Zusammenfassung
Sterilität liegt vor, wenn eine Frau trotz regelmäßigen ungeschützten Geschlechtsverkehrs über ein Jahr nicht schwanger wird; von primärer Sterilität spricht man, wenn eine Frau noch nie schwanger war. Infertilität ist hingegen dadurch definiert, dass eine Frau zwar schwanger werden kann, die Schwangerschaft jedoch nicht bis zur Lebensreife des Kindes austragen kann. Die Ursachen einer Sterilität sind vielfältig und jeweils zu etwa einem Drittel bei der Frau und beim Mann zu finden; zu etwa einem Drittel liegt die Ursache bei beiden Partnern gemeinsam. In ca. 10% bleibt die Ursache unklar. Zu den häufigsten Ursachen der weiblichen Sterilität gehören das PCOS und der Tubenverschluss bei Z.n. Salpingitis; weitere Ursachen sind die primäre und sekundäre Ovarialinsuffizienz sowie anatomische Schwangerschaftshindernisse.
Männliche Sterilitätsursachen sind i.d.R. auf Störungen der Spermienproduktion und des Spermientransports sowie auf Funktionsstörungen der Spermien selbst zurückzuführen (siehe hierzu auch: Ursachen für pathologisches Spermiogramm), können aber in seltenen Fällen auch durch eine erektile Dysfunktion (Impotentia coeundi) bedingt sein.
Entsprechend den vielfältigen Ursachen ist das diagnostische Spektrum sehr breit: Bei beiden Geschlechtern sollten hormonelle, infektiöse und anatomische Ursachen ausgeschlossen werden. Zudem wird ein Spermiogramm durchgeführt, um die Spermienqualität zu beurteilen. Zur Diagnostik der weiblichen Sterilität können spezielle hormonelle Funktionstests und invasivere Maßnahmen wie die Hysteroskopie oder die Laparoskopie mit Chromopertubation indiziert sein. Die therapeutischen Maßnahmen richten sich nach der Sterilitätsursache: Hormonelle oder anatomische Sterilitätsursachen der Frau können mittels Hormontherapie bzw. chirurgisch behandelt werden. Als Maßnahmen der künstlichen Befruchtung stehen Insemination, IVF oder ICSI zur Verfügung. Die Erfolgsrate der IVF liegt bei etwa 23% („Baby-Take-Home-Rate"). Eine gefürchtete Komplikation der dazu benötigten hormonellen Follikelstimulation ist das ovarielle Überstimulationssyndrom.
Definition
- Sterilität (= Impotentia generandi ): Zeugungsunfähigkeit [1][2]
-
Tritt trotz regelmäßigem ungeschützten Geschlechtsverkehr innerhalb eines Jahres keine Schwangerschaft ein, spricht man von einer Sterilität
- Primäre Sterilität: Sterilität bei einer Frau, die noch nie schwanger war, bzw. einem Mann, der noch nie ein Kind gezeugt hat
- Sekundäre Sterilität: Sterilität nach mind. einer vorangegangenen Schwangerschaft (♀) bzw. Zeugung (♂) [3]
- CAVE: Beim Mann werden die Begriffe Sterilität und Infertilität häufig synonym verwendet!
-
Tritt trotz regelmäßigem ungeschützten Geschlechtsverkehr innerhalb eines Jahres keine Schwangerschaft ein, spricht man von einer Sterilität
- Bei der Frau wird zusätzlich die Infertilität (= Impotentia gestandi ) unterschieden: Schwangerschaft kann nicht bis zur Lebensreife des Kindes ausgetragen werden, obwohl eine Konzeption prinzipiell möglich ist
- Erektile Dysfunktion (= Impotentia coeundi ; Impotentia erigendi): Keine penile Erektion möglich
- Impotentia ejaculandi: Keine Ejakulation möglich
- Kohabitationsunfähigkeit: Ausführung des Geschlechtsverkehrs nicht möglich
- Der Begriff "Impotenz" stellt im Prinzip einen Oberbegriff für alle Störungen des Geschlechtsverkehrs und der Fortpflanzung dar. Umgangssprachlich wird er meist gleichbedeutend mit Impotentia coeundi verwendet.
