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Diagnostik von Erkrankungen der Niere und der ableitenden Harnwege

Letzte Aktualisierung: 6.8.2021

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Erkrankungen der Niere und der ableitenden Harnwege äußern sich mannigfaltig. Neben Schmerzen über der betroffenen Region ist ein Ausstrahlen möglich. Daher sind bei Abklärung eines akuten Abdomens auch immer Erkrankungen der Harnwege zu bedenken. Die meisten chronischen Nierenerkrankungen verlaufen symptomfrei, sodass sie nur durch pathologische Urin- (Nachweis von Erythrozyten, Eiweiß) oder Blutbefunde (Erhöhung von Kreatinin, Harnstoff) entdeckt werden. Die Ultraschalluntersuchung lässt eine grobe Beurteilung der Nieren und ableitenden Harnwege zu, bei Harnstau ist sie entscheidend.

  • Veränderungen der Miktion (Menge, Aussehen, Beschwerden)
  • Flankenschmerzen
    • Kolikartig mit Ausstrahlung in die Leisten-/Genitalregion eher bei Urolithiasis
    • Dauerhaft eher bei entzündlichen Erkrankungen
  • Nierenklopfschmerz: Typisch für entzündliche Erkrankungen sowie Urolithiasis
  • Ödeme

Einer asymptomatischen Hämaturie kann ein Malignom zugrunde liegen!

Der Streifentest kann nicht zwischen Hämaturie, Hämoglobinurie und Myoglobinurie differenzieren! Eine Rotfärbung des Urins tritt auch bei Einnahme bestimmter Medikamente (z.B. Rifampicin), bestimmter Speisen (rote Bete) und bei Formen der Porphyrie auf!

  1. Herold et al.: Innere Medizin. Eigenverlag 2012, ISBN: 978-3-981-46602-7 .
  2. Flasnoecker (Hrsg.): TIM, Thieme's Innere Medizin. 1. Auflage Thieme 1999, ISBN: 978-3-131-12361-9 .
  3. Kuhlmann: Nephrologie. 5. Auflage Thieme 2008, ISBN: 978-3-137-00205-5 .