Zusammenfassung
Antidiabetika sind alle pharmakologischen Wirkstoffe außer Insulin, die zur „blutzuckersenkenden“ Therapie im Rahmen eines Diabetes mellitus Typ 2 verwendet werden können. Führen Lebensstiländerungen (Gewichtsreduktion durch Ernährungsumstellung und körperliche Bewegung) bei Typ-2-Diabetikern nicht zu einer ausreichenden Senkung des HbA1c-Wertes (Ziel-HbA1c 6,5–7,5 %, entspricht zwischen 48–58 mmol/mol Hb), wird die medikamentöse Therapie begonnen. Der wichtigste Wirkstoff und das Mittel der 1. Wahl bei allen Typ-2-Diabetikern ist das Biguanid Metformin. Es weist günstige Effekte auf den Glucosestoffwechsel auf, führt zur gewünschten Nebenwirkung Gewichtsreduktion und zeigte in Endpunktstudien den größten Nutzen bzgl. Mortalität und Prävention von Langzeitkomplikationen des Diabetes mellitus Typ 2.
Eine gefürchtete Nebenwirkung von Metformin ist die Lactatazidose, die insb. bei fortgeführter Einnahme im Rahmen schwerer Erkrankungen und Operationen sowie bei intravenöser Gabe iodhaltiger Kontrastmittel auftritt. Daher muss Metformin bei Vorliegen dieser Risikofaktoren abgesetzt und i.d.R. durch eine Insulintherapie ersetzt werden. Günstig dagegen ist, dass unter einer Therapie mit Metformin kein erhöhtes Risiko für lebensbedrohliche Hypoglykämien besteht.
Bei Unverträglichkeit, Kontraindikationen oder unzureichender Wirksamkeit von Metformin kommen einzeln oder in Kombinationstherapie meist Sulfonylharnstoffe (cave: Hypoglykämierisiko!), GLP1-Analoga (subkutane Anwendung), DPP4-Inhibitoren und SGLT2-Inhibitoren zum Einsatz. Antidiabetika sollten möglichst einzeln oder auch als Zweifachkombination eingesetzt werden, Drei- oder gar Vierfachkombinationen sind umstritten (hohes Interaktionspotenzial, kaum valide Studien). Zudem sind die meisten Antidiabetika bei mittel- bis hochgradiger chronischer Niereninsuffizienz und bei anderen schweren Komorbiditäten kontraindiziert. Daher sollten Antidiabetika bei erforderlicher Therapieeskalation eher mit einer geeigneten Form der Insulintherapie kombiniert werden. In der Schwangerschaft und Stillzeit ist eine Anwendung oraler Antidiabetika nicht empfohlen.
Du möchtest diesen Artikel lieber hören als lesen? Wir haben ihn für dich im Rahmen unserer studentischen AMBOSS-Audio-Reihe vertont. Den Link findest du am Kapitelende in der Sektion “Tipps & Links".
Übersicht
Übersicht der Antidiabetika-Gruppen
Wirkstoffgruppe | Wirkung | Nebenwirkungen | Kontraindikationen | Weitere Hinweise zu Wirkstoff und Präparaten |
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Biguanide (Metformin) |
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Sulfonylharnstoffe (z.B. Glibenclamid, Glimepirid) |
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Glinide (z.B. Nateglinid, Repaglinid) |
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DPP4-Inhibitoren (z.B. Saxagliptin, Sitagliptin) |
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GLP-1R-Agonisten (syn. GLP1-Analoga, z.B. Exenatide, Liraglutid, Albiglutid) |
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SGLT2-Inhibitoren (z.B. Dapagliflozin, Empagliflozin, Ertugliflozin, Canagliflozin ) |
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α-Glucosidasehemmer (Acarbose) |
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Glitazone (Pioglitazon) |
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Indikation
Gemeinsame Kontraindikationen der Antidiabetika
- Diabetes mellitus Typ 1: Erfordert immer eine Insulintherapie (siehe: Grundlagen der Insulintherapie)
- Schwangerschaft und Stillzeit: Alle Antidiabetika sind kontraindiziert, der Glucosestoffwechsel hat insb. in der Spätschwangerschaft eine erhebliche Dynamik.
