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Granulomatöse Hauterkrankungen

Letzte Aktualisierung: 24.11.2023

Zusammenfassungtoggle arrow icon

Das Granuloma anulare ist eine selbstlimitierende, symptomlose granulomatöse Hauterkrankung, die bevorzugt junge Erwachsene betrifft und an den Dorsalseiten von Händen und Füßen entsteht. Als klinisches Bild zeigt sich eine kreisförmige Läsion (ohne Farbveränderung), die sich zentrifugal ausbreitet und von zentral abheilt.

Beim seltenen Melkersson-Rosenthal-Syndrom kommt es zur Ausbildung einer Faltenzunge, einer Ober- oder Unterlippenschwellung und zu rezidivierender Fazialislähmung. Weitere granulomatöse Hauterkrankungen wie die Sarkoidose oder die mit Diabetes mellitus assoziiert auftretende Necrobiosis lipoidica werden in eigenen Kapiteln abgehandelt.

Granuloma anularetoggle arrow icon

  • Epidemiologie: Insb. junge Erwachsene betroffen
  • Klinische Symptomatik
    • Effloreszenz
      • Kreisförmig angeordnete, knotige Erhabenheit, ohne Farbveränderung
      • Zentrifugale Ausbreitung mit erhabenem Randwall
      • Abheilung von zentral
    • Prädilektionsorte: Dorsalseite von Händen und Füßen
    • Keine begleitenden Symptome wie Juckreiz, selbstlimitierend
  • Histopathologie
  • Therapie: Meist keine Behandlung notwendig, ggf. Kryotherapie oder lokale Glucocorticoide

Melkersson-Rosenthal-Syndromtoggle arrow icon

  • Ätiologie: Seltene Erkrankung unklarer Ursache mit Assoziation zum Morbus Crohn
  • Symptomtrias
    • Leitsymptom: Cheilitis granulomatosa (Ober- und/oder Unterlippenschwellung)
      • Anfangs rezidivierend, später persistierend
      • Spannungsgefühl der Lippen, keine wirklichen Schmerzen
    • Lingua plicata: Faltenzunge (in ca. 50% der Fälle)
    • Rezidivierende, meist einseitige periphere Fazialislähmung (in ca. 20% der Fälle)
      • Meist Monate bis Jahre nach der Lippenschwellung (aber auch vorher möglich)
  • Weitere mögliche Symptome
  • Therapie: Symptomatisch, evtl. Glucocorticoide
  • Prognose: Meist chronisch-schubweiser Verlauf, geringe Heilungsaussichten

Kodierung nach ICD-10-GM Version 2026toggle arrow icon

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2026, BfArM.

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