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VEXAS-Syndrom

Letzte Aktualisierung: 2.2.2026

Zusammenfassungtoggle arrow icon

Das VEXAS-Syndrom ist eine seltene autoinflammatorische Erkrankung, die auf einer somatischen UBA1-Genmutation beruht und vorwiegend Männer über 50 Jahre betrifft. Die Genmutation führt zu einer Proteasom-Dysfunktion mit konsekutiver Hyperinflammation. Klinisch kommt es u.a. zu rezidivierendem Fieber, Gewichtsverlust und Hautmanifestationen, häufig assoziiert mit einem myelodysplastischen Syndrom. Die Diagnose wird durch den molekulargenetischen Nachweis der UBA1-Genmutation gesichert. Therapeutisch werden u.a. Glucocorticoide, JAK-/IL6-Inhibitoren oder die allogene Stammzelltransplantation eingesetzt. Die Krankheit hat insb. aufgrund von Komplikationen wie Infektionen und Thromboembolien eine hohe Morbidität und Mortalität.

Definitiontoggle arrow icon

Das Akronym „VEXAS“ leitet sich von den folgenden Charakteristika des Syndroms ab:

  • V – Vakuolen in myeloischen und erythroiden Vorläuferzellen des Knochenmarks
  • E E1-Enzym: Von der Mutation betroffenes Protein
  • X – X-chromosomal: Betroffene Genregion
  • A – Autoinflammatorisch: Multisystemische Entzündungsreaktion
  • S – Somatisch: Erworbene Mutation

Epidemiologietoggle arrow icon

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.

Pathophysiologietoggle arrow icon

Symptomatiktoggle arrow icon

Das VEXAS-Syndrom ist eine autoinflammatorische Multisystemerkrankung, die häufig andere immunologische oder neoplastische Erkrankungen imitiert!

Diagnostiktoggle arrow icon

Die Diagnose des VEXAS-Syndroms ist aufgrund der unspezifischen und teils überlappenden Symptome anspruchsvoll und wird daher häufig verzögert gestellt!

Differenzialdiagnosentoggle arrow icon

AMBOSS erhebt für die hier aufgeführten Differenzialdiagnosen keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Therapietoggle arrow icon

Allgemeine Prinzipien

  1. Kontrolle der systemischen Entzündungsreaktion: Antiinflammatorische Therapie
  2. Reduktion pathologischer Knochenmarkklone: Zytoreduktive Therapie
  3. Behandlung von Komorbiditäten: Bspw. transfusionsbedürftige Anämie, Infektionen, Thromboembolien

Antiinflammatorische Therapie

Zytoreduktive Therapie

  • Azacitidin
    • Hypomethylierende Wirkung, kann die Zahl UBA1-mutierter Klone reduzieren
    • Steroidsparende Wirkung
  • Allogene Stammzelltransplantation
    • Einziger potenziell kurativer Behandlungsansatz
    • Sollte nur bei jüngeren Personen ohne relevante Komorbiditäten und in enger hämatoonkologischer Absprache erwogen werden

Behandlung von Komorbiditäten

  • Anämie/Zytopenie: Engmaschiges Monitoring, Indikation für Transfusion prüfen
  • Infektionsrisiko
  • Thromboembolierisiko: Prophylaktische Antikoagulation insb. in Risikosituationen erwägen

Die frühzeitige Diagnose und Therapie des VEXAS-Syndroms sind entscheidend, um das Risiko für eine Progression und rezidivierende Schübe zu vermeiden!

Komplikationentoggle arrow icon

Es werden die wichtigsten Komplikationen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Prognosetoggle arrow icon

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