- Siehe auch: Gestationsdiabetes
- Niereninsuffizienz
- Verbleibende Antidiabetika: Gliptine , Repaglinid und Pioglitazon sind bei GFR <30ml/min die einzigen verbleibenden Optionen
- Morbidität und Operationen
- Pausieren der antidiabetischen Medikation bei
- Operationen in Allgemeinanästhesie
- Akuten stationären Krankheitsbildern (Infektionen, Dekompensationen)
- Elektiven Prozeduren mit Erhöhung des Hypoglykämie-Risikos (Nüchternphasen, Unvorhersehbarkeit der Nahrungsaufnahme)
- Siehe auch: Diabetes mellitus - Stationäres Blutzuckermanagement
- Pausieren der antidiabetischen Medikation bei
Sulfonylharnstoffe weisen das höchste Risiko für das Auftreten einer Hypoglykämie auf. Alle anderen Substanzen haben in der Monotherapie kein wesentliches Hypoglykämie-Risiko. Bei Kombinationstherapien, insb. mit Sulfonylharnstoffen, erhöht sich das Hypoglykämie-Risiko deutlich!
Insb. im hohen Alter ist jede Therapie mit Antidiabetika unter genauer Beachtung möglicher Kontraindikationen und Interaktionen einzusetzen.
Wirkung
Von entscheidender Bedeutung ist, den prinzipiellen Wirkungsmechanismus zu verstehen, um keine falsche Indikation für den Einsatz der Antidiabetika zu stellen. Insulinotrope Substanzen bewirken eine vermehrte Freisetzung von Insulin aus den Betazellen des Pankreas. Demnach sind sie auf die (Rest‑)Funktion des Pankreas angewiesen. Nicht-insulinotrope Wirkprinzipien wirken unabhängig von einer etwaigen endogenen Insulinsekretion und sind daher auch bei erloschener endokriner Pankreasfunktion noch wirksam.
Insulinotrope Wirkungsmechanismen
- Glucoseunabhängige Steigerung der Insulinsekretion
- Sulfonylharnstoffe: Stimulierung der Insulinsekretion durch Blockade der Kalium-Kanäle (Kaliumkanalblocker) der Betazellen des Pankreas → Depolarisation der Zellmembran → Calciumeinstrom↑ → Insulinsekretion↑
- Extrapankreatisch: Hepatische Gluconeogenese↓ und Insulinsensibilität↑
- Glinide: Führen über den gleichen Wirkungsmechanismus wie Sulfonylharnstoffe zu einer Verstärkung der Insulinsekretion, besitzen jedoch eine andere chemische Struktur und Rezeptorbindungsstelle
- Sulfonylharnstoffe: Stimulierung der Insulinsekretion durch Blockade der Kalium-Kanäle (Kaliumkanalblocker) der Betazellen des Pankreas → Depolarisation der Zellmembran → Calciumeinstrom↑ → Insulinsekretion↑
- Glucoseabhängige Steigerung der Insulinsekretion
- Ansatzpunkt Inkretin-Effekt: Nahrungsaufnahme → Aktivierung enteroendokriner Zellen im Gastrointestinaltrakt → Freisetzung von Glucagon-like Peptide 1 (GLP1) → Stimulation der Insulinsekretion aus den Betazellen des Pankreas durch GLP1 → Hemmung der Glucagonsekretion → Verlangsamung der Magenentleerung (Sättigungsgefühl↑, Gewicht↓) → Abbau von GLP1 durch das Enzym Dipeptidylpeptidase-4 → Inkretin-Effekt endet
- Indirekte Verstärkung des Inkretin-Effekts durch die Dipeptidyl-Peptidase-4-Hemmer (Gliptine): Verstärkung des endogenen Inkretin-Effekts durch Hemmung der Dipeptidylpeptidase-4 → Verminderter Abbau und somit verstärkte Wirkung von GLP1 → Insulinsekretion wird verstärkt↑
- Direkte Verstärkung des Inkretin-Effekts durch GLP1-Rezeptoragonisten: Aktivierende Bindung an GLP1-Rezeptoren → Stimulation der glucoseabhängigen Insulinsekretion
Nicht-insulinotrope Wirkprinzipien
Nicht-insulinotrope Wirkprinzipien wirken unabhängig von einer etwaigen endogenen Insulinsekretion. Sie sind daher auch bei erloschener endokriner Pankreasfunktion noch wirksam.
