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Reaktive Arthritis

Letzte Aktualisierung: 11.4.2025

Zusammenfassungtoggle arrow icon

Die reaktive Arthritis ist eine entzündliche Zweiterkrankung der Gelenke wenige Tage bis mehrere Wochen nach meist bakterieller Erkrankung des Gastrointestinal- oder Urogenitaltrakts. Die Erreger sind in der Gelenkflüssigkeit jedoch nicht zu finden. Meist sind nur wenige Gelenke der unteren Extremität betroffen. Kommen eine Entzündung der Konjunktiven oder Uvea und der Harnröhre hinzu, wird auch vom urethro‐okulo‐synovialen Syndrom gesprochen (früher: „Reiter-Syndrom“). In den meisten Fällen heilt die Erkrankung spontan aus.

Epidemiologietoggle arrow icon

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.

Ätiologietoggle arrow icon

Symptomatiktoggle arrow icon

Can't see, can't pee, can't climb a tree.

Diagnostiktoggle arrow icon

Differenzialdiagnosentoggle arrow icon

AMBOSS erhebt für die hier aufgeführten Differenzialdiagnosen keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Therapietoggle arrow icon

Systemische Glucocorticoide sollten bei reaktiver Arthritis nur kurzfristig eingesetzt werden!

Prognosetoggle arrow icon

Geschichte der Namensgebungtoggle arrow icon

Der Namensgeber des früher verwendeten Begriffs „Reiter-Syndrom“, der deutsche Bakteriologe und Hygieniker Hans Reiter (1881–1969), war während der Zeit des Nationalsozialismus u.a. Präsident des Reichsgesundheitsamts (1933–1945) und Mitglied des Sachverständigenbeirats für Bevölkerungs- und Rassenpolitik im Reichsinnenministerium. Er war bspw. an der Planung von Typhusexperimenten an Häftlingen des Konzentrationslagers Buchenwald beteiligt [4][5]. Die Bezeichnungen „Morbus Reiter“ bzw. „Reiter-Syndrom“ werden deshalb in AMBOSS nicht mehr verwendet.

Kodierung nach ICD-10-GM Version 2026toggle arrow icon

Lokalisation der Muskel-Skelett-Beteiligung

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2026, BfArM.

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