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Kardiogener Schock - AMBOSS-SOP

Letzte Aktualisierung: 13.5.2026

Grundlagentoggle arrow icon

Behandlungsziele der AMBOSS-SOP Kardiogener Schock

Bei ungefähr 80% der Patienten mit kardiogenem Schock ist die Ursache ein akutes Koronarsyndrom (ACS)! [1]

Definition und Diagnosekriterien

Die Diagnose „kardiogener Schock“ kann klinisch gestellt werden und bedarf keiner invasiven Diagnostik!

Initiales Vorgehentoggle arrow icon

Sofortmaßnahmen

Sofern kein Lungenödem vorliegt, sollte auch bei einem kardiogenen Schock vorsichtig Flüssigkeit infundiert werden!

Akutdiagnostik

Periphere Ödeme sind nicht gleichbedeutend mit einer Hypervolämie, sondern können bei akuter Herzinsuffizienz auch bei intravasalem Volumenmangel auftreten!

Erweiterte Maßnahmentoggle arrow icon

Symptomatische Therapie [4][5]

Volumentherapie

Pharmakologische Therapie

Vasokonstriktoren [4][6]

Inotropika [6]

Mechanische Kreislaufunterstützung [6]

  • Allgemeine Indikation: Nur in Einzelfällen zur Überbrückung bei unzureichendem Ansprechen auf pharmakologische Therapie
  • Optionen
    • Kurzfristige mechanische Kreislaufunterstützung
    • Intraaortale Ballongegenpulsation (IABP): Verfahren zur Kreislaufunterstützung
      • Indikationen: Kein routinemäßiger Einsatz empfohlen
        • Bei fehlender Möglichkeit zur Koronarintervention und systemischer Fibrinolyse zur Koronarrevaskularisation
        • Überbrückende Therapie bei Verlegungsnotwendigkeit zur Koronarrevaskularisation von instabilen Patienten im kardiogenen Schockgeschehen
        • Überbrückende Therapie vor akut notwendigem kardiochirurgischem Eingriff
        • Akute Myokarditis
    • Ventricular Assist Devices: Transkutan einzubringende oder vollständig implantierbare, uni- oder biventrikuläre, mechanische Unterstützungssysteme zur Überbrückung der Zeit bis zur Erholung der Myokardfunktion
      • Indikationen
        • Ultima Ratio bei persistierendem Schockgeschehen bzw.
        • Unmöglichkeit der Entwöhnung von der Herz-Lungen-Maschine bei kardiochirurgischer Intervention
      • Voraussetzung: Nur für Patienten mit ausreichender Lungenfunktion geeignet

Weiteres Vorgehen [6]

Differenzialdiagnostiktoggle arrow icon

Differenzialdiagnostik bei kardiogenem Schock
Diagnose Diagnostische Hinweise
Akutes Koronarsyndrom, Myokardinfarkt
Akut dekompensierte chronische Herzinsuffizienz
  • Anamnese: Im Allgemeinen lange kardiale Vorgeschichte
  • Echo: Je nach Ätiologie, bspw. stark reduzierte LVEF oder Hypertrophie
Herzklappenvitien
Myokarditis [7]
  • Unspezifisch, Abgrenzung zur Ischämie häufig schwierig
  • Anamnese
  • EKG
    • ST-Streckenveränderungen ohne Bezug zu einem Versorgungsgebiet
    • Aber häufig nur unspezifische Veränderungen
  • Echo
    • Generalisierte oder lokalisierte Wandbewegungsstörungen
    • Ggf. Perikarderguss

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