- Biguanide: Verminderung der Insulinresistenz durch Modifikation der Glucosestoffwechselwege → Senkung des Blutzuckerspiegels
- Aktivität der Atmungskette in den Mitochondrien↓ → Anaerober Glucosestoffwechsel↑ → Aktivierung der AMP-abhängigen Phosphokinase (AMPK) → Hemmung der hepatischen Produktion von Glucose und Lipiden (Hemmung der hepatischen Gluconeogenese) → Blutzuckerspiegel↓, LDL↓, Triglyceride↓
- Insulinbedarf↓ → Hyperinsulinämie↓ → Appetit↓→ Besonders geeignet bei übergewichtigen Diabetikern
- Steigerung der Glucoseaufnahme in Muskelzellen und Fettgewebe → Verbesserung der Glucosetoleranz nach akuter Glucosebelastung
- Aktivität der Atmungskette in den Mitochondrien↓ → Anaerober Glucosestoffwechsel↑ → Aktivierung der AMP-abhängigen Phosphokinase (AMPK) → Hemmung der hepatischen Produktion von Glucose und Lipiden (Hemmung der hepatischen Gluconeogenese) → Blutzuckerspiegel↓, LDL↓, Triglyceride↓
- SGLT2-Inhibitoren: Reversible Inhibition des Natrium-Glucose-Cotransporters SGLT2 im proximalen Tubulus der Niere → Glucose-Rückresorption in der Niere↓ → Glucoseausscheidung↑ und Polyurie
- Abhängigkeit von der Nierenfunktion: Nierenfunktion↓ → Antidiabetische Wirkung↓ [6]
- Glitazone: Aktivierung des Transkriptionsfaktors PPARγ im Zellkern → Induktion von Genen, die am Glucose- und Lipidstoffwechsel beteiligt sind → Speicherung von Triglyceriden↑ → Freisetzung von Insulinresistenz-steigernden Produkten (z.B. freien Fettsäuren)↓→ Insulinresistenz↓ → Vermehrter Glucoseverbrauch und verminderte hepatische Glucosefreisetzung
- α-Glucosidasehemmer: Verzögerung der Glucoseresorption im Intestinum durch Hemmung der Disaccharid-Spaltung durch die α-Glucosidase am Bürstensaum der Darmepithelzellen.
- Hierdurch wird insb. ein postprandialer Blutzuckeranstieg vermindert
Biguanide (Metformin)
Klinisches Profil
- Indikationen: Siehe Stufenschema für Typ-2-Diabetiker
- Medikament der 1. Wahl!
- Kombination mit allen anderen Antidiabetika möglich
- HbA1c-Effekt: Senkung des HbA1c um 1,2% (max. 2%)
- Klinische Charakteristika
- Große Langzeiterfahrung
- Evidenz für Reduktion makroangiopathischer Endpunkte (UKPDS-Studie)
- Kein Hypoglykämie-Risiko
- Preiswert!
- Wichtige Nebenwirkungen
- Metformin-assoziierte Lactatazidose
- Inzidenz: Ca. 8 Fälle/100.000 Patientenjahre
- Klinik: Häufig unspezifisch! Warnsymptome müssen bei bestehender Metformin-Therapie beachtet werden!
- Gastrointestinale Prodromalsymptome: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen
- Klinisches Vollbild: Muskelkrämpfe, Hyperventilation, Apathie, Verwirrtheit, Koma → Massive Verschlechterung des Allgemeinzustandes
- Risikogruppe: Alte Menschen („frailty“) mit ggf. unbekannter oder nicht ausreichend diagnostizierter Herz- und/oder Niereninsuffizienz
- Diagnostik: BGA mit metabolischer Azidose und Anionenlücke, Lactat im Serum↑
- Therapie: Metformin absetzen und intensivmedizinische Behandlung mit Flüssigkeitssubstitution und geeigneten Maßnahmen zum Ausgleich der Azidose
- Häufig Diarrhö, Meteorismus
- Gewichtsabnahme (eher vorteilhaft!)
- Mangel an Vitamin B12
- Metallischer Geschmack (Dysgeusie)
- Metformin-assoziierte Lactatazidose
- Potenzielle Interaktion: Bei Kombination mit Sulfonylharnstoffen Risikohinweise bez. kardiovaskulären Ereignissen
Vor Kontrastmittelgabe oder geplanten Operationen muss Metformin aufgrund des Risikos einer Lactatazidose pausiert werden!
Metformin ist aufgrund seines günstigen Wirkungs-/Nebenwirkungsprofils Mittel der ersten Wahl als Mono- oder Kombinationstherapie in allen Stadien des Typ-2-Diabetes!
