Die aufgeführten Informationen richten sich an Studierende sowie Angehörige eines Heilberufes und ersetzen keinen Arztbesuch. Disclaimer aufrufen.

banner image

amboss

Fachwissen für Mediziner im ärztlichen Alltag und Studium

Kostenfrei testen

Akute Bronchitis

Last updated: 16.12.2020

Abstract

Die akute Bronchitis bezeichnet eine durch verschiedene exogene Reize verursachte Entzündung der Bronchialschleimhaut. Sie ist überwiegend viraler Genese, betrifft bevorzugt die großen Bronchien und tritt gehäuft gemeinsam mit Rhinitis, Laryngitis und Pharyngitis als "Erkältungskrankheit" auf. Husten, Fieber und eingeschränktes Allgemeinempfinden beschreiben dabei die Leitsymptome. Auskultatorisch sind mittel- bis grobblasige, nicht klingende Rasselgeräusche zu vernehmen. In der symptomatischen Behandlung stellt eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr die wichtigste Maßnahme dar, um die Verflüssigung des Bronchialsekrets (Sekretolyse) zu fördern. Die Erkrankung verläuft in der Regel selbstlimitierend. Kommt es aber zu einem erneuten Fieberanstieg, ist an eine bakterielle Sekundärinfektion zu denken und die Gabe eines Antibiotikums indiziert.

Eine meist Säuglinge betreffende und durch Respiratory-Syncytial-Viren (RSV) verursachte Unterform der Bronchitis stellt die Bronchiolitis dar. Diese kann mit hohem Fieber und starker Dyspnoe fulminant verlaufen und muss dann intensivmedizinisch behandelt werden. Für Säuglinge mit Risikofaktoren (z.B. chronische Lungenerkrankung) steht ein kurzwirksamer, monoklonaler Antikörper als passiver Impfstoff zur Verfügung.

Ätiologie

Symptome/Klinik

Sonderform Bronchiolitis (RSV-Infektion)

Diagnostik

Therapie

Eine Antibiotikatherapie vermindert bei der unkomplizierten akuten Bronchitis Symptomatik und Krankheitsdauer nur minimal und kann Resistenzbildungen fördern!

Patienten mit unkomplizierten akuten oberen Atemwegsinfektionen inklusive Bronchitis sollen nicht mit Antibiotika behandelt werden. (DGIM - Klug entscheiden in der Infektiologie)

Komplikationen

Es werden die wichtigsten Komplikationen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Prognose

  • In der Regel selbstlimitierend
  • Bei älteren, geschwächten und/oder pulmonal vorerkrankten Patienten häufiger mit Komplikationen

Studientelegramme zum Thema

Interesse an wöchentlichen Updates zur aktuellen Studienlage im Bereich der Inneren Medizin? Abonniere jetzt das Studientelegramm! Den Link zur Anmeldung findest du am Seitenende unter "Tipps & Links"

Patienteninformationen

Kodierung nach ICD-10-GM Version 2021

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2021, DIMDI.

Quellen

  1. Herold et al.: Innere Medizin. Eigenverlag 2012, ISBN: 978-3-981-46602-7 .
  2. Allgemeine und Spezielle Pharmakologie und Toxikologie 2010 .
  3. Sitzmann: Duale Reihe Pädiatrie. 3. Auflage Thieme 2006, ISBN: 978-3-131-25332-3 .
  4. Koletzko: Pädiatrie. 13. Auflage Springer 2007, ISBN: 978-3-540-48632-9 .
  5. Lüllmann et al.: Pharmakologie und Toxikologie. 15. Auflage Thieme 2002, ISBN: 3-133-68515-5 .
  6. Rieger et al.: Pädiatrische Pneumologie. Springer 2013, ISBN: 978-3-662-09182-1 .
  7. Respiratorische Synzytial-Virus-Infektionen (RSV), RKI-Ratgeber für Ärzte. Stand: 18. Januar 2015. Abgerufen am: 9. Oktober 2017.