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Endotracheale Intubation - AMBOSS-SOP

Last updated: 3.12.2020

Abstract

Diese SOP behandelt primär die endotracheale Intubation bei Erwachsenen.

Material und Medikamente

Basismaterial

Material für das Management von Atemwegskomplikationen

Bei erwartet schwierigem Atemweg und erforderlicher Vollnarkose soll nach Möglichkeit eine fiberoptische Wachintubation durchgeführt werden!

Basismedikamente (Auswahl nach Situation und Klinikstandard)

Narkoseeinleitung und -aufrechterhaltung

Medikamente für die erweiterte Therapie und den Notfall

Vorbereitung

Material und Geräte

Patient

Ablauf/Durchführung

Sicherheitscheck

Topische nasale Vasokonstriktion

Präoxygenierung

  • Beatmungsmaske möglichst dicht anlegen (Kontrolle über Kapnographie)
  • FiO2 = 1,0 mit einem Fluss von >10 L/min
  • Spontanatmung über 3–5 min bzw. bis zum Erreichen einer FeO2 >0,9
  • Anwendung einer milden NIV erwägen (bspw. PEEP von 5 cmH2O, Druckunterstützung mit 8 cmH2O)

Narkoseeinleitung

Sonderfälle (individuelle Indikationsstellung)

Maskenbeatmung und Intubation

Für alle genannten Medikamente sind die entsprechenden unerwünschten Arzneimittelwirkungen und Kontraindikationen zu beachten!

Komplikationen

Unerwartet schwieriger Atemweg

Laryngospasmus bzw. Bronchospasmus

Blutung im Bereich der oberen Atemwege

Zahnschaden

Regurgitation von Mageninhalt und Aspiration

  • Umgehendes Absaugen des Oropharynx
  • Zügige Atemwegssicherung und endotracheales Absaugen
  • Großzügige Indikation für die Aufnahme auf eine Überwachungsstation (IMC, ICU)
  • Siehe auch: Aspiration - Therapie

Es werden die wichtigsten Komplikationen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Extubation

Etwa ein Drittel aller schwerwiegenden Atemwegskomplikationen treten im Rahmen der Extubation auf!

Quellen

  1. Gottschlich: Extubationsversagen In: Anästhesiologie & Intensivmedizin. Band: 58, Nummer: 6, 2017, doi: 10.19224/ai2017.317 . | Open in Read by QxMD p. 317-324.
  2. Popat et al.: Difficult Airway Society Guidelines for the management of tracheal extubation In: Anaesthesia. Band: 67, Nummer: 3, 2012, doi: 10.1111/j.1365-2044.2012.07075.x . | Open in Read by QxMD p. 318-340.
  3. Prien et al.: Funktionsprüfung des Narkosegerätes zur Gewährleistung der Patientensicherheit- Empfehlung der Kommission für Normung und technische Sicherheit der DGAI In: Anästhesiologie & Intensivmedizin. Nummer: 2-2019, 2019, doi: 10.19224/ai2019.075 . | Open in Read by QxMD p. 75-83.
  4. Piepho et al.: S1-Leitlinie Atemwegsmanagement In: Der Anaesthesist. Band: 64, Nummer: 11, 2015, doi: 10.1007/s00101-015-0087-6 . | Open in Read by QxMD p. 859-873.
  5. Wilhelm: Praxis der Anästhesiologie. Springer-Verlag GmbH Deutschland 2018, ISBN: 978-3-662-54567-6 .
  6. Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie & Intensivmedizin (DGAI): Verwendung von Succinylcholin - Aktualisierte Stellungnahme der DGAI 2002 In: Anästhesiologie & Intensivmedizin. Band: 43, Nummer: 12, 2002, p. 831.
  7. Aissaoui et al.: Magnesium sulphate: an adjuvant to tracheal intubation without muscle relaxation - a randomised study In: European Journal of Anaesthesiology. Band: 29, Nummer: 8, 2012, doi: 10.1097/eja.0b013e328355cf35 . | Open in Read by QxMD p. 391-397.
  8. Taha et al.: Propofol is superior to thiopental for intubation without muscle relaxants In: Canadian Journal of Anesthesia/Journal canadien d'anesthésie. Band: 52, Nummer: 3, 2005, doi: 10.1007/bf03016058 . | Open in Read by QxMD p. 249-253.
  9. Jöhr: Inhalative und intravenöse Anästhesie bei Kindern In: Der Anaesthesist. Band: 65, Nummer: 6, 2016, doi: 10.1007/s00101-016-0181-4 . | Open in Read by QxMD p. 415-422.