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Degenerationen, Dystrophien und Tumoren der Konjunktiven

Letzte Aktualisierung: 8.11.2023

Zusammenfassungtoggle arrow icon

Die Bindehaut (Konjunktiva) ist eine durchsichtige Schleimhautschicht, die die Oberfläche des Auges und die Lidinnenseiten überzieht. Sie stellt sicher, dass das Auge reibungsfrei bewegt werden kann. Es gibt eine Reihe von degenerativen, dystrophen oder tumorösen Veränderungen, die im Bereich der Konjunktiven auftreten können. Im Folgenden ist eine Auswahl dieser Veränderungen beschrieben.

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Anatomie des Augestoggle arrow icon

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Pinguecula („Lidspaltenfleck“)toggle arrow icon

  • Definition: Harmlose Degeneration der Bindehaut
  • Ätiologie
    • Starke Sonnenexposition
    • Schweißen ist ein Risikofaktor
  • Klinik
    • Grau-gelblicher Fleck, meist von der nasalen Bindehaut ausgehend
    • Berührt i.d.R. nicht die Cornea
  • Therapie
    • Nicht notwendig
    • Aus kosmetischen Gründen kann der Fleck entfernt werden

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Pterygium conjunctivae („Flügelfell“)toggle arrow icon

  • Definition: Gefäßhaltige Wucherung der Bindehaut mit potenzieller Einschränkung der Sehkraft
  • Ätiologie: Starke Sonnenexposition
  • Klinik
    • Dreieckige, gefäßhaltige Wucherung, meist ausgehend von der nasalen Bindehaut
    • Augenrötung und Irritation
    • Oft Ausdehnung auf Cornea → Irregulärer Astigmatismus → Beeinträchtigung der Sehkraft
  • Therapie
  • Prognose: Hohe Rezidivrate, kann durch postoperative Radiatio reduziert werden

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Hyposphagmatoggle arrow icon

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Limbusdermoid (Epibulbäres Dermoid)toggle arrow icon

Nur oberflächliche Exzision, da ansonsten Strukturen des Augeninneren beschädigt werden können!

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Fremdkörpertoggle arrow icon

Im Bereich der Bindehaut kann es zur Einlagerung von Fremdkörpern kommen. Insb. metallische Fremdkörper können zu Verfärbungen des umgebenden Gewebes führen.

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Pigmentierte Bindehautläsionentoggle arrow icon

Bindehautnävus

  • Definition: Häufigster pigmentierter Tumor der Bindehaut
  • Epidemiologie: Altersgipfel bei ca. 30 Jahren
  • Klinik
    • Gut abgrenzbar und i.d.R. einseitig, häufig im lateralen Lidspaltenbereich
    • In 80% der Fälle teilweise bis vollständig pigmentiert
    • Kleine klare Einschlusszysten
    • Pigmentierung kann mit hormonellen Veränderungen (z.B. Schwangerschaft) zu- oder abnehmen
  • Prognose: Entartungsrisiko <0,1%
  • Therapie

Melanosis oculi (kongenitale Melanose)

  • Definition: Benigne, angeborene Pigmentierung der Episklera
  • Klinik
    • Schieferfarbene, irregulär und diffus angeordnete Pigmentierung
    • I.d.R. einseitig und mit Bezug zur Iris
    • Subepitheliale Lage ohne Befall der Bindehaut → Nicht mit der Bindehaut verschieblich
  • Prognose: Entartet nur extrem selten
  • Therapie: Augenärztliche Kontrollen

Primär erworbene Melanose (Melanosis conjunctivae)

  • Definition: Benigne, erworbene Pigmentierung der Bindehaut
  • Epidemiologie
    • Betrifft meist Menschen mit hellem Hautton
    • Altersgipfel zwischen 50 und 60 Jahren
  • Klinik
    • Braune, irregulär angeordnete Pigmentierung
    • Mit der Konjunktiva verschieblich
    • Flache Pigmentierung ohne Zystenbildung
    • Keine nodulären Anteile und nicht vaskularisiert
    • I.d.R. einseitig
  • Prognose: Entartungsrisiko hängt von Anzahl und Ausmaß der Zellatypien ab
    • Keine Zellatypien → Entartungsrisiko <0,1%
    • Ausgeprägte und zahlreiche Zellatypien → Entartungsrisiko ca. 10–50%
  • Therapie
    • Kleine Läsionen → Regelmäßige augenärztliche Kontrollen
    • Mittlere bis größere Läsionen → Chirurgische Exzision und Kryotherapie der Schnittränder

Bindehautmelanom

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Bindehautkarzinomtoggle arrow icon

  • Definition: Meist verhornende Plattenepithelkarzinome
  • Ätiologie
  • Klinik: Weißliche, vorwölbende Verdickung des Epithels mit unregelmäßiger Oberfläche
  • Therapie: Chirurgische Exzision mit anschließender Radiatio
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Bindehautlymphomtoggle arrow icon

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Kodierung nach ICD-10-GM Version 2025toggle arrow icon

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2025, BfArM.

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