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Störungen der Sehbahn

Letzte Aktualisierung: 4.2.2025

Zusammenfassungtoggle arrow icon

Die Sehbahn bezeichnet die neuronale Verschaltung des optischen Systems von der Netzhaut bis zur Sehrinde. Bei einer Vielzahl von ophthalmologischen oder neurologischen Erkrankungen kann es hier zu Beeinträchtigungen kommen, die je nach Position zu Sehstörungen in typischen Teilen des Gesichtsfeldes führen. Anhand Lokalisierung und Symptomatik lassen sich die Erkrankungen in 3 Abschnitte einteilen:

Ursächlich können bspw. Entzündungen (z.B. Retrobulbärneuritis), Tumoren (z.B. Hypophysenadenom) oder vaskuläre Veränderungen (z.B. anteriore ischämische Optikusneuropathie, zerebraler Infarkt) sein. Die Therapie ist abhängig von der zugrunde liegenden Erkrankung.

Übersichttoggle arrow icon

Prächiasmale Schädigung der Sehbahntoggle arrow icon

Grundlagen

Neuritis nervi optici (Optikusneuritis)

Retrobulbärneuritis: Patient sieht nichts (Zentralskotom), Arzt sieht nichts (normaler Ophthalmoskopiebefund)!

Bei ca. 20–50% aller Patienten tritt nach einer Retrobulbärneuritis im weiteren Verlauf eine Multiple Sklerose auf!

Optikusatrophie

Anteriore ischämische Optikusneuropathie (AION) [1]

Bei der arteriitischen anterioren ischämischen Optikusneuropathie ist eine sofortige Hochdosisglucocorticoidtherapie notwendig!

Stauungspapille

Schädigung der Sehbahn im Bereich des Chiasma opticumtoggle arrow icon

Die Trias bitemporale Gesichtsfeldausfälle, ein- oder beidseitige Sehschärfereduktion und Optikusatrophie werden als Chiasmasyndrom bezeichnet!

Retrochiasmale Schädigung der Sehbahntoggle arrow icon

Kodierung nach ICD-10-GM Version 2026toggle arrow icon

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2026, BfArM.

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