Epidemiologie
- Ungewollte Kinderlosigkeit bei ca. 15% der Paare [4][5]
Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.
Ätiologie
Allgemeines
- Die Ursache der Sterilität liegt zu ca. jeweils ⅓ bei der Frau, beim Mann und bei beiden zusammen (kombinierte Ursache)
- Bei ca. 10% der Paare: Idiopathische Sterilität (d.h. ohne nachweisbare Ursachen) [1][4][5]
Weibliche Sterilitätsursachen [1][4]
- Für Informationen zur primären und sekundären Amenorrhö sowie deren diagnostische Abklärung siehe auch:
Endokrine Ursachen
- PCO-Syndrom
- Primäre Ovarialinsuffizienz mit Störung der ovariellen Funktion
- Endometriome
- Genetische Syndrome mit hypoplastischen Ovarien
- Primäre prämature Ovarialinsuffizienz
- Hyposensitive Ovarien
- Ovarialtumoren
- Schädigung der Ovarien (z.B. durch Strahlen- oder Chemotherapie)
- Sekundäre Ovarialinsuffizienz durch Mangel an hormoneller Stimulation
-
Hypothalamische Ursachen
- Hunger, Anorexia nervosa, Hochleistungssport, psychischer Stress
- Tumoren, Traumata, Infektionen
- Kallmann-Syndrom
- Hypophysäre Ursachen
- Corpus-luteum-Insuffizienz: Vorzeitiger Abbau des Endometriums aufgrund einer Funktionsschwäche des Corpus luteum (ungenügende Östrogen- und v.a. Gestagenproduktion)
-
Hypothalamische Ursachen
Gestörter Transport der Eizelle (Tubenfunktionsstörungen)
- Tubenverschluss (bzw. verminderte Durchgängigkeit der Tuben)
- Z.n. Salpingitis/Adnexitis (Hydrosalpinx, insb. durch Chlamydien oder Gonokokken)
- Endometriose (in den Tuben)
- Iatrogen (Sterilisation der Frau)
- Eingeschränkte Beweglichkeit der Tuben
Veränderungen/Fehlbildungen des Uterus
- Uterusmyome
- Uterusfehlbildungen [6]
- Endometriumveränderungen
- Asherman-Syndrom: Narben, Synechien und Verwachsungen des Endometriums aufgrund einer Verletzung des Stratum basale
- Ätiologie: Meist iatrogen durch Kürettage (postpartal aufgrund von Plazentaresten oder nach Abort) [7]
- Verminderte Sensitivität des Endometriums auf Gestagene
- Asherman-Syndrom: Narben, Synechien und Verwachsungen des Endometriums aufgrund einer Verletzung des Stratum basale
- Zervikale Störung
- Emmet-Riss: Unter der Geburt entstandener Zervixriss
- Veränderte Zusammensetzung oder mangelhafte Bildung des Zervikalschleims
- Z.n. Konisation
Immunologische Ursachen
- Spermienantikörper im Zervikalschleim
Weitere Ursachen
- Alter: Konzeptionswahrscheinlichkeit des Paares stark abhängig vom Alter [4][8]
- 20–30 Jahre: 20–25% pro Zyklus
- Ab 35 Jahren: Abnehmend
- Ab ca. 40 Jahren: 10% pro Jahr(!)
- Zur altersspezifischen Fertilität der Frau siehe auch: Fekundabilität
- Psychologische Faktoren [5]
Männliche Sterilitätsursachen [1][9][10]
Endokrine Ursachen [11]
- Primärer Hypogonadismus: Gestörte Testosteronproduktion in den Hoden
- Sekundärer Hypogonadismus: Störung der hypophysären Freisetzung von LH und FSH
- Einblutung, Infarkt, Trauma, Infektion
- Hyperprolaktinämie
- Hypothyreose
- Hämochromatose
- Tertiärer Hypogonadismus: Störung der hypothalamischen GnRH-Freisetzung
- Kallmann-Syndrom (olfaktogenitales Syndrom): Anosmie und (häufig) hypogonadotroper Hypogonadismus
- Hyperöstrogenämie
Die Sterilität infolge eines sekundären und tertiären Hypogonadismus lässt sich i.d.R. mit der Gabe von Gonadotropinen (LH/FSH) behandeln!