Sulfonylharnstoffe
Klinisches Profil der Sulfonylharnstoffe
- Substanzen: Glibenclamid, Glimepirid, Gliclazid
- Indikationen: Siehe Stufenschema für Typ-2-Diabetiker
- Als Alternative in der Monotherapie oder in Kombination mit Metformin oder anderen Antidiabetika
- Insb. für Patienten mit zuverlässigem Nahrungsaufnahmeverhalten, fehlender Adipositas und fehlendem Alkoholkonsum geeignet
- HbA1c-Effekt: Senkung des HbA1c um 1,2% in 3 Monaten
- Klinische Charakteristika
- Große Langzeiterfahrung
- Evidenz für Reduktion mikroangiopathischer Komplikationen (UKPDS-Studie)
- Preiswert
- Wichtige Nebenwirkungen
- Lebensgefährliche Hypoglykämien
- Gewichtszunahme
- Blutbildveränderungen: Granulozytopenie, hämolytische Anämien
- Allergische Hautreaktionen
- Alkohol-Unverträglichkeit
- Im Vergleich zu Metformin häufiger kardiovaskuläre Komplikationen (Makroangiopathie)
- Sicherheitsbedenken bzgl. einer Zunahme kardiovaskulärer Ereignisse
- Kontraindikationen
- Schwere Leber- und Niereninsuffizienz
- Schwere kardiovaskuläre Komorbidität
- Adipositas
- Sulfonamidallergie (insb. die langwirksamen Substanzen)
- Potenzielle Interaktion
Betablocker können die Warnsymptome einer Hypoglykämie (z.B. Tachykardie) verschleiern und zusätzlich zu einem weiteren Abfall der Serumglucose führen (siehe: Hypoglykämie). In Kombination mit Sulfonylharnstoffen können Hypoglykämien daher verstärkt auftreten, weshalb die kombinierte Einnahme beider Substanzen vermieden werden sollte!
Glinide (Sulfonylharnstoff-Analoga)
Wirkstoffe
- Repaglinid: Leitsubstanz der Gruppe, beste Verträglichkeit bei chronischer Niereninsuffizienz
- Verordnung: Einschleichende Eindosierung, erhöhte Vorsicht bei alten/älteren Patienten und bei Patienten mit Niereninsuffizienz geboten
- Nateglinid: Alternative, zugelassen nur in Kombination mit Metformin, erhöhtes Interaktionspotenzial (Metabolisierung über CYP2C8)
- Verordnung: Einschleichende Eindosierung, Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz erforderlich, Interaktionspotenzial beachten (z.B. Torasemid, Buprenorphin, Cotrimoxazol)
Ab dem 1. Juli 2016 sind Glinide nach Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses in Deutschland nicht mehr zulasten der GKV verordnungsfähig!
Klinisches Profil
- Pharmakokinetik: Aufgrund der geringen Halbwertszeit erfolgt die Wirkung rasch und klingt schnell wieder ab, weshalb Glinide unmittelbar vor den Mahlzeiten gegeben werden
- Halbwertszeit ≈ 30–60 min
- Indikationen: Siehe Stufenschema für Typ-2-Diabetiker
- Als Kombinationspartner von Metformin oder anderen Antidiabetika
- Insb. für Patienten mit postprandialen Blutzuckerspitzen zur Therapie geeignet
- HbA1c-Effekt: Senkung des HbA1c um 0,75% in 3 Monaten
- Klinische Charakteristika
- Teurer als Sulfonylharnstoffe
- Kaum Daten aus klinischen Endpunktstudien
- Wichtige Nebenwirkungen
- Lebensgefährliche Hypoglykämien möglich
- Gewichtszunahme
- Hepatotoxizität (selten)
- Kardiovaskuläre Effekte unklar
- Kontraindikationen
- Schwere Leberinsuffizienz
- Schwere Niereninsuffizienz
- Sulfonamidallergie
- Interaktionen: Sulfonylharnstoffe
Dipeptidylpeptidase-4-Hemmer (Gliptine)
Wirkstoffe
- Sitagliptin: Als Monotherapie und in Kombination mit Metformin, Sulfonylharnstoffen und/oder Glitazonen zugelassen
- Verordnung: Gabe 1×/d ausreichend, flexible Kombinationsmöglichkeiten gemäß Zulassungsstatus (Zwei- und Dreifachkombinationen), es werden Kombinationspräparate mit Metformin angeboten (z.B. Janumet®, Velmetia®)
- Saxagliptin: Zugelassen in Kombination mit Metformin, Sulfonylharnstoff oder Glitazon (max. Zweifachtherapie)
- Verordnung: Gabe 1×/d ausreichend, es werden Kombinationspräparate mit Metformin angeboten (z.B. Komboglyze®)
- Vildagliptin: Zugelassen in Kombination mit Metformin, Sulfonylharnstoff oder Glitazon (max. Zweifachtherapie)
- Verordnung: I.d.R. Gabe 2×/d, in Kombination mit Sulfonylharnstoffen ist eine Dosisreduktion sinnvoll (Hypoglykämie-Gefahr!)
