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Gonorrhö

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Zusammenfassungtoggle arrow icon

Gonorrhö (umgangssprachlich „Tripper“) wird durch Gonokokken (Neisseria gonorrhoeae) ausgelöst und ist eine sexuell-übertragbare Erkrankung (STD). Nach einer Inkubationszeit von 2 bis 7 Tagen kann es zu einer Urethritis mit Juckreiz, Dysurie oder eitrigem Genitalausfluss (am Penis auch als „Bonjour-Tropfen“ bekannt) kommen. Auch asymptomatische bis schwere Verläufe mit Adnexitis, Zervizitis oder Pelvic inflammatory Disease inkl. Fieber und akutem Abdomen sind möglich. Als Maximalversion gilt die disseminierte Gonokokkeninfektion (DGI) mit hämorrhagischen Hautveränderungen, Sepsis und hämatogener Erregerstreuung. Therapie der Wahl bei der unkomplizierten Gonorrhö ist die kombinierte Einmalgabe von Ceftriaxon und Azithromycin.

Epidemiologietoggle arrow icon

  • Vorkommen: Weltweit häufige sexuell-übertragbare Erkrankung mit >100 Mio. Fällen pro Jahr
  • Alter: Hauptsächlich junge Menschen zwischen 15–25 Jahren

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.

Ätiologietoggle arrow icon

Klassifikationtoggle arrow icon

Symptomatiktoggle arrow icon

Auch asymptomatische Verläufe sind möglich!

Diagnostiktoggle arrow icon

  • Abstrich: Mikroskopischer und kultureller Erregernachweis → Gramnegative Diplokokken

Therapietoggle arrow icon

Therapie der unkomplizierten Gonorrhö [1][2]

Kalkulierte Therapie der aufsteigenden Infektion bei Gonorrhö (obere Gonorrhö [1][2])

Therapie der disseminierten Gonokokkeninfektion [2]

Therapie der Gonorrhö in Schwangerschaft und Stillzeit [2]

Bei allen sexuell übertragbaren Erkrankungen müssen die Sexualpartner:innen mitbehandelt werden, um einem Ping-Pong-Effekt vorzubeugen!

Komplikationentoggle arrow icon

Es werden die wichtigsten Komplikationen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Präventiontoggle arrow icon

  • Aufklärung über sexuell übertragbare Erkrankungen
  • Kondom zum Schutz vor urethraler, zervikaler und rektaler Infektion
  • Gonokokken-Screening für Personen mit häufig wechselnden Sexualpartner:innen sinnvoll, aber bisher nicht vorgesehen [3]
  • Gonokokken-Screening bei Schwangeren mit erhöhtem Risiko für STI mittels zervikalem Abstrich empfohlen [4]
  • Bei Infektion
    • Keine weiteren Sexualkontakte bis Therapieende
    • Benachrichtigung aller Geschlechtspartner:innen der letzten 3 Monate
      • Ausnahme: Bei gonorrhoischer Urethritis am Penis alle Geschlechtspartner:innen der letzten 2 Wochen bzw. den letzten Sexualkontakt (bei letztem Geschlechtsverkehr vor mehr als 2 Wochen)
    • Bei Schwangeren: Erkennen und Behandeln einer genitalen Gonokokken-Infektion

Jeder schwangeren Person sollte ein Gonokokken-Screening angeboten werden!

Meldepflichttoggle arrow icon

  • Keine bundesweite Meldepflicht mehr seit 2001
  • Labormeldepflicht nach IfSGMeldeVO (nur in Sachsen ): Nicht-namentliche Meldepflicht bei direktem Erregernachweis

Patienteninformationentoggle arrow icon

Meditrickstoggle arrow icon

In Kooperation mit Meditricks bieten wir durchdachte Merkhilfen an, mit denen du dir relevante Fakten optimal einprägen kannst. Dabei handelt es sich um animierte Videos und Erkundungsbilder, die auf AMBOSS abgestimmt oder ergänzend sind. Die Inhalte liegen meist in Lang- und Kurzfassung vor, enthalten Basis- sowie Expertenwissen und teilweise auch ein Quiz sowie eine Kurzwiederholung. Eine Übersicht aller Inhalte findest du im Kapitel „Meditricks“. Meditricks gibt es in unterschiedlichen Paketen – für genauere Informationen empfehlen wir einen Besuch im Shop.

Gonorrhö

Gonokokkenkonjunktivitis

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Kodierung nach ICD-10-GM Version 2026toggle arrow icon

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2026, BfArM.

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