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Sklerosierende Mesenteritis

Letzte Aktualisierung: 2.10.2025

Zusammenfassungtoggle arrow icon

Die sklerosierende Mesenteritis (Syn.: Mesenteriale Pannikulitis) ist eine seltene, idiopathische Autoimmunerkrankung des mesenterialen Fettgewebes, die mit einer Verdrängung des Darms einhergehen kann. Durch den vermehrten Einsatz abdomineller Schnittbildgebung wird sie immer häufiger diagnostiziert. Die meisten Fälle sind asymptomatisch, erfordern keine Behandlung und werden im Verlauf kontrolliert. In symptomatischen Fällen treten häufig abdominelle Schmerzen und seltener weitere gastrointestinale Symptome auf (u.a. Meteorismus, Diarrhö oder Obstipation). Die Diagnose kann häufig anhand der charakteristischen CT-Befunde gestellt werden. Wichtig dabei ist jedoch, Malignitätskriterien und potenziell schwere Differenzialdiagnosen sicher auszuschließen, wofür eine Biopsie erforderlich sein kann. Symptomatische Fälle werden mit Immunsuppressiva behandelt. In den meisten Fällen schreitet die Erkrankung nach ca. 2 Jahren nicht weiter fort.

Epidemiologietoggle arrow icon

  • Häufigkeit: 0,6–1,1%
  • Mittleres Alter (bei Diagnosestellung): 55 Jahre
  • Geschlechterverteilung: >

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.

Ätiologietoggle arrow icon

Symptomatiktoggle arrow icon

Diagnostiktoggle arrow icon

  • Bildgebende Diagnostik: Auffälliges Mesenterium im CT
  • Diagnosekriterien (nach Coulier): ≥3 Merkmale deuten auf eine sklerosierende Mesenteritis hin
  • Malignitätsverdächtige Befunde, u.a.
  • Invasive Diagnostik: Biopsie (i.d.R. nur bei Malignitätsverdacht notwendig)
  • Labordiagnostik

Differenzialdiagnosentoggle arrow icon

AMBOSS erhebt für die hier aufgeführten Differenzialdiagnosen keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Therapietoggle arrow icon

Asymptomatische Fälle

  • I.d.R. keine Therapie erforderlich
  • Verlaufskontrollen: Jährliche bildgebende Diagnostik (CT oder MRT) für 2 Jahre

Symptomatische Fälle

Komplikationentoggle arrow icon

Es werden die wichtigsten Komplikationen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Prognosetoggle arrow icon

  • Außer in schweren Fällen: Nach ca. 2 Jahren meist stabile Erkrankung ohne radiologische Progression
  • Gering erhöhtes Risiko für Lymphome

Kodierung nach ICD-10-GM Version 2026toggle arrow icon

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2026, BfArM.

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