ambossIconambossIcon

Koronararterielle Bypasschirurgie

Letzte Aktualisierung: 23.1.2025

Zusammenfassungtoggle arrow icon

Koronararterielle Bypässe werden verwendet, wenn eine Stenosierung im Bereich der Koronararterien die adäquate arterielle Versorgung des Myokards gefährdet. Entsprechende Stenosierungen entstehen zumeist im Rahmen einer Atherosklerose, die koronararterielle Bypasschirurgie ist daher eine symptomatische Therapie. Klassischerweise erfolgt über eine Thorakotomie am kardioplegisch stillgelegten Herzen eine Revaskularisation mittels aortokoronarem Bypass (ACB), optimalerweise als arterieller Bypass unter Verwendung der A. thoracica interna, alternativ auch als Venenbypass (ACVB). Der Bypass mittels arterieller Gefäße zeigt hierbei bessere Langzeitergebnisse als der mittels venöser Gefäße. Komplikationen sind neben allgemeinen Operationsrisiken insb. ein Verschluss des Bypasses sowie das Postkardiotomiesyndrom.

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

Definitiontoggle arrow icon

  • Aortokoronarer Bypass (ACB): Revaskularisierungsverfahren unter Umgehung einer Stenose mittels Graft-Gefäß, das die Aorta mit einer Koronararterie verbindet

Als Graft-Gefäß können sowohl Arterien als auch Venen verwendet werden, wobei arterielle Bypässe bessere Langzeitergebnisse erzielen!

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

Indikationtoggle arrow icon

Die Indikation für einen aortokoronaren Bypass (ACB) ist nach sorgfältiger Beurteilung zu stellen. Dabei müssen die klinischen Beschwerden, die Befunde der Koronarangiografie, die kardiale Funktion sowie der Allgemeinzustand berücksichtigt werden. Die präoperative Risikostratifizierung kann durch klinische Scores wie den EuroSCORE II [1] oder den STS-Score [2] unterstützt werden. [3]

EuroSCORE II (European System for cardiac operative Risk Evaluation) [1]

EuroSCORE II (Rechner)

STS-Score (Society of Thoracic Surgeons-Score) [2]

STS-Score (Rechner)

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

Kontraindikationtoggle arrow icon

Es werden die wichtigsten Kontraindikationen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

Ablauf/Durchführungtoggle arrow icon

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

Komplikationentoggle arrow icon

Ein koronarer Bypass ist eine symptomatische Therapie, keine kurative. Die i.d.R. zugrunde liegende Atherosklerose (bzw. deren kardiale Folgeerscheinungen wie die KHK) müssen unbedingt behandelt werden.

  • Postkardiotomie-Syndrom: Nach 1–6 Wochen Entwicklung einer autoimmunen fieberhaften Perikarditis oder Pleuritis möglich
  • Verschluss des Bypasses
  • Postoperative Herzbeuteltamponade mit obstruktivem Schock
  • Neurologisch und neuropsychologisch , bspw.
    • Peri- oder postoperative Hirnischämie
    • Kognitive Beeinträchtigungen
      • Ursache: Vermutlich zerebrale Mikroembolien
      • Meist reversibel, bei deutlich über die Dauer der unmittelbar postoperativen Phase anhaltenden kognitiven Beeinträchtigungen sollte eine gezielte neurologische Diagnostik erfolgen

Es werden die wichtigsten Komplikationen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

Nachbehandlungtoggle arrow icon

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

Studientelegramme zum Thematoggle arrow icon

Interesse an wöchentlichen Updates zur aktuellen Studienlage im Bereich der Inneren Medizin? Abonniere jetzt das Studientelegramm (Beiträge zur Inneren Medizin in Kooperation mit HOMe sowie zur Überversorgung in der Inneren Medizin mit der DGIM). Zusätzlich haben wir auch das englische One-Minute-Telegram und den AMBOSS-Podcast im Angebot. Alle Links zur Anmeldung findest du am Seitenende unter "Tipps & Links".

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

Probiere die Testversion aus und erhalte 30 Tage lang unbegrenzten Zugang zu über 1.400 Kapiteln und +17.000 IMPP-Fragen.
disclaimer Evidenzbasierte Inhalte, von festem ärztlichem Redaktionsteam erstellt & geprüft. Disclaimer aufrufen.