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Ventrikuläre Extrasystolen

Letzte Aktualisierung: 5.12.2017

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Ventrikuläre Extrasystolen (VES) werden durch eine ektope Reizbildung der Herzkammer verursacht, die sowohl idiopathisch bei Herzgesunden als auch im Rahmen einer kardialen Grunderkrankung, Elektrolytschwankung oder Medikamentenüberdosierung auftreten kann. EKG-morphologisch zeigen sich verbreiterte QRS-Komplexe mit Änderung des Lagetyps, die zufällig oder nach festem Muster (z.B. Bigeminus, Trigeminus, Salven) erfolgen. Die Behandlung besteht vor allem in der Therapie der Grunderkrankung – bei erhöhtem Risiko für einen plötzlichen Herztod (z.B. bei koronarer Herzkrankheit) sollten höhergradige VES jedoch gegebenenfalls auch antiarrhythmisch oder durch elektrophysiologische Ablation behandelt werden.

  • Evtl. Palpitationen/Herzstolpern
  • Einzelne VES
  • Couplet: Zwei VES in Folge
  • Triplet: Drei VES in Folge
  • Salven: 3–5 VES hintereinander
  • Ventrikuläre Tachykardien
  • Bigeminus: Normalschlag und ES im Wechsel
    • Meist handelt es sich um VES; seltener sind auch SVES möglich (= supraventrikulärer Bigeminus)
  • Trigeminus: Zwei ES folgen einem Normalschlag
  • 2:1-Extrasystolie: Einer VES folgen zwei Normalschläge
  • R-auf-T-Phänomen

  • I49.-: Sonstige kardiale Arrhythmien
    • I49.3: Ventrikuläre Extrasystolie

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2021, DIMDI.

  1. Herold et al.: Innere Medizin. Eigenverlag 2012, ISBN: 978-3-981-46602-7 .
  2. Freytag: EKG im Rettungs- und Notdienst. 1. Auflage Schattauer 2010, ISBN: 978-3-794-52732-8 .