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Fruchtwasseranomalien

Letzte Aktualisierung: 6.8.2021

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Das Fruchtwasser ist eine milchig-weiße Flüssigkeit, die zunächst durch Ultrafiltration des mütterlichen Plasmas und der Sekretion des Amnionepithels entsteht. Ab der 12. Schwangerschaftswoche wird es zusätzlich von den Nieren und der Lunge des Fötus gebildet. Die Hauptfunktion des Fruchtwassers ist es, den Embryo vor Verletzungen zu schützen. Daneben dient es als Transport- und Austauschmedium und verhindert, dass es zu Verwachsungen zwischen Amnion und Kind kommt.

Die Farbe des Fruchtwassers kann Hinweise über mögliche Pathologien beim Fötus geben. So spricht eine grünliche Verfärbung für einen vorzeitigen Mekoniumabgang, eine gelbe Verfärbung für eine Hyperbilirubinämie des Fötus und eine fleischwasserfarbene Verfärbung für einen intrauterinen Fruchttod. Weitere Anomalien, die das Fruchtwasser betreffen, sind das Oligohydramnion und das Polyhydramnion, bei denen vereinfacht gesagt zu wenig oder zu viel Fruchtwasser vorliegt. Dies kann sehr unterschiedliche Ursachen haben. In der Folge droht beim Oligohydramnion eine mangelhafte Beweglichkeit des Kindes mit einer intrauterinen Zwangshaltung und Wachstumsretardierung. Beim Polyhydramnion kann es aufgrund der verstärkten Beweglichkeit zu irregulären Geburtslagen und Störungen des Geburtsablaufes kommen.

Das Fruchtwasser ist eine vom Amnionepithel gebildete Flüssigkeit, die in ihrer Hauptfunktion den Embryo vor Verletzungen schützt. Daneben dient sie ebenfalls als Transport- und Austauschmedium und verhindert, dass es zu Verwachsungen zwischen Amnion und Kind kommt.

Die Farbe des Fruchtwassers kann Hinweise auf mögliche Pathologien beim Fötus geben.

O40: Polyhydramnion

  • Inklusive: Hydramnion

O41.-: Sonstige Veränderungen des Fruchtwassers und der Eihäute