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Bradykarde Herzrhythmusstörungen - AMBOSS-SOP

Letzte Aktualisierung: 5.1.2026

Grundlagentoggle arrow icon

Definition

Therapieprinzipien

Akutmanagementtoggle arrow icon

Eine Hypoxämie kann eine Bradykardie auslösen und muss schnellstmöglich erkannt und behandelt werden!

Sofortmaßnahmen

Medikamentöse Akuttherapie bei Bradykardie [1]

Atropin

Katecholamintherapie

Aufgrund der Möglichkeit einer unkalkulierbaren und potenziell lebensbedrohlichen Verstärkung der adrenergen Wirkung dürfen Adrenalin und Isoprenalin nicht gleichzeitig angewendet werden!

Glucagon

Temporäre Schrittmachertherapie [1][2]

Transkutane Schrittmachertherapie [2]

Transvenöse Schrittmachertherapie

  • Indikationen
  • Prinzip: Stimulation durch Elektrode im rechten Ventrikel, die durch große Vene eingeführt wird
  • Vorteile
    • Nicht schmerzhaft
    • Längere Anwendung möglich (einige Tage)
  • Nachteile
    • Invasiv , Blutungsrisiko
    • Aufwendig, mehr Expertise erforderlich

Gezielte Rhythmusanalyse zur Differenzierung der Bradykardietoggle arrow icon

  1. Vorhofrhythmus
    • Morphologisch unauffällige, regelmäßige p-Wellen → Normaler Vorhofrhythmus
    • Keine Vorhofaktivität abgrenzbar → Sinusarrest
    • Keine P-Wellen, regelmäßiges „Sägezahnmuster“ in II, III , avF, Vorhoffrequenz typischerweise ca. 280/min (250–450/min) → Vorhofflattern
    • Komplett unregelmäßige Flimmerwellen → Vorhofflimmern
  2. Zusammenhang zwischen Vorhof- und Kammeraktionen

Weiteres Prozedere nach Stabilisierungtoggle arrow icon

  • Monitoring und Ursachenabklärung (siehe auch: Bradykardie - Ätiologie)
  • Ggf. intensivmedizinische Weiterbehandlung im Falle anhaltender Katecholamin- oder Schrittmacherabhängigkeit
  • Ggf. definitive Schrittmacherversorgung

Ätiologietoggle arrow icon

Bradykardie - Ätiologie
Kategorie Mögliche Ursachen
Vagotonie
Kardiale Ischämie
Inflammatorische oder infiltrative Erkrankungen
Infektionskrankheiten
  • Bei vielen Infektionskrankheiten ist eine Herzbeteiligung mit Beeinträchtigung der kardialen Erregung möglich
Metabolische und endokrine Störungen
Kongenitale Erkrankungen
Medikamente/Intoxikationen
Weitere

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