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Basalzellkarzinom

Letzte Aktualisierung: 19.5.2021

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Das Basalzellkarzinom (veraltet: Basaliom) ist ein semimaligner Tumor des höheren Lebensalters, der vor allem hellhäutige Menschen betrifft und an sonnenexponierten Hautarealen entsteht. Weiterhin erhöhen chemische Noxen sowie genetische Faktoren wie das Basalzellnävussyndrom das Erkrankungsrisiko. Klinisch zeigt sich eine knotige Struktur mit klassischem perlschnurartigen Randsaum und peripherer Teleangiektasie, die im Verlauf zur lokal destruierenden Ulzeration neigt. Die Therapie besteht in der chirurgischen Exzision, wobei die Erkrankung durch die geringe Metastasierungsrate eine günstige Prognose aufweist.

  • Häufigkeit
    • Häufigster (semi‑)maligner Hauttumor
    • Inzidenz: Ca. 100–200/100.000 im Jahr
  • Alter: Erkrankung des höheren Lebensalters
  • Verteilung
    • Hellhäutige Menschen deutlich häufiger betroffen
    • Geschlecht: > (ca. 2:1)

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.

Risikofaktoren

  • Genetische Disposition
    • Hauttyp I+II
    • Basalzellnävussyndrom (Gorlin-Goltz-Syndrom)
  • Chemische Noxen (bspw. Arsen)
  • Sonnenexposition
  • Lokalisationen
    • Erscheinen an der behaarten Haut
    • Sonnenexponierte Areale sind prädisponiert
  • Erscheinungsbild
    • Nodus mit klassischem perlschnurartigem Randsaum und peripherer Gefäßinjektion (Teleangiektasie)
    • Im Verlauf zentrale Atrophie (Krater) mit Ulzeration
  • Wachstumsverhalten

Die meisten Basalzellkarzinome entstehen an extrem sonnenexponierten Stellen!

Man unterscheidet eine Vielzahl von verschiedenen Varianten des Basalzellkarzinoms. In der Folge werden beispielhaft einige Verlaufsformen aufgeführt:

  • Superfizielles Basalzellkarzinom
    • Flache, bräunliche Plaque mit perlschnurartigem Randsaum
    • Teilweise hyperpigmentiert, häufig schuppend
  • Pigmentiertes Basalzellkarzinom
  • Pinkus-Tumor (fibroepitheliomatöser Tumor)
    • Weniger invasives Wachstum als das Basalzellkarzinom
    • Histologisch schmale Basaliomszonen umgeben von deutlicher Bindegewebsproliferation
  • Ulcus terebrans (destruierendes Basalzellkarzinom )
    • Tiefe Infiltration auch von Knochen und Knorpel mit deutlicher Blutungsneigung

  • Meist klinisch eindeutiger Befund
  • Sicherung der Diagnose immer mittels Histologie (Biopsie oder Exzision)
  • Epitheliale Zellen mit Ähnlichkeit zum Stratum basale, die in die Dermis wachsen
  • Palisadenartige Anordnung der äußeren Zellschichten, unregelmäßige Zellanordnung in der Mitte

Zum Vergleich: Normalbefunde

Trichoepitheliom

Weitere Differentialdiagnosen

AMBOSS erhebt für die hier aufgeführten Differentialdiagnosen keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

  • Therapie der 1. Wahl: Mikroskopisch kontrollierte, radikale Exzision im Gesunden
  • Alternativen
    • Röntgen-Bestrahlung
      • Mögliche Indikationen
        • Ältere Patienten
        • Patientenwunsch, ausgedehnter Befund oder chirurgisch schwer zu erreichende Lokalisation
        • Nach inkompletter chirurgischer Entfernung (R1, R2)
    • Lokal destruierende Verfahren, z.B. Kryochirurgie, Lasertherapie sowie lokale medikamentöse Behandlungen mit Imiquimod oder 5-Fluoruracil
      • Mögliche Indikation: Kleiner, oberflächlicher Tumor
  • Sehr gute Prognose bei radikaler Exzision aufgrund geringer Metastasierungsrate

Siehe: Prävention von Hautkrebs

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Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2021, DIMDI.

  1. Moll, Jung: Duale Reihe Dermatologie. 6. Auflage Thieme 2005, ISBN: 978-3-131-26686-6 .
  2. Sterry, Paus: Checkliste Dermatologie. 5. Auflage Thieme 2004, ISBN: 3-136-97005-5 .
  3. Fritsch: Dermatologie und Venerologie für das Studium . Springer 2009, ISBN: 3-540-79302-x .
  4. S2k-Leitlinie: Basalzellkarzinom der Haut. Stand: 1. Dezember 2013. Abgerufen am: 2. November 2017.