Zusammenfassung
Die akute Gastroenteritis (AGE) gehört zu den häufigsten Vorstellungsgründen in pädiatrischen Notfallpraxen und -ambulanzen. Insb. Säuglinge und Kleinkinder sind mit durchschnittlich 1–2 Erkrankungen pro Jahr besonders häufig betroffen. Die meisten AGEs entstehen durch eine Virusinfektion (v.a. durch Noroviren oder Rotaviren) und führen typischerweise zu einer plötzlichen Abnahme der Stuhlkonsistenz und zu einer Zunahme der individuellen Stuhlfrequenz. Mögliche Begleitsymptome sind Erbrechen und Fieber. Die Therapiemaßnahmen sind hauptsächlich vom Ausmaß der Dehydratation abhängig: Kinder mit leichter bis mittelschwerer Dehydratation können i.d.R. mit einer oralen Glucose-Elektrolyt-Lösung rehydriert werden, bei schwerer Dehydratation ist hingegen eine stationäre Aufnahme zur intravenösen Rehydrationstherapie indiziert. Der Verlauf einer AGE ist meist selbstlimitierend, insb. bei jungen Säuglingen und Kindern mit chronischen Grunderkrankungen besteht allerdings ein erhöhtes Risiko für Komplikationen wie Störungen im Säure-Basen- und Elektrolythaushalt.
Definition
- Diarrhö: Abgang von flüssigem Stuhl [1]
- Akute Diarrhö: Plötzlicher Beginn, Dauer ≤14 Tage
- Chronische Diarrhö: Dauer >14 Tage
- Akute Gastroenteritis: Plötzliche Abnahme der Stuhlkonsistenz und Zunahme der individuellen Stuhlfrequenz (i.d.R. ≥3×/24 h ) mit/ohne Erbrechen und Fieber [1]
Epidemiologie
- Altersgipfel: Säuglinge und Kleinkinder [1]
- Häufige Erreger: Viren > Bakterien > Parasiten
- Saisonalität: Erregerabhängig (überwiegend Herbst/Winter)
Akute Gastroenteritiden gehören zu den häufigsten Vorstellungsgründen in pädiatrischen Notfallpraxen und -ambulanzen! [1]
Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.
Ätiologie
Erreger [1]
Übertragung [1]
- I.d.R. fäkal-oral (Stuhl, Erbrochenes, kontaminierte Flächen, Lebensmittel, Trinkwasser)
- Je nach Erreger ggf. weitere Übertragungswege möglich
| Eigenschaften typischer AGE-Viren im Kindes- und Jugendalter [1] | |||
|---|---|---|---|
| Erreger | Jahreszeit | Inkubationszeit | Symptomdauer |
| Noroviren |
|
|
|
| Rotaviren |
|
|
|
| Astroviren |
|
|
|
| Adenoviren |
|
|
|
Bei Kindern <5 Jahre sind Noroviren zwar für die meisten Infektionen, Rotaviren allerdings für den Großteil der schweren Verläufe verantwortlich! [1]
Symptomatik
- Leitsymptom: Plötzliche Abnahme der Stuhlkonsistenz und Zunahme der individuellen Stuhlfrequenz (i.d.R. ≥3×/24 h ) [1]
- Mögliche Begleitsymptome [1]
- Erbrechen
- Fieber
- Blutige Diarrhö (insb. bei bakteriellen Infektionen)
- Ggf. vorübergehende Lactoseintoleranz
- Mögliche Warnsymptome: Siehe Red Flags bei AGE im Kindes- und Jugendalter
- Typische Dauer (erregerabhängig) [1]
- Diarrhö ca. 5–7 Tage
- Erbrechen ca. 1–3 Tage
- Im Rahmen eines postenteritischen Syndroms ggf. länger
- Siehe auch: Eigenschaften typischer AGE-Viren im Kindes- und Jugendalter
Bei chronischer Diarrhö (>14 Tage), anhaltendem Erbrechen (>3 Tage) oder weiteren Symptomen sollten andere Differenzialdiagnosen in Betracht gezogen werden! [1]
Red Flags
Risikofaktoren für schwere Verläufe oder Komplikationen
- Malnutrition
- Säuglinge und Kleinkinder <1–2 Jahre (insb. <6 Monate oder <8 kgKG)
- Anhaltende Trink- und Nahrungsverweigerung
- Relevante Flüssigkeitsverluste
- Starke Bauchschmerzen
- Blutige oder langanhaltende Diarrhö
- Hohes Fieber
- Vigilanzminderung
- Immundefizienz (angeboren oder erworben)
- Z.n. ausgedehnten Darmresektionen
- Chronische Grunderkrankung, z.B.