Klinisches Profil
- Indikationen: Siehe Stufenschema für Typ-2-Diabetiker
- Als Kombinationstherapie von Metformin, Sulfonylharnstoffen oder Glitazonen (alle Gliptine)
- Als Monotherapie bei Metformin-Unverträglichkeit (nur Sitagliptin)
- HbA1c-Effekt: Senkung des HbA1c um 0,5–0,75% in 3 Monaten
- Klinische Charakteristika
- Gewichtsneutral
- Keine Hypoglykämie
- Kardiovaskulär neutral (TECOS-Studie)
- HbA1c-Senkung erwiesen, jedoch kaum abgeschlossene Endpunktstudien und Langzeiterfahrungen
- Aufgrund des erhöhten Risikos für eine Pankreatitis und der nicht geklärten kanzerogenen Wirkung werden Gliptine kontrovers diskutiert und teilweise nicht empfohlen
- Wichtige Nebenwirkungen
- Gastrointestinale Beschwerden (milder als bei GLP1-Analoga)
- Kopfschmerzen, Schwindel
- Risiko↑ für Erhöhungen der Lipase, jedoch unklares Risiko für Pankreatitis bzw. Pankreaskarzinome
- Kontraindikationen
- Absolut
- Pankreatitis
- Leberfunktionsstörungen (insb. Vildagliptin) und schwere Leberinsuffizienz (Saxagliptin und Sitagliptin)
- Relativ: Mittlere bis schwere Niereninsuffizienz
- Absolut
GLP1-Analoga (GLP-1R-Agonisten, Inkretinmimetika)
Wirkstoffe
- Hinweise zur Eindosierung (aller GLP1-Analoga)
- Einschleichende Dosierung: Insb. die gastrointestinalen Nebenwirkungen können so minimiert werden
- Wöchentliche Anwendung: Nur wenn eine Aufdosierung mit kurzwirksamen Präparaten vertragen wurde
- Semaglutid: Zulassung als Monotherapie und als Kombinationspartner von Antidiabetika und Insulin
- Verordnung: Gabe 1×/Woche, unabhängig von den Mahlzeiten
- Als Monotherapie
- In Kombination mit Sulfonylharnstoff oder Insulin
- Dosisreduktion der genannten Wirkstoffe erwägen
- Eigenständige Blutzuckermessungen zur Anpassung der Dosis notwendig
- Verordnung: Gabe 1×/Woche, unabhängig von den Mahlzeiten
- Exenatide: Zulassung als Kombinationspartner von Antidiabetika und/oder Basalinsulin, Präparate zur 2× täglichen und 1× wöchentlichen Injektion (Exenatide-LAR) verfügbar
- Verordnung: Gabe 2×/d vor dem Essen erforderlich
- Tägliche Gabe oder wöchentliche Gabe möglich
- Verordnung: Gabe 2×/d vor dem Essen erforderlich
- Liraglutid: Zulassung in Kombination mit oralen Antidiabetika sowie Basal- und Langzeitinsulin, tägliche Gabe
- Verordnung: Gabe 1×/d, unabhängig von den Mahlzeiten
- Albiglutid: Zulassung als Monotherapie und als Kombinationspartner von Antidiabetika und Basalinsulin, Gabe 1×/Woche
- Verordnung: Eine einschleichende Dosierung ist bei Albiglutid nicht möglich und laut Herstellerangaben nicht erforderlich
- Dulaglutid: Zulassung als Monotherapie und als Kombinationspartner von Antidiabetika und Insulin
- Verordnung: In der Monotherapie niedrigere Dosis als bei Kombinationstherapie (Therapie-Intensivierung!)
Klinisches Profil
- Indikationen: Siehe: Stufenschema für Typ-2-Diabetiker
- Als Kombinationspartner von oralen Antidiabetika und/oder Insulin
- Insb. zur Intensivierung der Therapie von Patienten zu erwägen, die eine Insulintherapie erhalten (z.B. basal unterstützte orale Therapie), hohe Insulindosierungen benötigen und eine starke Gewichtszunahme aufweisen (Insulinspareffekt)
- HbA1c-Effekt: Senkung des HbA1c um 0,5–1,5% in 3 Monaten
- Klinische Charakteristika
- Gewichtsverlust
- Keine Hypoglykämie
- Kardiovaskulär neutral (ELIXA-Studie) bzw. positiv [7]
- HbA1c-Senkung erwiesen, jedoch kaum abgeschlossene Endpunktstudien und Langzeiterfahrungen
- Aufgrund des erhöhten Risikos für eine Pankreatitis und der nicht geklärten kanzerogenen Wirkung werden GLP1-Analoga teilweise nicht empfohlen
- Teuer! Injektionen und Schulung erforderlich!
