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Beispielfragen für die mündliche Prüfung (M3) – Wahlfach AINS (Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerztherapie)

Letzte Aktualisierung: 13.8.2024

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Ergänzend zu den Lernempfehlungen für die mündliche Prüfung kannst du mit unseren Beispielfragen das gelernte Wissen allein oder in deiner Prüfungsgruppe festigen und das freie Sprechen üben.

Die Lernempfehlungen bieten dir ein umfangreiches inhaltliches Paket für die Vorbereitung auf den dritten Abschnitt der ärztlichen Prüfung (M3-Examen). Unsere ärztliche Redaktion hat die häufigsten Themen aus den mündlichen Prüfungen ermittelt und übersichtlich zusammengestellt. Im Kapitel „Drittes Staatsexamen“ findest du grundlegende Informationen zum Ablauf des dritten Staatsexamens sowie Tipps zur Vorbereitung und zum Vorgehen in der Prüfung selbst, die dir auch in anderen mündlichen Prüfungen helfen können.

Wir empfehlen dir übrigens, für die Prüfungsvorbereitung aus dem Modus „Klinische Praxis“ wieder zurück in den Modus „Klinisches Studium“ zu wechseln, falls du im PJ bereits den Modus „Klinische Praxis“ genutzt hast. I.d.R. wird in der mündlichen Prüfung v.a. die Breite und weniger die Tiefe abgefragt. Für dein Wahlfach kann es sinnvoll sein, bei Schwerpunkt-Themen deiner Prüferin bzw. deines Prüfers, per Schalter in den Modus „Klinische Praxis“ zu wechseln und dir die zusätzlichen Inhalte in Blau anzeigen zu lassen. Lass dich nicht von unserer Kapitelauswahl für die einzelnen Tage abschrecken. Es geht bei der Vorbereitung viel mehr um das Verständnis größerer Zusammenhänge, weshalb dich Umfang und Detailtiefe mancher Kapitel nicht verunsichern sollten! Bedenke zudem, dass die Prüfungsinhalte auch stark von den prüfenden Personen abhängen und somit recht individuell sein können.

Du möchtest dich mit klinischen Fällen auf deine M3-Prüfung vorbereiten? Dann entdecke jetzt die AMBOSS-Fälle! Den Link findest du am Kapitelende in der Sektion „Tipps & Links“.

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Anästhesiologietoggle arrow icon

Beispielfragen

  1. Du wirst damit beauftragt, die Prämedikationsvisite eines zur elektiven Implantation einer Hüft-TEP aufgenommenen Patienten durchzuführen. Wozu dient die Prämedikationsvisite?
  2. Du planst die Durchführung einer Operation in Allgemeinanästhesie und erfährst, dass dein Patient ASS100, Simvastatin, Bisoprolol, Metformin und Citalopram einnimmt. Welche dieser Medikamente müssen perioperativ pausiert werden, welche sollten im Allgemeinen weiterhin normal eingenommen werden?
  3. Zur Reduzierung unerwünschter Ereignisse im OP werden mithilfe von Checklisten bedeutende Informationen überprüft. Welche Informationen sind dementsprechend unmittelbar vor Narkoseeinleitung bei dem Patienten einzuholen?
  4. Welche Formen der Allgemeinanästhesie kennst du?
  5. Welche Wirkstoffe werden zu den Injektionsanästhetika gezählt?
  6. In welchen Situationen wird bevorzugt Ketamin bei der Anästhesie verwendet und warum?
  7. Erläutere das Drei-Kompartiment-Modell und seine Bedeutung hinsichtlich der Injektionsanästhetika!
  8. Welche Eigenschaft ist für den schnellen Wirkeintritt und die kurze Wirkdauer der Injektionsanästhetika verantwortlich?
  9. Wann wird eine Rapid Sequence Induction (RSI) durchgeführt? Nenne absolute Indikationen!
  10. Erkläre den Ablauf einer „klassischen“ RSI!
  11. Welche Faktoren erhöhen das Risiko für postoperative Übelkeit und Erbrechen (PONV)?
  12. Du führst die Anästhesie bei einem Patienten mit hohem Risiko für PONV durch. Welche prophylaktischen Maßnahmen fallen dir ein?
  13. Im Rahmen einer Allgemeinanästhesie werden häufig Muskelrelaxanzien verabreicht. Warum?
  14. Die Muskelrelaxanzien können anhand ihres Wirkmechanismus zwei verschiedenen Gruppen zugeordnet werden. Nenne die Gruppen und die jeweiligen Wirkstoffe!
  15. Wie kann die Wirkung aller nicht-depolarisierenden Muskelrelaxanzien aufgehoben werden?
  16. Mittels welcher Substanz kann spezifisch die Wirkung der steroidalen Muskelrelaxanzien (insb. Rocuronium) aufgehoben werden? Erläutere den Wirkmechanismus!
  17. Ist eine langfristig hohe Konzentration von O2 oder CO2 gefährlicher für die Patient:innen und warum? Was bedeutet das für die maschinelle Beatmung?
  18. Du betrachtest den Monitor des Beatmungsgerätes und siehst die Abkürzung „MAC“. Was ist der MAC- bzw. MAC50 -Wert eines Gases?
  19. Wie verhält sich die MAC50 im Bezug zum Alter?
  20. Erkläre das Prinzip eines Pulsoxymeters!
  21. Nenne Gründe für fehlerhafte Messungen des Pulsoxymeters!
  22. Viele Patient:innen benötigen während der Narkose Noradrenalin zur Kreislaufunterstützung. Auf welche Besonderheit muss man nach der Gabe gefasst sein?
  23. Welche regionalanästhetischen Verfahren kennst du?
  24. Du sollst für einen handchirurgischen Eingriff eine Regionalanästhesie durchführen. Welche peripheren Regionalanästhesieverfahren kommen dafür infrage?
  25. Im Rahmen der Einleitung sollst du einer Patientin einen zentralen Venenkatheter (ZVK) legen. Welche Venen sind hierfür geeignet?
  26. Warum ist ein gängiger zentraler Venenkatheter (ZVK) nicht dazu geeignet, zügig große Mengen an Flüssigkeit zu infundieren?
  27. Du führst die Anästhesie bei der Notoperation eines marcumarisierten Patienten durch. Wie kannst du das Blutungsrisiko senken?
  28. Du extubierst eine Patientin nach Tonsillektomie. Plötzlich fallen dir ein inspiratorischer Stridor und ein Abfall der peripheren Sauerstoffsättigung auf. Wie handelst du?

