

Ein perioperativer Schlaganfall ist ein zerebrovaskuläres Ereignis mit neurologischer Dysfunktion, das intraoperativ oder innerhalb von 30 Tagen nach einem Eingriff auftritt. Die Inzidenz ist stark eingriffsabhängig, wobei über die Hälfte der Ereignisse verzögert nach einem unauffälligen Intervall eintritt. Das Risiko wird durch eingriffsassoziierte sowie patienteneigene Faktoren beeinflusst. Klinisch zeigt sich der Schlaganfall typischerweise durch plötzliche fokale neurologische Defizite, es sind aber auch unspezifische Symptome wie ein Delir oder ein verzögertes Erwachen möglich. Bestätigt sich ein entsprechender Verdacht in der Notfalldiagnostik so kann befundabhängig eine Revaskularisierung erwogen werden. Zu den präventiven Maßnahmen zählen eine präoperative Risikostratifizierung und die fortgeführte Gabe von Medikamenten wie Statinen und Betablockern. Intraoperativ ist v.a. die Vermeidung einer Hypotonie entscheidend.

Definitiontoggle arrow icon

Epidemiologietoggle arrow icon

  • Inzidenz: 0,1–11% (stark eingriffsabhängig) [1][2]
    • 45% unmittelbar postoperativ (innerhalb 24 h), 55% verzögert nach initial unauffälligem Intervall
    • Ca. 10% stumme zerebrale Infarkte
  • Risikofaktoren
    • Erhöhtes Risiko je nach Art des Eingriffs: Kardiochirurgische Eingriffe > Gefäßchirurgische Eingriffe >> Andere OPs
    • Patienteneigene Faktoren: Bspw. Alter, kardiovaskuläre Risikofaktoren, Nierenerkrankungen

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.

Pathophysiologietoggle arrow icon

Die Genese des perioperativen Schlaganfalls ist überwiegend ischämisch!

Symptomatiktoggle arrow icon

Diagnostiktoggle arrow icon

Therapietoggle arrow icon

Präventiontoggle arrow icon

Präoperative Maßnahmen [2]

Intraoperative Maßnahmen [1]

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