- Applikation: Alle GLP1-Analoga werden subkutan (s.c.) verabreicht
- Nebenwirkungen
- Gastrointestinale Beschwerden (insb. Magenentleerungsstörung!)
- Warnhinweise bestehen auch für das medulläre Schilddrüsenkarzinom
- Kontraindikationen
- Schwere Niereninsuffizienz
- Chronische Pankreatitis und Pankreasraumforderungen in der Familie
- Vorbestehende gastrointestinale Motilitätsstörungen
SGLT2-Inhibitoren (Gliflozine)
Wirkstoffe
- Dapagliflozin: Bei Diabetes mellitus Typ 2 als Monotherapie oder in Kombination mit anderen Antidiabetika und/oder Insulin
- Verordnung: Als Monotherapie und in Kombination mit Metformin verfügbar (z.B. Xigduo®)
- Empagliflozin: Bei Diabetes mellitus Typ 2 als Monotherapie oder in Kombination mit anderen Antidiabetika und/oder Insulin
- Verordnung: Als Monotherapie und in Kombination mit Metformin verfügbar (z.B. Synjardy®)
- Ertugliflozin: Bei Diabetes mellitus Typ 2 als Monotherapie oder in Kombination mit anderen Antidiabetika und/oder Insulin
- Verordnung: Als Monotherapie und in Kombination mit Sitagliptin verfügbar (z.B. Steglujan®)
- Canagliflozin (kein Vertrieb mehr in Deutschland)
Klinisches Profil
- Indikationen: Siehe Stufenschema für Typ-2-Diabetiker
- Als Alternative zur Monotherapie oder zur Therapieintensivierung in Kombination mit anderen Antidiabetika und/oder Insulin
- HbA1c-Effekt: Senkung des HbA1c um durchschnittlich 0,6% [6]
- Klinische Charakteristika
- Gewichtsabnahme und Blutdrucksenkung
- Kardio- und nephroprotektive Wirkung (siehe auch: SGLT2-Inhibitoren - Wirkung)
- HbA1c-Senkung erwiesen, jedoch kaum Langzeiterfahrungen
- Nebenwirkungen und Kontraindikationen: Siehe SGLT2-Inhibitoren - Nebenwirkungen bzw. SGLT2-Inhibitoren - Kontraindikationen
α-Glucosidasehemmer
Wirkstoff
- Acarbose: Zulassung als ergänzende Therapie zur Lebensstiländerung, Kombination mit anderen Antidiabetika möglich
- Verordnung: Um das Auftreten meteoristischer Nebenwirkungen zu minimieren einschleichend (1–2×/d) beginnen
Allgemeine Pharmakologie
- Indikationen: Siehe Stufenschema für Typ-2-Diabetiker
- Insb. zur Therapie eines frühen Stadiums des Typ-2-Diabetes oder als Kombinationspartner bei suboptimaler Einstellung zu erwägen
- HbA1c-Effekt: Senkung des HbA1c um 0,8% in 3 Monaten
- Klinische Charakteristika
- Eher eine Randerscheinung, wenig Akzeptanz aufgrund der Nebenwirkungen
- Vergleichsweise geringer HbA1c-Effekt
- Keine Hypoglykämien
- Kaum Daten aus diabetesbezogenen Endpunktstudien
- Wichtige Nebenwirkungen: Gastrointestinale Beschwerden (Blähungen, abdominelle Schmerzen, Diarrhö)
- Kontraindikationen
Glitazone (Insulinsensitizer)
Glitazone sind nicht mehr erstattungsfähig zulasten der GKV!
Wirkstoffe
- Pioglitazon: Zulassung als Monotherapie oder Kombinationspartner
- Verordnung: Nur in seltenen Ausnahmen sinnvoll!
- Rosiglitazon
- Troglitazon
Klinisches Profil
- Indikationen: Siehe Stufenschema für Typ-2-Diabetiker
- Als Monotherapie versuchsweise zu erwägen, wenn eine höhergradige Niereninsuffizienz besteht und der Patient eine Insulintherapie ablehnt
- Als Option bei Patienten, die keine Hypoglykämiegefahr eingehen dürfen (Personenbeförderung!)
