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Antiemetika

Letzte Aktualisierung: 9.4.2026

Zusammenfassungtoggle arrow icon

Antiemetika bestehen aus einer heterogenen Gruppe von Pharmaka, die gegen Nausea und Emesis unterschiedlichster Genese eingesetzt werden. Antiemetika können je nach Substanz zentral und/oder peripher wirksam sein und ihre Wirkung über verschiedene Rezeptoren vermitteln. Während beispielsweise Serotonin-Antagonisten an 5-HT3-Rezeptoren wirken und hochpotente Antiemetika in der Behandlung der Zytostatika assoziierten Nausea sind, wirken spezielle Anticholinergika an M2-Rezeptoren und werden insbesondere in der Behandlung von Kinetosen verwendet. In der Klinik ist der Dopamin-D2-Antagonist Metoclopramid (MCP) ein häufig verwendetes Antiemetikum, das jedoch aufgrund seiner zentralen Wirkung mit der Gefahr der extrapyramidalmotorischen Nebenwirkungen mit Anwendungsbeschränkungen einhergeht.

Im Folgenden findet sich eine Übersicht über die verschiedenen Substanzen mit Bezug auf die entsprechenden Wirkweisen, Indikationen und spezifischen Nebenwirkungen.

Übersichttoggle arrow icon

Übersicht der Antiemetika
Gruppe Pharmaka Rezeptor Wirkweise Besonderheiten Weitere Hinweise zu Wirkstoff und Präparaten
Dopamin-Rezeptor-Antagonisten/Prokinetika
  • Domperidon
  • D2 (D2R-Antagonisten)
  • Antiemetische Wirkung an der Area postrema
  • Prokinetische Wirkung: Beschleunigte Magenpassage durch Motilitätssteigerung und Verminderung des Pylorustonus
  • Prokinetische Wirkung: Einsatz bei diabetischer Gastroparese, postoperativen Motilitätsstörungen, etc.
  • Extrapyramidal-motorische Nebenwirkungen (EPMS) bei Metoclopramid!
  • Metoclopramid
Serotonin-Rezeptor-Antagonisten
  • Ondansetron, Granisetron
  • 5-HT3 (5-HT3R-Antagonisten)
  • Besonders gut wirksam bei Zytostatika- und Strahlen-induziertem Erbrechen
Anticholinergika
  • Muskarinrezeptoren
  • Besonders gut wirksam bei Kinetosen bzw. vestibulär-induzierter Nausea und Emesis
  • Als transdermales Pflaster verfügbar
Antihistaminika
  • H1
  • Antiemetische Wirkung im ZNS
  • Sedierende Wirkung
Neurokinin-Rezeptor-Antagonisten
  • Aprepitant
  • NK1
  • Antiemetische Wirkung im ZNS
  • Interaktion mit CYP-Enzymen (CYP3A4): Zahlreiche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
Glucocorticoide
  • Wirkmechanismus nicht bekannt
  • Einsatz vor allem im Rahmen einer PONV
  • Anwendung i.d.R. in Kombination mit anderen Substanzen

Wirkungtoggle arrow icon

  • Antiemetika können je nach Substanz zentral und/oder peripher wirksam sein und ihre Wirkung über verschiedene Rezeptoren vermitteln (siehe Übersicht)

Nebenwirkungtoggle arrow icon

Es werden die wichtigsten Nebenwirkungen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Indikationtoggle arrow icon

Kontraindikationtoggle arrow icon

Es werden die wichtigsten Kontraindikationen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

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Serotonin-Rezeptor-Antagonisten

Metoclopramid und Domperidon

H1-Rezeptorantagonisten

Glucocorticoide

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