- Chronisch entzündliche Darmerkrankung
- Diabetes mellitus Typ 1
- Hereditäre Stoffwechselerkrankung
- Onkologische Erkrankung
- Z.n. Stammzell- oder Organtransplantation
Bei Risikofaktoren für schwere Verläufe oder Komplikationen sollte immer eine ärztliche Untersuchung durchgeführt und eine stationäre Aufnahme erwogen werden!
Zeichen einer höhergradigen Dehydratation [1]
- Gewichtsverlust >5%
- Verlängerte Rekapillarisierungszeit (>2 s)
- Reduzierter Hautturgor
- Trockene Schleimhäute
- Verminderte Tränenbildung
- Eingesunkene Augen und/oder Fontanelle
- Vertiefte Atmung (Azidose-Atmung)
- Irritabilität
- Reduzierte Urinproduktion
- Tachykardie
- Tachypnoe
- Fieber
- Siehe auch: Beurteilung des Dehydratationsgrades bei AGE im Kindes- und Jugendalter
Zeichen einer hypernatriämischen Dehydratation [1]
- Muskelhypertonie
- Gesteigerte Muskeleigenreflexe
- Ungezielte Bewegungen
- Epileptischer Anfall
- Vigilanzminderung
Bei Zeichen einer schweren Dehydratation und/oder Elektrolytstörung (insb. Hypernatriämie) ist eine stationäre Aufnahme zur intravenösen Rehydrationstherapie indiziert!
Für weitere Indikationen einer stationären Aufnahme siehe: Hospitalisierungskriterien bei AGE im Kindes- und Jugendalter
Diagnostik
Diagnostik [1]
Basisdiagnostik
- Anamnese
- Stuhlkonsistenz und -frequenz
- Begleitsymptome (insb. Erbrechen, Fieber)
- Trinkverhalten, Urinproduktion
- Gewichtsverlauf
- Vorgeschichte
- Vitalparameter
- Blutdruck
- Herzfrequenz
- Atemfrequenz, ggf. spO2
- Körpertemperatur
- Körperliche Untersuchung
- Allgemeinzustand, Vigilanz
- Hautturgor und -temperatur
- Rekapillarisierungszeit
- Schleimhäute, Zunge
- Augen, Tränenbildung
- Aktuelles Körpergewicht
Die Diagnose einer akuten Gastroenteritis wird klinisch gestellt. Bei der körperlichen Untersuchung muss v.a. auf klinische Zeichen einer Dehydratation und/oder Elektrolytstörung geachtet werden!
