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Sammelsurium der Dermatologie

Letzte Aktualisierung: 30.3.2026

Zusammenfassungtoggle arrow icon

Hier finden sich relevante Informationen zu ausgewählten dermatologischen Erkrankungen. Die Themen sind nach ihrer Genese strukturiert.

Physikalisch und chemisch bedingte Hauterkrankungentoggle arrow icon

Kallus/Klavustoggle arrow icon

  • Kallus = Hornhautschwiele durch mechanische Druckschädigung
  • Klavus = Schmerzender, hyperkeratotischer Pfropf (Hühnerauge“) im Zentrum des Kallus

Lokalisierte Lipoatrophietoggle arrow icon

Keratoma sulcatum (Keratolysis sulcata plantaris)toggle arrow icon

  • Definition: Grübchenförmiger Hornhautdefekt der Fußsohle mit starkem Brennen
  • Epidemiologie: Vor allem Sportler, Arbeiter oder Soldaten betroffen

Hereditäre Hauterkrankungentoggle arrow icon

Angiokeratomtoggle arrow icon

  • Definition: Ektasie der oberen Dermisgefäße mit hyperkeratotischer Epidermis
  • Angiokeratoma zirkumscriptum: Warzenartige, bläulich-schwarze Plaques meist an den Extremitäten
  • Auflichtmikroskopie: Rötlich-tiefschwarze Areale mit scharfer Begrenzung

Naevus flammeus (Feuermal)toggle arrow icon

  • Definition: Angeborene benigne Fehlbildung und Erweiterung der Kapillargefäße unterhalb der Epidermis
  • Epidemiologie: Gehäuftes Auftreten bei bestimmten neurokutanen Syndromen
  • Klinik: Umschriebene, rotlivide Färbung
  • Prognose: Harmlos, ggf. kosmetische Behandlung

Funktionelle Angiopathientoggle arrow icon

Erythema ab igne (e calore)toggle arrow icon

  • Definition: Netzartige Rötung der Haut mit Teleangiektasien
  • Ätiologie: Chronische Wärmeanwendung (Rotlicht, Wärmflasche, Lagerfeuer)
  • Verlauf: Bei Fortführung der Wärmeexposition → Pigmentatio reticularis e calore
    • Marmorierte, bräunliche Hyperpigmentierung durch erhöhte Melaninproduktion

Livedo-Syndrometoggle arrow icon

Definition: Heterogene Gruppe vaskulärer Syndrome. Während der Livedo reticularis eine vegetative Dysregulation der Hautdurchblutung zugrunde liegt (funktionelle, harmlose Störung), ist die Livedo racemosa immer auf einen pathologischen Prozess zurückzuführen.

Livedo reticularis (Synonym: Cutis marmorata)

  • Pathophysiologie: Äußere Einflüsse wie Kälte verlangsamen aufgrund einer vegetativen Dysregulation die Hautdurchblutung (= funktionelle Störung)
  • Epidemiologie: Insb. junge Frauen betroffen
  • Klinik: Symmetrische Livedo (regelmäßig, klein, kreisförmig) an den Extremitäten, evtl. auch am Stamm; durch Kältereize getriggert, regredient nach Wärmeapplikation
  • Therapie: Wärme, Wechselbäder, Sauna
  • Prognose: Besserung mit zunehmendem Alter

Livedo racemosa

  • Pathophysiologie: Lokale Strömungshindernisse verlangsamen den Blutfluss (organische Störung = pathologischer Prozess)
  • Ätiologie: Vaskuläre Erkrankungen (Cholesterinembolie, Arteriosklerose, Vaskulitis)
  • Klinik: Unregelmäßige, bizarre Livedo (nicht regelmäßig und kreisförmig wie Livedo reticularis) an Extremitäten, evtl. auch am Stamm, auch nach Erwärmung der Haut persistierend
  • Therapie: Abhängig von der Grunderkrankung

Eine Livedo racemosa ist nicht regredient nach Wärmeapplikation und als Warnsignal für eine vaskuläre Erkrankung zu werten! Eine Livedo reticularis bezeichnet dagegen eine harmlose Störung, die meist keiner weiteren Behandlung bedarf.

Tumoren der Hauttoggle arrow icon

Mastozytosetoggle arrow icon

Patienteninformationentoggle arrow icon

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