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Rötung nach Insektenstich

Letzte Aktualisierung: 7.5.2026

Praxisguide Allgemeinmedizin: Rötung nach Insektenstichtoggle arrow icon

Initiales Vorgehen

  • Stachel entfernen (sofern noch vorhanden)
  • Anamnese
    • Zeitpunkt und Art des Stichs (Insekt/Zecke)
    • Verlauf (rasch vs. schleichend), Begleitsymptome
    • Bekannte (Insektengift‑)Allergie
  • Klinische Untersuchung

Wichtige Ursachen

  • Verstärkte/allergische Lokalreaktion (häufig)
    • Insb. bei Stich durch Wespen, Bienen, Bremsen, Kriebelmücken
    • Rasche Entwicklung
  • Bakterielle Infektion (Phlegmone/Erysipel)
    • Eher verzögert nach Tagen
    • Teigig, scharf begrenzt, starke Überwärmung, Schmerz, ggf. Fieber
  • DD: Erythema migrans (Borreliose)
    • Nach Tagen bis Wochen
    • Randbetont, langsame Ausbreitung
    • I.d.R. schmerzlos/juckreizarm

Warnzeichen

Weiteres Prozedere

  • Kühle, feuchte Umschläge, ggf. Ruhigstellung
  • Ggf. Befund markieren, nach 24–48 h kontrollieren
  • Ausgeprägter Lokalbefund, keine Infektionszeichen
  • Verdacht auf bakterielle Infektion, je nach Ausprägung/Lokalisation
    • Lokal antiseptisch
    • + Ggf. systemische Antibiotikatherapie (siehe: Phlegmone/Erysipel)
  • Befund unklar: Ggf. Labor (z.B. gr. BB, CRP)

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