Beispielfälle

Fall 1

Eine 40-jährige, normalgewichtige und ansonsten gesunde Patientin soll aufgrund einer symptomatischen Cholezystolithiasis laparoskopisch cholezystektomiert werden. Du führst die Narkoseeinleitung für eine balancierte Anästhesie durch.

  1. Welche Medikamente verabreichst du in welcher Reihenfolge?
  2. Die Patientin wird endotracheal intubiert. Was sind sichere Intubationszeichen?
  3. Was sind unsichere Intubationszeichen?
  4. Als Beatmungsform wählst du eine druckkontrollierte Beatmung (PCV). Welche Vorteile hat die PCV gegenüber der volumenkontrollierten Beatmung (VCV)?
  5. Welche Parameter stellst du für die druckkontrollierte Beatmung (PCV) ein? Bonusfrage: Welche Werte stellst du für diese Parameter ein?
  6. Das Monitoring welcher Parameter ist während der Einleitung und intraoperativ bei dieser Patientin obligat?

Fall 2

Du kommst zu deinem ersten Dienst in die Klinik. Ein Kollege übergibt dir die balancierte Anästhesie einer 21-jährigen Patientin mit Diabetes mellitus Typ 1, die laparoskopisch appendektomiert wird. Die Einleitung verlief unauffällig. Kurz nachdem du übernommen hast, steigt das endtidale CO2 (etCO2).

  1. Was könnte dem Anstieg des etCO2 zugrunde liegen?
  2. Welche diagnostischen Maßnahmen führst du zur weiteren Abklärung durch und in welcher Reihenfolge?
  3. Das etCO2 steigt trotz optimierter Beatmung und tiefer Narkose weiter an, die Patientin wird zunehmend tachykard und dir fällt ein Masseterspasmus auf. Wie lautet deine Verdachtsdiagnose?
  4. Deine Vermutung bestätigt sich. Welche Maßnahmen leitest du ein?
  5. Welcher Pathomechanismus liegt der Erkrankung zugrunde?

Fall 3

Ein Patient mit Pankreaskarzinom erhält eine partielle Duodenopankreatektomie. Du sollst einen Periduralkatheter zur peri- und postoperativen Schmerztherapie legen.

  1. Auf welcher Höhe legst du den Periduralkatheter (PDK)?
  2. Zwischen welchen anatomischen Strukturen soll ein Periduralkatheter liegen und welche Strukturen werden dazu durchstochen?
  3. Eine gefürchtete Komplikation der Periduralanästhesie (PDA) ist die versehentliche Punktion der Dura mater. Welche Folgen hat ein unbemerkter Durchstich?
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Intensivmedizintoggle arrow icon

