ambossIconambossIcon

Status epilepticus - AMBOSS-SOP

Letzte Aktualisierung: 24.10.2024

Grundlagentoggle arrow icon

Der Status epilepticus ist – wie jeder epileptische Anfall – ein Symptom und keine Grunderkrankung! Ein erstmaliger Status epilepticus beim Erwachsenen ohne bekannte Epilepsie ist fast immer auf symptomatische Ursachen zurückzuführen, sodass deren Abklärung und Behandlung von Anfang an bedacht werden müssen!

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

1 - Basismaßnahmentoggle arrow icon

Allgemeines

Basisdiagnostik

Epileptische Anfälle werden innerhalb der ersten 5 min nicht medikamentös behandelt, weil die allermeisten Anfälle innerhalb dieser Zeit spontan sistieren und so die Nachteile der Sedierung vermieden werden können. Erst ab 5 min spricht man von einem Status epilepticus und beginnt die Behandlung dann ohne Verzögerung! Für Beginn und Eskalation der Stufentherapie muss die Uhr stets im Blick behalten werden!

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

2 - Medikamentöse Stufentherapietoggle arrow icon

1. Stufe: Benzodiazepin-Bolusgabe

Bei Persistenz des Status epilepticus nach Benzodiazepin-Erstgabe muss die ausreichende Dosierung überprüft und das Benzodiazepin ggf. erneut verabreicht werden!

Die Unterdosierung des eingesetzten Benzodiazepins ist eine der häufigsten Gründe dafür, dass ein Status epilepticus nicht zeitgerecht unterbrochen werden kann! Daher muss auf eine ausreichend hohe Dosierung geachtet werden!

2. Stufe: Anfallssuppressiva-Aufsättigung i.v.

Auf der 2. Stufe können bei ausbleibendem Erfolg der Schnellaufsättigung eines Wirkstoffs mehrere Wirkstoffe nacheinander angewendet werden, bevor zur Narkose (3. Stufe) übergegangen wird! Nach erfolgreicher Schnellaufsättigung individuell angepasste Erhaltungstherapie mit den eingesetzten Wirkstoffen fortführen!

3. Stufe: Intubationsnarkose auf ITS

4. Stufe: Therapie des suprarefraktären Status epilepticus

Die 3. Stufe wird beim konvulsiven Status epilepticus ohne Bewusstseinsstörung und beim nicht-konvulsiven Status epilepticus nur sehr zurückhaltend und in Einzelfällen eingesetzt, weil die iatrogenen Komplikationen der Therapie sehr wahrscheinlich die Schädigung durch die anhaltende epileptische Aktivität überwiegen!

Ein Status epilepticus mit Bewusstlosigkeit ohne bekannte Ursache muss wie ein Koma unklarer Ätiologie gewertet und schnellstmöglich auf gleiche Weise vollständig ätiologisch abgeklärt werden!

Ein Status epilepticus ohne Bewusstseinsstörung ohne bekannte Ursache muss so bald wie möglich wie ein epileptischer Anfall vollständig diagnostisch abgeklärt werden!

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

Probiere die Testversion aus und erhalte 30 Tage lang unbegrenzten Zugang zu über 1.400 Kapiteln und +17.000 IMPP-Fragen.
disclaimer Evidenzbasierte Inhalte, von festem ärztlichem Redaktionsteam erstellt & geprüft. Disclaimer aufrufen.