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Osteomalazie und Rachitis

Letzte Aktualisierung: 22.7.2025

Zusammenfassungtoggle arrow icon

Die durch den gestörten Einbau von Calcium und Phosphat („Mineralisation“) bedingte Erweichung des Knochens wird beim Erwachsenen Osteomalazie und beim Kind Rachitis genannt. Häufige Ursachen der Erkrankung sind ein Vitamin-D-Mangel durch unzureichende Zufuhr oder mangelnde UV-Exposition (z.B. bei mangelnder Sonneneinstrahlung). Klinisch beklagen Betroffene zunächst Skelettschmerzen, im Verlauf können die langen Knochen verbiegen. Als Komplikation kann es zu pathologischen Frakturen kommen.

Ätiologietoggle arrow icon

Symptomatiktoggle arrow icon

Diagnostiktoggle arrow icon

Differenzialdiagnosentoggle arrow icon

Crus varum congenitum (Angeborene Unterschenkelpseudarthrose)

  • Definition: In der Regel im unteren Drittel des Unterschenkels befindliche und fast ausschließlich einseitige Verbiegung von Tibia und Fibula nach vorne außen
  • Klinischer Verlauf: Eine Unterschenkelpseudarthrose (Falschgelenkbildung von Tibia und Fibula) ist bei Geburt vorhanden oder entsteht abhängig vom Grad der Verkrümmung im Verlauf, Fraktur von Tibia und Fibula möglich
  • Assoziation: Neurofibromatose I

AMBOSS erhebt für die hier aufgeführten Differenzialdiagnosen keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Therapietoggle arrow icon

Komplikationentoggle arrow icon

  • Pathologische Frakturen
  • Spasmophilie (rachitogene Tetanie): Bei niedrigem, ionisierten Calciumspiegel kommt es zur neuromuskulären Übererregbarkeit mit Muskelspasmen (Laryngospasmus möglich)

Es werden die wichtigsten Komplikationen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Präventiontoggle arrow icon

Vitamin-D-Substitution

Eine Vitamin-D-Überdosierung kann zu einer lebensbedrohlichen Intoxikation mit Hyperkalzämie und Organkalzinose führen! Daher sollte vorsichtig dosiert und insb. bei Patienten mit chronischen Nierenkrankheiten eine regelmäßige Kontrolle von Kreatinin und Calcium im Serum erfolgen!

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Patienteninformationentoggle arrow icon

Kodierung nach ICD-10-GM Version 2026toggle arrow icon

E55.-: Vitamin-D-Mangel

E64.-: Folgen von Mangelernährung oder sonstigen alimentären Mangelzuständen

  • E64.3: Folgen der Rachitis

E83.-: Störungen des Mineralstoffwechsels

M83.-: Osteomalazie im Erwachsenenalter

  • Exklusive: Osteomalazie: familiär hypophosphatämisch (E83.30), im Kindes- und Jugendalter (E55.0); Rachitis (floride) (E55.0); Rachitis (floride), familiär hypophosphatämisch (E83.30); Rachitis (floride), Folgen (E64.3); Renale Osteodystrophie (N25.0)
    • M83.0-: Osteomalazie im Wochenbett [0–9]
    • M83.1-: Senile Osteomalazie [0–9]
    • M83.2-: Osteomalazie im Erwachsenenalter durch Malabsorption [0–9]
      • Osteomalazie bei Erwachsenen durch Malabsorption nach chirurgischem Eingriff
    • M83.3-: Osteomalazie im Erwachsenenalter durch Fehl- oder Mangelernährung [0–9]
    • M83.4-: Aluminiumosteopathie [0–9]
    • M83.5-: Sonstige arzneimittelinduzierte Osteomalazie bei Erwachsenen [0–9]
    • M83.8-: Sonstige Osteomalazie im Erwachsenenalter [0–9]
    • M83.9-: Osteomalazie im Erwachsenenalter, nicht näher bezeichnet [0–9]

Lokalisation der Muskel-Skelett-Beteiligung

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2026, BfArM.

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