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Toxoplasmose

Letzte Aktualisierung: 22.7.2025

Zusammenfassungtoggle arrow icon

Die Toxoplasmose ist eine durch Toxoplasma gondii verursachte Zoonose, bei der Zysten der obligat intrazellulären Erreger zumeist über Katzenkontakt oder rohes Fleisch übertragen werden. Die Klinik ist abhängig vom Immunstatus: Bei Immunkompetenz kommt es bei über 95% der Infizierten zur harmlosen asymptomatischen Chronifizierung – bei immunsupprimierten Patienten (z.B. bei HIV-Infektionen) kann es zu einer zerebralen Toxoplasmose mit hoher Letalität oder zur Retinochorioiditis toxoplasmotica kommen. Eine besondere Bedeutung hat die Erstinfektion mit Toxoplasma gondii in der Schwangerschaft. Da die Mutter noch keine plazentagängigen IgG-Antikörper gebildet hat, kann der Erreger auf den Fötus übergehen und eine konnatale Toxoplasmose mit einer typischen Trias auslösen: Hydrozephalus, intrazerebrale Verkalkung und Chorioretinitis. Indikationen für eine Kombinationstherapie mit Pyrimethamin, Sulfadiazin und Folinsäure sind u.a. die aktive Toxoplasmose bei Immunsuppression, die Erstinfektion während der Schwangerschaft sowie die konnatale Toxoplasmose.

Epidemiologietoggle arrow icon

  • Durchseuchung in Deutschland: Ca. 50%

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.

Ätiologietoggle arrow icon

Symptomatiktoggle arrow icon

Verlaufs- und Sonderformentoggle arrow icon

Okuläre Toxoplasmose

  • Chorioretinitis/Retinochorioiditis toxoplasmotica: Entzündung von Netzhaut und Aderhaut (Uveitis posterior)
    • Akute Toxoplasmose (frische Herde)
      • Gelblich-weiße flauschige Herde, ausgeprägte Glaskörperreaktion, begleitende Vaskulitis, Gesichtsfeldausfälle im Bereich des Entzündungsherdes, ggf. Papillenödem
    • Abgelaufene Toxoplasmose (alte Herde)
      • Ausbildung von Narben mit weißlicher Atrophiezone und umgebender dunkler, scharf begrenzter Pigmentierung
    • Rezidivherde entstehen meist an alten Narbenbereichen
    • Kongenitale Toxoplasmose geht nahezu immer mit der Ausbildung von Makulanarben und entsprechender erheblicher Visusbeeinträchtigung einher
    • Häufig Beteiligung des vorderen Augenabschnitts im Sinne einer Uveitis anterior
  • Sonderform: Retinochorioiditis juxtapapillaris Jensen

Diagnostiktoggle arrow icon

Therapietoggle arrow icon

Besondere Patientengruppentoggle arrow icon

Toxoplasmose in der Schwangerschaft

Die Toxoplasmose bei Schwangeren gleicht im Wesentlichen der Erkrankung bei nicht-schwangeren Frauen, geht allerdings mit der Gefahr einer vertikalen Transmission auf das Kind einher (konnatale Toxoplasmose). Im Folgenden wird lediglich auf besondere Aspekte während der Schwangerschaft eingegangen.

Je früher die Primärinfektion während der Schwangerschaft, umso geringer das Risiko einer diaplazentaren Übertragung, aber umso höher das Risiko einer fetalen Schädigung!

Meditrickstoggle arrow icon

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Kodierung nach ICD-10-GM Version 2026toggle arrow icon

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2026, BfArM.

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