| Beurteilung des Dehydratationsgrades bei AGE im Kindes- und Jugendalter [1] | ||||
|---|---|---|---|---|
| Kriterium | Dehydratation | |||
| Keine bis minimal | Leicht bis mittelschwer | Schwer | ||
| Gewichtsverlust | Alter <12 Monate |
|
|
|
| Alter ≥12 Monate |
|
|
| |
| Rekapillarisierungszeit |
|
|
| |
| Vigilanz |
|
|
| |
| Durstgefühl |
|
|
| |
| Herzfrequenz |
|
|
| |
| Pulsqualität |
|
|
| |
| Atmung |
|
|
| |
| Augen |
|
|
| |
| Tränenbildung |
|
|
| |
| Mundschleimhaut |
|
|
| |
| Hautfalten |
|
|
| |
| Extremitäten |
|
|
| |
| Urinproduktion |
|
|
| |
Erweiterte Diagnostik
- Labordiagnostik
- Indikationen
- Notwendigkeit einer intravenösen Rehydratationstherapie
- Vorliegen von Risikofaktoren
- Zeichen einer höhergradigen Dehydratation
- Siehe: Red Flags bei akuter Gastroenteritis im Kindes- und Jugendalter
- Parameter
- Blutbild, Differenzialblutbild
- CRP, ggf. PCT
- Elektrolyte (insb. Natrium, Kalium)
- Blutgasanalyse, Blutzucker
- Kreatinin, Harnstoff
- Indikationen
- Erregerdiagnostik
- Indikationen
- Hospitalisierung
- Schweres Krankheitsbild (z.B. Sepsis, HUS)
- Komorbiditäten mit erhöhtem Komplikationsrisiko (z.B. Immundefizienz)
- Vermuteter epidemiologischer Zusammenhang (Fallhäufung)
- Nosokomiale Diarrhö
- Notwendigkeit einer Antibiotikatherapie
- Verdacht auf oder Risikofaktoren für eine Infektion durch C. difficile
- Material: Stuhlprobe, ggf. Blutkultur
- Methode: Antigen-Schnelltests (POCT), kulturelle Anzucht, ggf. Multiplex-PCR
- Erreger: Noroviren, Rotaviren, Campylobacter, Salmonellen, ggf. weitere
- Indikationen
- Apparative Diagnostik
- Abdomensonografie: I.d.R. nur bei Hinweisen auf Komplikationen erforderlich (insb. Invagination)
- Endoskopie: I.d.R. nur in Ausnahmefällen (z.B. bei schwerem Krankheitsbild und unauffälligen Stuhlbefunden)
Differenzialdiagnosen
- Akut [1]
- Schwere Infektion (z.B. Pneumonie, Meningitis, Sepsis, akute Appendizitis)
- Intestinale Obstruktion (z.B. Invagination, Volvulus, Ileus)
- Chronisch [1]
AMBOSS erhebt für die hier aufgeführten Differenzialdiagnosen keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Therapie
Hospitalisierungskriterien bei AGE im Kindes- und Jugendalter [1]
- Schwere Dehydratation (siehe: Beurteilung des Dehydratationsgrades bei AGE im Kindes- und Jugendalter)
- Säuglinge mit <3.500 g Körpergewicht oder im Alter <2 Monate
- Malnutrition und/oder Gedeihstörung
- Schwere Azidose (pH-Wert <7,1)
- Schwere Hyponatriämie (<130 mmol/L) oder Hypernatriämie (>150 mmol/L)
- Neurologische Symptome
- Schock
- Verdacht auf intestinale Obstruktion
- Anhaltend blutige Diarrhö
- Schwere chronische Grunderkrankung
- Niereninsuffizienz
- Orale Rehydrationstherapie gescheitert oder nicht sichergestellt
Über die Hälfte aller Kinder <15 Jahre mit einer akuten Gastroenteritis durch Rotaviren muss stationär behandelt werden!
Orale Rehydrationstherapie (ORT) [1]
- Indikation: Leichte bis mittelschwere Dehydratation
- Orale Rehydrationslösung (ORL): Glucose-Elektrolyt-Lösung
- Alternative: Selbst hergestellte Lösung (1 L sauberes Trinkwasser + ½ TL Salz + 6 TL Zucker)
- Nicht empfohlen: Coffeinhaltige Getränke, Limonaden, Fruchtsäfte
- Verabreichung: Oral oder mittels nasogastraler Sonde
- Schnell (über 4 h)
- Langsam (über 24 h)
- Berechnung des individuellen Bedarfs siehe: Flüssigkeitsbedarf bei AGE im Kindes- und Jugendalter
- Reevaluation: Nach 1 h und nach 4 h
Ist bei leichter bis mittelschwerer Dehydratation keine orale Flüssigkeitsaufnahme möglich, sollte die Rehydrierung zunächst über eine nasogastrale Sonde fortgesetzt werden!
