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Antiphospholipidsyndrom

Letzte Aktualisierung: 11.6.2026

Zusammenfassungtoggle arrow icon

Beim Antiphospholipidsyndrom (APS) handelt es sich um eine Thrombophilie, deren Grundlage die Bildung von Autoantikörpern (z.B. Lupus-Antikoagulans, Anti-Cardiolipin-Antikörper, Anti-β2-Glykoprotein-I-Antikörper) gegen an Phospholipide gebundene Proteine ist. Es kommt zu einer erhöhten Gerinnungsneigung und somit gehäuft zu Thrombosen mit etwaigen ischämischen Folgen. In etwa der Hälfte der Fälle tritt das APS sekundär neben einer anderen Grunderkrankung (z.B. systemischer Lupus erythematodes) auf. Behandlungsziele nach Diagnosestellung eines APS sind die erfolgreiche Akutbehandlung einer Thromboembolie, v.a. aber die Sekundärprophylaxe zur Verhinderung weiterer schwerer thromboembolischer Ereignisse und die Senkung des Abortrisikos bei Frauen mit Kinderwunsch.

Epidemiologietoggle arrow icon

  • Geschlechtsverteilung: > [1]
    • Primäres APS ca. 4:1
    • Sekundäres APS ca. 7:1

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.

Pathophysiologietoggle arrow icon

Verlaufs- und Sonderformentoggle arrow icon

Diagnostiktoggle arrow icon

Diagnostische Kriterien eines APS

Die Diagnose APS ist zu stellen, wenn von den folgenden Kriterien je ein klinisches und ein serologisches erfüllt ist.

Weitere mögliche Laborveränderungen

Therapietoggle arrow icon

Akuttherapie

Sekundärprophylaxe

Patient:innen mit APS zeigen ein hohes Rezidivrisiko für thromboembolische Ereignisse, sodass i.d.R. die Indikation zur dauerhaften Antikoagulation besteht.

Zur oralen Antikoagulation bei APS sind nur Vitamin-K-Antagonisten zugelassen!

Prognosetoggle arrow icon

  • Lebenserwartung [7]
    • Unter Therapie annähernd normal
    • Bei sekundären Formen erhöhte Mortalität

Präventiontoggle arrow icon

Eine Primärprophylaxe ist umstritten und ggf. zu erwägen bei Patient:innen mit positiver Antikörper-Serologie, die bisher noch keine klinische Manifestation zeigen. Klare Empfehlungen gibt es hier nicht, die Entscheidung sollte individuell in Abhängigkeit von serologischer Konstellation und individuellem Risikoprofil getroffen werden.

Meditrickstoggle arrow icon

In Kooperation mit Meditricks bieten wir durchdachte Merkhilfen an, mit denen du dir relevante Fakten optimal einprägen kannst. Dabei handelt es sich um animierte Videos und Erkundungsbilder, die auf AMBOSS abgestimmt oder ergänzend sind. Die Inhalte liegen meist in Lang- und Kurzfassung vor, enthalten Basis- sowie Expertenwissen und teilweise auch ein Quiz sowie eine Kurzwiederholung. Eine Übersicht aller Inhalte findest du im Kapitel „Meditricks“. Meditricks gibt es in unterschiedlichen Paketen – für genauere Informationen empfehlen wir einen Besuch im Shop.

Antiphospholipidsyndrom

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Kodierung nach ICD-10-GM Version 2026toggle arrow icon

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2026, BfArM.

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