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Rhabdomyolyse und Crush-Syndrom

Letzte Aktualisierung: 14.8.2020

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Das Crush-Syndrom (auch „myorenales Syndrom“ genannt) entsteht durch einen ausgeprägten Zerfall von Muskulatur (Rhabdomyolyse). Ursächlich für die Rhabdomyolyse sind häufig Traumata mit Muskelverletzungen (Quetschungen), aber auch endogene Ursachen wie Muskelischämien, Medikamentennebenwirkungen oder maligne Hyperthermie. Dies führt zu einem starken Anstieg von Kreatinkinase und Myoglobin im Serum, was wiederum einen toxischen Effekt auf die Niere ausübt und bis zum akuten Nierenversagen (Crush-Niere) führen kann. Therapeutisch stehen die Gabe von Schleifendiuretika und die forcierte alkalische Diurese im Vordergrund.

Als Rhabdomyolyse wird ein Zerfall von Skelettmuskulatur bezeichnet, der zu einer Freisetzung von Muskelbestandteilen führt. Dies wiederum kann insb. zu einer Nierenschädigung (→ Crush-Syndrom) und vielfältigen weiteren Komplikationen (Elektrolytentgleisung, disseminierte intravasale Gerinnung u.a.) führen.

Zerfall von Muskelmasse (Rhabdomyolyse) aufgrund von:

Bei der Crush-Niere handelt es sich um ein akutes myoglobinurisches Nierenversagen!

  • T79.-: Bestimmte Frühkomplikationen eines Traumas, anderenorts nicht klassifiziert

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2021, DIMDI.

  1. Herold et al.: Innere Medizin. Eigenverlag 2012, ISBN: 978-3-981-46602-7 .
  2. Dietel et al.: Harrisons Innere Medizin (2 Bände). 16. Auflage ABW Wissenschaftsverlagsgesellschaft 2005, ISBN: 978-3-936-07229-7 .
  3. Centrum für Reisemedizin: CRM-Handbuch Reisemedizin. 45. Auflage CRM 2010, ISBN: 978-3-941-38604-4 .