Beispielfragen

  1. Du hast Dienst auf der Intensivstation und betreust einen Patienten, bei dem du den Verdacht auf eine Sepsis erhebst. Wie wird Sepsis definiert?
  2. Als Teil der Diagnostik bei Sepsisverdacht wird das Ausmaß der Organdysfunktion quantifiziert. Wie gehst du dabei vor?
  3. Wie wird der septische Schock definiert?
  4. Rasches und gezieltes Handeln ist bei einer Sepsis entscheidend für das Überleben der Patient:innen. Welche 5 diagnostischen oder therapeutischen Schritte sollten innerhalb der ersten Stunde durchgeführt werden?
  5. Im Rahmen einer Sepsis kann ein ARDS (Acute Respiratory Distress Syndrome) entstehen. Beschreibe kurz das Krankheitsbild!
  6. Wie erfolgt die Schweregradeinteilung eines ARDS?
  7. Bei einer Intensivpatientin im Nebenzimmer fällt dir eine neu aufgetretene Oligurie auf. Welche Ursachen kommen für eine akute Nierenschädigung infrage?
  8. Eine akute Nierenschädigung kann auch durch eine Sepsis bedingt sein. Welche Ursache liegt dem maßgeblich zugrunde?
  9. Nenne einige nephrotoxische Medikamente!
  10. Welche häufig verordneten und die GFR herabsetzenden Medikamente sind bei einer akuten Nierenschädigung darüber hinaus kontraindiziert?
  11. Bei einer ausgeprägten Schädigung der Niere kann eine Hämodialyse notwendig sein. Was sind Indikationen zur Einleitung einer Akutdialyse?
  12. Du schaust dir den Hb-Wert eines Intensivpatienten an, der eine akute Anämie entwickelt hat. Wovon hängt die Indikation zur Transfusion von Erythrozytenkonzentraten (EKs) ab?
  13. Du möchtest dem Patienten ein Erythrozytenkonzentrat transfundieren. Nach Überprüfung der Patientenidentität führst du einen Bedside-Test durch. Dieser zeigt Agglutination über dem Feld „Anti-A“ bei unverändert flüssigem Testfeld „Anti-B“. Welche Blutgruppe hat der Patient und welche Blutgruppe/n darfst du transfundieren?
  14. Auf der Intensivstation befinden sich Patient:innen unterschiedlicher Vigilanz. Beschreibe die Grade der Vigilanzminderung!
  15. Für die Bewertung von quantitativen Bewusstseinsstörungen wird die Glasgow Coma Scale (GCS) verwendet, bei der 3–15 Punkte erreicht werden können. Ab welchem Punktwert besteht die Indikation zur endotrachealen Intubation und warum?
  16. Auf der Intensivstation liegt ein 18-jähriger, bewusstloser Patient mit Schädel-Hirn-Trauma (SHT) nach E-Scooter-Unfall. Über eine Ventrikeldrainage ist der intrakranielle Druck (ICP) messbar. Was ist der ICP-Zielwert bei diesem Patienten?
  17. Welche konservativen Maßnahmen sollten ergriffen werden, um einer Hirndrucksteigerung entgegenzuwirken?
  18. Was ist der zerebrale Perfusionsdruck (CPP) und wie wird er berechnet?
  19. Welchen Einfluss hat der CO2-Partialdruck (pCO2) auf den zerebralen Blutfluss und was bedeutet dies für Patient:innen mit erhöhtem intrakraniellen Druck (ICP)?
  20. Welche hämodynamischen Folgen sind bei einem Perikarderguss zu beachten?
  21. An welches Krankheitsbild erinnert die Klinik des akuten Perikardergusses bzw. der akuten Perikardtamponade und was beinhaltet sie?
  22. Wie würde ein Perikarderguss in der körperlichen Untersuchung auffallen? Welche schnell verfügbare Untersuchung kann angeschlossen werden?

Weitere Fragen zum Thema Intensivmedizin siehe: M3-Beispielfragen Notfall- und Intensivmedizin

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Fragen zum Thema Notfallmedizin siehe: M3-Beispielfragen Notfall- und Intensivmedizin

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Beispielfragen

  1. Schmerzen können auf unterschiedliche Weise behandelt werden. Nenne einige Verfahren der Schmerztherapie!
  2. Nenne die Grundprinzipien der medikamentösen Schmerztherapie!
  3. Beschreibe Stufe II des WHO-Stufenschemas und nenne Beispiele für die zugehörigen Analgetika!
  4. Beschreibe Stufe III des WHO-Stufenschemas und nenne Beispiele für die zugehörigen Analgetika!
  5. Neben der Intensität ist auch die Art der Schmerzen wichtig bei der Wahl der Behandlung. Welche Schmerzformen kennst du?
  6. Was versteht man unter Koanalgetika? Nenne einige Beispiele und ihre Indikation!
  7. Welche Koanalgetika werden bevorzugt bei Einschlafstörungen aufgrund neuropathischer Schmerzen eingesetzt?
  8. Du verordnest einer Patientin mit Tumorschmerzen Fentanyl. Die Gabe welches Adjuvans solltest du ebenfalls erwägen und warum?
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