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Schlafbezogene Atmungsstörungen

Letzte Aktualisierung: 21.4.2026

Zusammenfassungtoggle arrow icon

Die häufigste Ursache einer schlafbezogenen Atemstörung ist eine Obstruktion der oberen Atemwege durch Kollaps der Schlundmuskulatur während des Schlafes, das sogenannte Obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (OSAS). Die Patienten sind meist adipös und leiden unter starker Tagesmüdigkeit. Fremdanamnestisch geben die Lebenspartner Atempausen und starkes Schnarchen während des Schlafens an. Die Lebenserwartung der Patienten ist durch kardiovaskuläre Folgen einer sekundären Hypertonie eingeschränkt, kann aber durch konsequente Gewichtsreduktion und nächtliche Überdruckbehandlung (nCPAP) normalisiert werden. Der Therapieerfolg bedarf einer hohen Therapieadhärenz mit regelmäßigen Kontrollen durch Schlafuntersuchungen.

Definitiontoggle arrow icon

  • Schlafapnoe-Syndrom: Nächtliche Atmungsstörung mit klinischer Beschwerdesymptomatik und/oder gesundheitlichen Risiken
  • Apnoe: Atempausen von ≥10 Sekunden
  • Hypopnoe: Reduktion des Atemflusses um ≥30% für ≥10 Sekunden kombiniert mit Sauerstoffsättigungsabfall ≥3% oder Arousal
  • Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI): (Hypopnoen + Apnoen)/Stunde Schlafzeit
  • Respiratory Effort related Arousal (RERA): Sequenz von Atemzügen (≥ 10 Sekunden), die durch eine erhöhte Atemanstrengung zu einem Arousal führen
  • Respiratory disturbance index (RDI) (Hypopnoen + Apnoen + Respiratory Effort related Arousal)/Stunde Schlafzeit
Schweregrad leichtgradig mittelgradig schwergradig
AHI 5–15 15–30 >30
RDI 15–20 20–40 >40

Epidemiologietoggle arrow icon

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.

Ätiologietoggle arrow icon

Klassifikation des Schlafapnoe-Syndroms

Typische Begleiterkrankungen und begünstigende Faktoren

Die meisten Patienten mit Schlafapnoe-Syndrom sind adipös!

Symptomatiktoggle arrow icon

Diagnostiktoggle arrow icon

Allgemeines

Schlafuntersuchung

Das Schlafapnoe-Syndrom ist eine sehr häufige Ursache der sekundären Hypertonie!

Während physiologischerweise Dauer und Anteil der REM-Schlafphasen im Verlauf der Nacht zunehmen, kommt es beim Schlafapnoesyndrom zu einer Abnahme der REM-Schlafphasen.

Bei Adipösen, Diabetikern, Patienten mit Vorhofflimmern und Patienten mit Hypertonie, die über Schnarchen berichten, soll die Diagnostik zum Ausschluss eines Schlafapnoesyndroms erfolgen. (DGIM - Klug entscheiden in der Pneumologie)

Therapietoggle arrow icon

Allgemein

Konservative Verfahren

Beim symptomatischen obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom ist die Überdruckbehandlung in der Nacht mittels CPAP-Therapie häufig das Mittel der Wahl. Für den Therapieerfolg bedarf es einer hohen Patientenadhärenz mit regelmäßiger Therapieüberwachung durch Schlafuntersuchungen!

Operative Verfahren beim obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom

Die wesentliche Engstelle beim obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom liegt zwischen Zungengrund und Rachenhinterwand. Bei unzureichendem konservativem Therapieerfolg ist eine operative Erweiterung möglich.

Komplikationentoggle arrow icon

Es werden die wichtigsten Komplikationen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Prognosetoggle arrow icon

  • Bei allen schlafbezogenen Atmungsstörungen: Hypertonie und erhöhte Mortalitätsrate an kardiovaskulären Erkrankungen
  • Bei obstruktivem Schlafapnoe-Syndrom: Durch konsequente nCPAP-Therapie Senkung des Mortalitätsrisikos auf das der Normalbevölkerung möglich

Patienteninformationentoggle arrow icon

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Schlafapnoe

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Kodierung nach ICD-10-GM Version 2026toggle arrow icon

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2026, BfArM.

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