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Antihistaminika

Letzte Aktualisierung: 8.5.2026

Zusammenfassungtoggle arrow icon

H1-Antihistaminika lassen sich in zwei Generationen unterteilen. Während die erste Generation aufgrund ihrer Lipophilie und der daraus folgenden ZNS-Gängigkeit mit einer sedierenden Nebenwirkung belastet ist, sind Antihistaminika der zweiten Generation vergleichsweise nebenwirkungsarm. Das Einsatzgebiet der H1-Antihistaminika ist vorwiegend die Therapie allergischer Reaktionen (z.B. allergische Rhinitis), wobei sie auch bei Kinetosen und als Schlafmittel gegeben werden. H2-Antihistaminika wurden früher häufig bei der Behandlung der Refluxerkrankung zur Senkung der Magensäureproduktion verwendet, wurden im Laufe der Zeit jedoch vermehrt durch Protonenpumpeninhibitoren ersetzt.

Übersichttoggle arrow icon

Übersicht der Antihistaminika
Gruppe Generation Antihistaminikum Indikation Charakteristika Weitere Hinweise zu Wirkstoff und Präparaten
H1-Antihistaminika (H1R-Antagonisten) H1R-Antagonisten der 1. Generation
H1R-Antagonisten der 2. Generation
  • Kaum sedierend
H2-Antihistaminika (H2R-Antagonisten)
  • Cimetidin
  • Famotidin
  • Ranitidin (in Deutschland aktuell nicht zugelassen)
  • Senkung der Magensäureproduktion
  • Nur Mittel der 2. Wahl

Wirkungtoggle arrow icon

H1-Antihistaminika

H2-Antihistaminika

Nebenwirkungtoggle arrow icon

Es werden die wichtigsten Nebenwirkungen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Indikationtoggle arrow icon

H1-Antihistaminika

Kompetitiver Antagonismus am Histamin-H1-Rezeptor

H2-Antihistaminika

Kontraindikationtoggle arrow icon

H1-Antihistaminika

Es werden die wichtigsten Kontraindikationen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Kinder und Jugendlichetoggle arrow icon

Häufig verwendete systemische Antihistaminika

Systemische Antihistaminika im Kindes- und Jugendalter
Substanz Zulassung Darreichungsformen Typische pädiatrische Indikationen Weitere Informationen
Dimetinden [1]
  • ≥1 Jahr (Tropfen)
  • ≥3 Jahre (Tabletten)
Desloratadin [2]
  • ≥1 Jahr (Saft)
  • ≥12 Jahre (Tabletten)
Cetirizin [3]
  • ≥2 Jahre (Saft, Tropfen)
  • ≥6 Jahre (Tabletten)
  • Enteral (Saft, Tropfen, Tabletten)

Levocetirizin [4]
  • ≥2 Jahre (Saft, Tropfen)
  • ≥6 Jahre (Tabletten)
  • Enteral (Saft, Tropfen, Tabletten)

Aufgrund der zentralnervösen Nebenwirkungen von H1-Antihistaminika der 1. Generation (bspw. Dimetinden) sollten im Kindesalter Präparate der 2. Generation (bspw. Cetirizin oder Desloratadin) bevorzugt werden! [5][6]

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H1-Rezeptorantagonisten

H2-Rezeptorantagonisten

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