- HbA1c-Effekt: Senkung des HbA1c um 1% in 3 Monaten
- Klinische Charakteristika
- Günstiger Einfluss auf den Fettstoffwechsel: Triglyceride↓, LDL↓, HDL↑
- Keine Hypoglykämien
- Aufgrund des negativen Einflusses auf die kardiale Leistung kaum noch in Anwendung
- Wichtige Nebenwirkungen
- Gewichtszunahme
- Ödeme und kardiale Dekompensation
- Hämoglobinabfall
- Erhöhtes Frakturrisiko (Osteoporose)
- Kontraindikationen:
- Herzinsuffizienz
- Leberinsuffizienz
- Dialysepflichtige Niereninsuffizienz
- Z.n. oder bestehendes Harnblasenkarzinom, nicht abgeklärte Makrohämaturie
Therapieempfehlungen
- Therapieziele individuell festlegen
- Ambitionierte Konzepte: Insb. bei jungen Patienten mit kurzer Diabetesdauer, die ohne wesentliches Nebenwirkungsrisiko auch komplexe antidiabetische Therapien umsetzen können. Ambitionierte Therapiekonzepte erfordern wiederholte Schulungen und stellen besondere Anforderungen an die Compliance der Patienten.
- Pragmatische Konzepte: Insb. bei älteren Patienten mit langjähriger Diabetesdauer, bereits bestehenden Langzeitschäden und/oder chronischen Komorbiditäten, ggf. auch bei Patienten mit eingeschränkter Lebenserwartung
- Risiken erkennen
- Risiko Alter: Das Ausmaß der Multimorbidität nimmt mit dem Alter zu. Nebenwirkungsprofile und Kontraindikationen sind genau zu beachten. Im Zweifel sollten möglichst konservative Therapieprinzipien bevorzugt werden
- Risiko Hypoglykämie: Insb. bei einer Therapie mit Sulfonylharnstoffen besteht ein erhöhtes Risiko
- Besondere Patientengruppen: In der Personenbeförderung tätige Menschen (z.B. Pilot, Busfahrer, Taxifahrer)
- Blutzuckermessung: Insb. bei ambitionierten Konzepten und Kombinationstherapien mit Insulinen sind regelmäßige Blutzuckermessungen und entsprechende Schulungen zur Selbstmessung sinnvoll
- Risiko Gewichtszunahme: Insb. schädliche Auswirkungen auf das metabolische Syndrom und kardiovaskuläre (Folge‑)Erkrankungen
- Interaktionen meiden: Zweifachkombinationen von Antidiabetika sind oft noch überschaubar, mit jedem zusätzlichen Medikament erhöht sich das Risiko
- Sulfonylharnstoffe: Erhöhen das Hypoglykämie-Risiko in jeglicher Kombination, insb. eine Kombination mit Gliniden ist bei gleichem Wirkprinzip zu meiden
- Zweifachkombinationen der Antidiabetika: I.d.R. unkritisch und mit erfassbarem Interaktionsprofil
- Dreifachkombinationen der Antidiabetika: Unzureichende Datenlage, bei Verordnung konsequentes Monitoring von Leber- und Nierenfunktion sowie Aufklärung des Patienten erforderlich
- Andere Medikamente: Mit steigender Zahl der Begleitmedikation zunehmend. Eine Vielzahl von Medikamenten beeinflusst zudem die Insulinresistenz und somit den Glucosestoffwechsel (siehe auch: Medikamentöse Einflüsse auf den Insulinbedarf)
- Zeitpunkt der Insulintherapie
- Konservative Position: Insulintherapie als Säule ab Stufe III der Stufentherapie für Typ-2-Diabetiker (Empfehlung DEGAM und AkdÄ)
- Progressive Position: Insulintherapie als Option ab Stufe III, jedoch variable Kombinationstherapien mit Antidiabetika nahezu aller Wirkstoffgruppen (Empfehlung DDG und DGIM)
- Weitere Faktoren
- Patientenpräferenzen
- Patientengewicht
Nebenwirkung
Siehe: Übersicht der Antidiabetika-Gruppen
Es werden die wichtigsten Nebenwirkungen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.
Indikation
- Biguanide: Mittel der ersten Wahl für alle Typ-2-Diabetiker ab Stufe II
- Alle weiteren Substanzen: Bestandteil alternativer und individualisierter Therapiekonzepte ab Stufe II
Siehe: Stufenschema für Typ-2-Diabetiker nach der Versorgungsleitlinie 2020
Kontraindikation
Siehe: Übersicht der Antidiabetika-Gruppen
Es werden die wichtigsten Kontraindikationen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.