Intravenöse Rehydrationstherapie [1][2]
- Indikationen
- Gescheiterte ORT bei leichter bis mittelschwerer Dehydratation
- Schwere Dehydratation
- Symptome einer intestinalen Obstruktion (z.B. galliges Erbrechen)
- Erhöhte Aspirationsgefahr (z.B. bei Vigilanzminderung)
- Schock
- Siehe auch: Hospitalisierungskriterien bei AGE im Kindes- und Jugendalter
- Infusionslösung: Balancierte isotone Vollelektrolytlösung
- Initial ohne Glucosezusatz
- Im Verlauf mit 5%igem Glucoseanteil
- Nicht empfohlen: Hypotone Infusionslösungen, Halbelektrolytlösungen
- Durchführung
- Initialphase
- Weitere Rehydration: Kontinuierliche Zufuhr über 4–24 h
- Berechnung des individuellen Bedarfs siehe: Flüssigkeitsbedarf bei AGE im Kindes- und Jugendalter
- Elektrolytausgleich
- Hyper- oder Hyponatriämie: Möglichst langsam (ca. 0,5 mmol/L/h)
- Hypokaliämie: Erst ab Einsetzen der Urinproduktion
Bei gescheiterter ORT oder schwerer Dehydratation ist eine intravenöse Rehydrationstherapie mit einer balancierten isotonen Vollelektrolytlösung indiziert!
Flüssigkeitsbedarf bei AGE im Kindes- und Jugendalter
- Grundbedarf: Gewichtsabhängig (nach Holliday-Segar-Formel)
- Für die ersten 10 kgKG: 100 mL/kgKG/d (Laufrate ca. 4 mL/kgKG/h)
- Für die zweiten 10 kgKG: 50 mL/kgKG/d (Laufrate ca. 2 mL/kgKG/h)
- Für jedes weitere kgKG: 20 mL/kgKG/d (Laufrate ca. 1 mL/kgKG/h)
- Aktuelles Defizit: Gewichtsverlust seit Erkrankungsbeginn
- Laufende Verluste
| Beispielrechnungen für den gewichtsabhängigen Grundbedarf [1] | ||
|---|---|---|
| Körpergewicht [kg] | Berechnung | Grundbedarf [mL/d] |
| 5 | 5×100 mL | 500 |
| 10 | 10×100 mL | 1.000 |
| 15 | 10×100 mL + 5×50 mL | 1.250 |
| 20 | 10×100 mL + 10×50 mL | 1.500 |
| 25 | 10×100 mL + 10×50 mL + 5×20 mL | 1.600 |
| 30 | 10×100 mL + 10×50 mL + 10×20 mL | 1.700 |
| 40 | 10×100 mL + 10×50 mL + 20×20 mL | 1.900 |
Der individuelle tägliche Flüssigkeitsbedarf besteht aus dem Grundbedarf, dem aktuellen Defizit und den laufenden Verlusten!
Ernährung [1]
- Während/nach akuter Gastroenteritis: Möglichst altersentsprechende Ernährung
- Stillen parallel zur ORT fortsetzen (bei zuvor gestillten Kindern)
- Normale Kost frühzeitig wieder beginnen (bei älteren Kindern)
- Nicht empfohlen: Spezielle Diäten zum Kostaufbau
- Bei postenteritischem Syndrom: Ggf. vorübergehend lactosereduzierte Ernährung
Während und nach einer akuten Gastroenteritis ist i.d.R. keine lactosereduzierte Ernährung notwendig! Bei postenteritischem Syndrom kann sie allerdings zu einer Verkürzung der Durchfalldauer beitragen.
Supportiva [1][2]
- Nicht routinemäßig empfohlen
- Probiotika
- Antiemetika (ggf. Ondansetron erwägen )
- Antidiarrhoika (ggf. Racecadotril oder Smektit erwägen)
- Spurenelemente (ggf. Zink erwägen )
Antiinfektiva [1]
- Nicht routinemäßig empfohlen
- Nur bei Bakteriennachweis und entsprechendem klinischen Bild
| Antiinfektive Therapie bei bakterieller AGE im Kindes- und Jugendalter [1] | ||
|---|---|---|
| Erreger | Klinisches Bild | Therapie |
| Campylobacter |
| |
| Salmonellen |
|
|
| Shigellen/EIEC |
|
|
| C. difficile (toxinbildender Stamm) |
|
|
| Yersinien |
|
|
Ein STEC-HUS sollte i.d.R. nicht antibiotisch behandelt werden!
