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Vitiligo

Letzte Aktualisierung: 17.2.2017

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Die Vitiligo ist eine häufige, vermutlich autoimmun verursachte Hauterkrankung, die zu lokal oder disseminiert auftretenden Hypo- und Depigmentierungen führt und kosmetisch beeinträchtigend sein kann. Therapeutisch kommt vor allem die Phototherapie zum Einsatz, es können jedoch auch topische Glucocorticoide oder Immunmodulatoren verwendet werden. Die Erkrankung ist zwar nicht lebensbedrohlich, jedoch ist die nicht mehr pigmentierte Haut besonders lichtempfindlich (Sonnenschutz nötig!). Auch die evtl. mit der Depigmentierung einhergehende soziale Stigmatisierung kann als große Belastung empfunden werden.

  • Häufig Kinder und Jugendliche betroffen

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.

  • Hypo- und Depigmentierungen
  • Auslösung durch mechanische Irritation (Köbner-Phänomen)
  • Einzelherde, disseminierter oder akrofazial betonter Verlauf
  • Unregelmäßig verlaufende, aber deutlich abgegrenzte helle Hautflecken

  • Chloasma (Melasma)
  • LEOPARD-Syndrom
    • Angeborene Fehlbildungen
      • Lentigines: Linsenförmige Hyperpigmentierungen
      • EKG-Veränderungen
      • Okulärer Hypertelorismus (großer Augenabstand)
      • Pulmonalisstenose
      • Abnorme (hypotrophe) Genitalien
      • Retardierung des Wachstums
      • Deafness = Taubheit
  • Nävus anaemicus
    • Umschriebene Hypopigmentierung durch Gefäßanomalie mit lokal verminderter Durchblutung
    • Kein Krankheitswert
  • Lichen sclerosus
  • Pityriasis versicolor alba

AMBOSS erhebt für die hier aufgeführten Differentialdiagnosen keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

  • L80: Vitiligo

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2021, DIMDI.

  1. Moll, Jung: Duale Reihe Dermatolgie. 6. Auflage Thieme 2005, ISBN: 978-3-131-26686-6 .
  2. Sterry, Paus: Checkliste Dermatologie. 5. Auflage Thieme 2004, ISBN: 3-136-97005-5 .