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Schlaf-assoziierter Bruxismus

Letzte Aktualisierung: 13.5.2022

Zusammenfassungtoggle arrow icon

Autoren: Dr. med. Anna Wings für AMBOSS, Dr. med. Alfred Wiater für die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM)

Nach ICSD ist der Schlaf-assoziierte Bruxismus gekennzeichnet durch regelmäßiges oder häufiges Zähneknirschen, einhergehend mit Abnutzung der Zähne und/oder morgendlichen Kiefermuskelschmerzen, Erschöpfung, Kopfschmerzen und/oder einer Kieferblockade.

Epidemiologietoggle arrow icon

  • Prävalenz: 6–20% der Gesamtbevölkerung [1][2]
  • Alter: Höchste Prävalenz im Jugendalter, Erstmanifestation in jedem Alter möglich
  • Geschlecht: =

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.

Ätiologietoggle arrow icon

Symptomatiktoggle arrow icon

Diagnostiktoggle arrow icon

  • Diagnosestellung [2]
    • I.d.R. durch (Fremd‑)Anamnese mit nächtlichem Zähneknirschen und typischen Beschwerden
    • Zahnärztliche und ggf. kieferorthopädische Konsultation: Typische Veränderungen des Kauapparates
  • Nachfolgende Diagnostik
    • Polysomnografie (PSG): Auffälligkeiten am ehesten in den Non-REM-Stadien 1 und 2, ggf. mit Arousal-Reaktionen
    • Elektromyogramm (EMG) des M. masseter
      • Ereignisse mit Amplitude >10% des max. willkürlichen Zähneknirschens mit Dauer >3 Sekunden
      • Ruheintervalle im EMG <5 Sekunden
      • Herzfrequenzanstieg >5% während der Aktivierung

Therapietoggle arrow icon

Nicht-medikamentöse Therapie [1][2]

Im Ausnahmefall: Medikamentöse Therapie

Da die Medikamente im Gegensatz zur nicht-medikamentösen Therapie ein hohes Nebenwirkungsrisiko mitbringen, sollten sie nur in Ausnahmefällen verwendet werden.

Kodierung nach ICD-10-GM Version 2026toggle arrow icon

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2026, BfArM.

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