Interaktion
Siehe: „Interaktionen meiden“ im Abschnitt: Therapieempfehlungen für Antidiabetika
Studientelegramme zum Thema
HOMe Studientelegramme Innere Medizin
- Zu SGLT2-Inhibitoren siehe: Studientelegramme zu SGLT2-Inhibitoren
- Studientelegramme zu GLP1-Analoga (GLP-1R-Agonisten)
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- Studientelegramm 292-2024-2/3: Reduziertes Hyperkaliämierisiko unter GLP1-Analoga?
- Studientelegramm 286-2024-1/3: ERA-Rückblick I: Panta rhei
- Studientelegramm 283-2024-2/3: ACC-Rückblick I: Semaglutid on the rise
- Studientelegramm 278-2024-4/4: Hält Tirzepatid die Niere fit?
- Studientelegramm 278-2024-3/4: Semaglutid: Sicherheitsbedenken auf dem Prüfstand
- Studientelegramm 278-2024-2/4: Erweiterte SELECTion: Schutz für Herz UND Nieren?
- Studientelegramm 276-2024-3/3: Rückblick AHA I: Semaglutid bei Übergewicht
- Studientelegramm 273-2023-2/3: Rückblick AHA I: Semaglutid bei Übergewicht
- Studientelegramm 272-2023-3/3: Alles im FLOW – GLP1-Analoga bei chronischer Nierenerkrankung
- Studientelegramm 268-2023-1/3: Semaglutid: Auch wirksam bei Herzinsuffizienz mit erhaltener Pumpfunktion
- Studientelegramm 266-2023-2/3: One step beyond: Semaglutid zur Risikoreduktion bei Adipositas
- Studientelegramm 266-2023-1/3: The next step: GLP1-Analoga bei HFpEF?
- Studientelegramm 262-2023-2/3: OASIS 1: Orales Semaglutid bei Adipositas
- Studientelegramm 261-2023-3/3: Prävention der diabetischen Nephropathie: An SGLT2 führt kein Weg vorbei
- Studientelegramm 122-2020-1/3: FLOW: Studie zum nephroprotektiven Effekt von GLP1-Analoga gestartet
- Studientelegramm 101-2019-2/3: Kombination aus Insulin und GLP1-Analogon ab 2020 in Deutschland verfügbar
- Studientelegramm 99-2019-3/3: Neue Leitlinie revolutioniert die Diabetes-Therapie
- Studientelegramm 80-2019-3/3: Kardiovaskuläre Sicherheit von oralem Semaglutid (PIONEER 6)
- Studientelegramm 70-2019-3/3: Neue Option in der Diabetestherapie: Orale GLP1-Rezeptor-Agonisten
- Studientelegramm 57-2018-1/3: Happy Triad – Amerikanische und europäische Fachgesellschaften betonen die Bedeutung einer kardioprotektiven Diabetesmedikation
- Studientelegramme zu DPP-IV-Inhibitoren
- Studientelegramm 03-2017-1/3: DPP-IV-Inhibitoren bei Patienten mit Herzinsuffizienz: Neue Evidenz?
- Studientelegramme zu Sulfonylharnstoffen
- Studientelegramm 37-2018-3/3: Und erneut: Vorsicht vor Sulfonylharnstoffen…
- Studientelegramme zu neuen Medikamenten
- Studientelegramm 301-2025-2/3: Rückblick 2024 – unsere Studien des Jahres
- Studientelegramm 299-2024-1/3: AHA-Rückblick I: Tirzepatid auf dem SUMMIT?
- Studientelegramm 278-2024-4/4: Hält Tirzepatid die Niere fit?
- Studientelegramm 206-2022-3/3: Tirzepatid - der neue Star unter den Antidiabetika?
- Studientelegramm 161-2021-2/3: SURPASS-2: Wirksamkeit und Sicherheit von Tirzepatid
- Studientelegramm 33-2018-3/4: 2:0 für ein neues Antidiabetikum
One-Minute Telegram (aus unserer englischsprachigen Redaktion)
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- One-Minute Telegram 18-2021-3/3: New monoclonal antibody helps to reduce body fat in patients with type 2 diabetes
- One-Minute Telegram 10-2020-2/3: Positive effects of SGLT2 inhibitors in patients with heart failure regardless of diabetes status
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SGLT2-Inhibitoren (Dezember 2020)
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