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Tumormarker

Letzte Aktualisierung: 9.12.2025

Zusammenfassungtoggle arrow icon

Tumormarker sind biologische Substanzen, die aufgrund eines malignen Tumorleidens in den Körperflüssigkeiten stark erhöht sein können und dadurch als diagnostisches Mittel in Frage kommen. Aufgrund mangelnder Spezifität und Sensitivität können Tumormarker in der Regel nicht als Such- sondern nur als Verlaufsparameter eingesetzt werden. Ausnahmen bilden AFP und β-HCG, die relativ spezifisch auf bestimmte Malignome hindeuten. Bei der Bestimmung der immunhistochemischen Marker werden bestimmte Zellfilamente (z.B. Vimentin, Desmin) nachgewiesen, die Hinweise auf das Ursprungsgewebe (z.B. glatte Muskulatur, Plattenepithel) geben. Dadurch kann zwischen verschiedenen Malignomen unterschieden werden.

Übersichttoggle arrow icon

Tumormarker Malignome Weitere Informationen
α1-Fetoprotein (AFP)
β-hCG
CA-15-3
CA-19-9
  • Bei Patienten mit Blutgruppe Lewis-negativ: Häufig falsch-negativ [1][2]
CA-72-4
CA-125
Calcitonin
Carcinoembryonales Antigen (CEA)
  • CEA ist bei den meisten Adenokarzinomen erhöht
  • Auch erhöht bei
    • Rauchern
    • Lebererkrankungen
Chromogranin A (CgA)
CYFRA-21-1
Neuronenspezifische Enolase (NSE)
PLAP
  • Erhöhung bei Rauchern
PSA
S100-Protein (S100A) und (S100B)
SCC
Synaptophysin
Thyreoglobulin

Tumormarker werden in der Regel nur als Verlaufsparameter verwendet, nicht als Suchtest!

Immunhistochemische Markertoggle arrow icon

Immunhistochemische Marker werden zur histopathologischen Diagnostik bei bestimmten Fragestellungen herangezogen. Durch Antigen-Antikörper-Bindung werden spezifische Antikörper an Zellen gebunden. In einem weiteren Schritt kann dann die Bindung der Antikörper nachgewiesen werden. Die Interpretation der Ergebnisse erfolgt unter Berücksichtigung der Morphologie und der Immunhistochemie des Gewebes.

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