Komplikationen
- Komplikationen des Flüssigkeitsverlusts [1]
- Schwere Dehydratation
- Elektrolytstörungen (insb. Hyponatriämie, Hypernatriämie, Hypokaliämie)
- Störungen des Säure-Basen-Haushalts (insb. metabolische Azidose)
- Komplikationen der Infektion (insb. bei bakterieller Infektion) [1]
- Bakteriämie, Sepsis (z.B. bei Salmonellen)
- Extraintestinale Manifestationen (z.B. bei Campylobacter spp., Salmonella spp.)
- Hämorrhagische Kolitis, hämolytisch-urämisches Syndrom (z.B. bei EHEC, Shigella spp.)
- Pseudomembranöse Kolitis, toxisches Megakolon, Darmperforation (z.B. bei C.difficile)
- Invagination (z.B. bei Yersinien)
- Postinfektiöse Syndrome (z.B. bei Campylobacter spp., Salmonella spp.)
Es werden die wichtigsten Komplikationen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.
Prognose
- Verlauf: Meist mild und selbstlimitierend [1]
- Hospitalisierungsrate: Abhängig vom Alter des Kindes und vom Erreger [1]
Prävention
Primärprävention[1]
- Stillen
- Rotavirus-Impfung
- Nicht empfohlen: Probiotika, Immunglobuline
Maßnahmen zur Verhinderung einer Ausbreitung [1]
In Gesundheitseinrichtungen
- Basishygienemaßnahmen
- Kontaktisolation
- Einzelunterbringung (alternativ Kohortenisolierung oder Barriereisolation)
- Persönliche Schutzausrüstung (Mundschutz, Handschuhe, Schutzkittel)
Außerhalb von Gesundheitseinrichtungen
Meldepflicht
- Nach § 6 IfSG: Nicht namentliche Meldepflicht bei V.a. eine mikrobiell bedingte Lebensmittelvergiftung oder eine infektiöse Gastroenteritis mit epidemischem Zusammenhang (bei ≥2 gleichartigen Erkrankungen) [1]
Weitere Meldepflichten durch ärztliches Personal, Laborpersonal oder Leitenden von Gemeinschaftseinrichtungen hängen vom vermuteten oder nachgewiesenen Erreger ab!
Kodierung nach ICD-10-GM Version 2026
- A08.-: Virusbedingte und sonstige näher bezeichnete Darminfektionen
- Exklusive: Grippe mit Beteiligung des Gastrointestinaltraktes (J09, J10.8, J11.8)
- A08.0: Enteritis durch Rotaviren
- A08.1: Akute Gastroenteritis durch Norovirus (Norovirus-Enteritis)
- A08.2: Enteritis durch Adenoviren
- A08.3: Enteritis durch sonstige Viren
- A08.4: Virusbedingte Darminfektion, nicht näher bezeichnet
- Enteritis o.n.A. durch Viren
- Gastroenteritis o.n.A. durch Viren
- A08.5: Sonstige näher bezeichnete Darminfektionen
- A09.-: Sonstige und nicht näher bezeichnete Gastroenteritis und Kolitis infektiösen und nicht näher bezeichneten Ursprungs
- Exklusive: Durch Bakterien, Protozoen, Viren und sonstige näher bezeichnete Infektionserreger (A00-A08), Nichtinfektiöse Diarrhoe (K52.9), Nichtinfektiöse Diarrhoe beim Neugeborenen (P78.3)
- A09.0: Sonstige und nicht näher bezeichnete Gastroenteritis und Kolitis infektiösen Ursprungs
- Darmkatarrh
-
Diarrhoe [Durchfall]:
- akut blutig
- akut hämorrhagisch
- akut wässrig
- dysenterisch
- epidemisch
-
Infektiös oder septisch:
- Enteritis hämorrhagisch o.n.A.
- Gastroenteritis hämorrhagisch o.n.A.
- Kolitis hämorrhagisch o.n.A.
- Infektiöse Diarrhoe o.n.A.
- A09.9: Sonstige und nicht näher bezeichnete Gastroenteritis und Kolitis nicht näher bezeichneten Ursprungs
- Neonatale Diarrhoe o.n.A.
Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2026, BfArM.