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Päd. Ambulanz: Übelkeit und Erbrechen

Letzte Aktualisierung: 12.3.2025

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Erbrechen ist ein häufiges Symptom in der Pädiatrie und kann verschiedene Ursachen haben (bspw. Gastroenteritis, Appendizitis, Meningitis, Malaria, Streptokokken-Tonsillitis). In diesem Abschnitt finden sich Anweisungen zur symptomatischen Behandlung des Erbrechens, nachdem die Ursache erkannt und soweit möglich eine kausale Therapie eingeleitet wurde.

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Symptomatische Therapie bei akutem Erbrechen im Kindes- und Jugendaltertoggle arrow icon

Allgemeine Maßnahmen

  • Nahrungskarenz: Nach dem letzten Erbrechen für mind. 30 min
  • Flüssigkeitssubstitution: Kontinuierlich kleine Mengen stilles Wasser oder mit Traubenzucker gesüßter Tee
  • Kostform: Keine generelle Empfehlung für Schonkost, meist gute Verträglichkeit von kohlenhydratreicher Kost
  • Zu vermeiden
    • Säure- und kohlensäurehaltige Getränke und Speisen
    • Übermäßiger Verzehr von Milchprodukten, fett- und zuckerreichen Lebensmitteln

Insb. Säuglinge <6 Monate mit anhaltendem Erbrechen sollten regelmäßig klinisch beurteilt werden!

Antiemetika

  • Indikation: Unstillbares Erbrechen trotz allgemeiner Maßnahmen
  • Zu beachten: Nach der Verabreichung Nahrungs- und Flüssigkeitskarenz für ca. 30–60 min
Antiemetika im Kindes- und Jugendalter
Substanz Darreichungsform Zulassung Dosierung Weitere Informationen
Dimenhydrinat [1]
  • Ab ≥1 Jahr und ≥6 kgKG
  • Alter ≥1 bis <14 Jahre
    • Gewicht ≥6 bis <30 kg
    • Gewicht ≥30 kg
  • Alter ≥14 Jahre
    • Unretardiert
    • Retardiert
  • Ab ≥1 Jahr und ≥8 kgKG
  • Alter ≥1 bis <14 Jahre
  • Alter ≥14 Jahre
  • Ab ≥2 Jahre und ≥6 kgKG
  • Alter ≥2 bis <6 Jahre
  • Alter ≥6 bis <14 Jahre
  • Alter ≥14 Jahre
Diphenhydramin [2]
  • Ab ≥6 Jahre
  • Alter ≥6 bis <12 Jahre
  • Alter ≥12 Jahre

Dimenhydrinat und Diphenhydramin können zu Muskelschwäche und Vigilanzminderung führen, in seltenen Fällen kommt es zu paradoxen Reaktionen mit Unruhe, Erregung und Zittern!

Da Dimenhydrinat insb. bei Kindern <3 Jahre zu schweren Nebenwirkungen führen kann, sollte es nicht zur Therapie einer banalen Gastroenteritis eingesetzt werden!

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