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Pityriasis rosea

Letzte Aktualisierung: 11.6.2026

Zusammenfassungtoggle arrow icon

Die Pityriasis rosea (Röschenflechte) ist eine weltweit häufig auftretende Hauterkrankung, die klassischerweise mit einer rumpfbetonten, münzgroßen Primärplaque (sog. „Primärmedaillon“) beginnt. In ihrem biphasischen Verlauf zeigt sich dann verzögert ein stammbetontes Exanthem aus hellroten, ovalären, zeitweise juckenden Plaques, die wie die Primärplaque eine colleretteartige Schuppenkrause aufweisen können. Die Erkrankung tritt gehäuft im Frühjahr und Herbst bei Kindern und jungen Erwachsenen auf. Vermutet wird eine virale Genese durch HHV-6 und -7. Die Diagnose wird anhand des klinischen Bildes gestellt. Eine Behandlung ist nicht notwendig, kann bei Beschwerden allerdings symptomorientiert erfolgen. In der Frühschwangerschaft sollten Patientinnen bei ausgedehntem Befall und extrakutanen Symptomen engmaschig gynäkologisch kontrolliert werden, auch wenn die Erkrankung auf den Schwangerschaftsverlauf i.d.R. keinen Einfluss hat.

Epidemiologietoggle arrow icon

  • Prävalenz: 0,1% weltweit, insg. häufiges Krankheitsbild [1]
  • Altersgipfel: 10–35 Jahre
  • Geschlecht: > (2:1) [1]

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.

Ätiologietoggle arrow icon

  • Ursache unbekannt
  • Assoziation mit Virusinfektionen

Symptomatiktoggle arrow icon

  • Hautbefund
    • Initial: Einzelne große, ovale, hellrote Plaque (sog. Primärmedaillon) mit nach innen gerichteter, zarter Schuppenkrause am Stamm (sog. Collerette), insb. am oberen Rumpf
    • Im Verlauf
      • Exanthem aus unterschiedlich großen, hellroten, ovalären Plaques mit Betonung des Rumpfes und der proximalen Extremitäten
      • Klassischerweise entlang der Hautspaltlinien angeordnet („christmas tree pattern“), Plaques kleiner als das Primärmedaillon und ggf. ebenfalls mit colleretteartiger Schuppenkrause
      • Nach 3–8 Wochen: Spontanes, narbenfreies Abheilen
  • Geringe Allgemeinsymptomatik: Ggf. Fieber, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Lymphadenitis (insb. zervikal), gelegentlich Juckreiz

Verlaufs- und Sonderformentoggle arrow icon

  • Pityriasis rosea inversa
    • Insb. Personen mit dunklem Hautton und Kinder
    • Lokalisation: Gesicht, Nacken, Achseln, Leisten und Genitalbereich
    • Hautbefund: Deutlich kleinere Plaques, follikuläre Betonung möglich, i.d.R. mit Juckreiz
    • Prognose: Abheilung unter postinflammatorischer Hypo- oder Hyperpigmentierung
  • Pityriasis rosea recidivans: Wiederkehrendes Auftreten
  • Seltenere Verlaufsformen
    • Urtikarielle Pityriasis rosea
    • Follikuläre Pityriasis rosea
    • Unilaterale Pityriasis rosea
    • Vesikuläre Pityriasis rosea
    • Hämorrhagische Pityriasis rosea
    • Palmare und plantare Pityriasis rosea

Diagnostiktoggle arrow icon

Differenzialdiagnosentoggle arrow icon

AMBOSS erhebt für die hier aufgeführten Differenzialdiagnosen keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Therapietoggle arrow icon

Pityriasis rosea in der Schwangerschafttoggle arrow icon

  • I.d.R. kein Einfluss auf den Schwangerschaftsverlauf
  • Engmaschige gynäkologische Kontrollen bei Beginn in Frühschwangerschaft, ausgedehntem Hautbefall und extrakutanen Symptomen empfohlen

Kodierung nach ICD-10-GM Version 2026toggle arrow icon

  • L42: Pityriasis rosea

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2026, BfArM.

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Pityriasis rosea

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