Erkrankungen des Hodens oder der Samenwege
- Hoden
- Kryptorchismus, Maldescensus testis
- Hodentrauma oder -infektion
- Varikozele, Hydrozele
- Hodentumoren
- Schädigung des Hodengewebes durch Medikamente, Noxen, Hitze
- Samenwege
- Entzündliche Stenosen
- Beidseitige Leistenhernie
-
Aplasie des Ductus deferens
- Isolierte kongenitale bilaterale Aplasie des Vas deferens (CBAVD)
- Ursache: Mutation im CFTR-Gen
- Genetik: Autosomal-rezessiver Erbgang wie bei der Mukoviszidose
- Epidemiologie: Ca. 2% aller infertilen Männer
- Mukoviszidose
- Isolierte kongenitale bilaterale Aplasie des Vas deferens (CBAVD)
- Iatrogen (z.B. durch Vasektomie )
Veränderungen/Fehlbildungen des Penis [9]
Spermiendysfunktion
- Immobile Spermiengeißel
- Reifungsdefekt
- Spermienautoantikörper
Genetische Ursachen (u.a.)
Sexuelle Störungen
- Vorzeitige, retrograde oder ausbleibende Ejakulation
- Erektile Dysfunktion
Sterilitätsursachen beider Geschlechter
- (Chronische) Allgemeinerkrankungen: Diabetes mellitus, Hypertonie, Schilddrüsenerkrankungen, Adipositas, Cushing-Syndrom, Leber- oder Nierenerkrankungen
- Infektionskrankheiten
- Medikamente, Alkohol-/Nikotin-/Drogenabusus
- Psychologische Faktoren
Diagnostik
Wichtig bei der Beratung und diagnostischen Abklärung von Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen (erfahrenen!) Fachkräfte (i.d.R. Überweisung an spezialisiertes Kinderwunschzentrum sinnvoll). Zur Abklärung einer Sterilität gehört die Untersuchung beider Partner. Aufgrund der psychischen Belastung des Paares ist eine kompetente diagnostische Strategie sowie die Einleitung einer frühen Therapie von großer Bedeutung. Die hier aufgeführten Inhalte der Diagnostik stellen einen Leitfaden dar – für detaillierte Handlungsalgorithmen siehe auch die aktuelle S2k-Leitlinie Diagnostik und Therapie vor einer assistierten reproduktionsmedizinischen Behandlung von 2019. [5]
Sterilitätsabklärung beim Mann [1][9][11]
- Ausführliche Anamnese mit Fokus auf
- Sexualanamnese , fertilitätsspezifische Anamnese
- Urologische Vorerkrankungen, Vor-OPs, Traumata
- Kinder- und Geschlechtskrankheiten
- Allgemeinerkrankungen
- Medikamenten- und Noxenanamnese
- Psychosoziale Situation
- Partnerschaft
- Körperliche Untersuchung mit Fokus auf Genitale (Größe, Konsistenz), Prostata sowie sekundäre Geschlechtsmerkmale
- Hormonelle Diagnostik: Testosteron, LH, FSH, SHBG, Prolaktin, TSH, ggf. GnRH-Test
- Sonografie: Beurteilung von Hodenvolumen und Nebenhoden, Hinweise auf Varikozele (Plexus pampiniformis), Struktur/Echogenität des Hoden- und Nebenhodenparenchyms
- Untersuchung des Ejakulats, Spermiogramm, mikrobiologische Untersuchung
- Weiterführende Untersuchungen (je nach Befund insb. des Spermiogramms)
- Hodenbiopsie mit Entnahme von Spermatozoen/Spermatiden mittels
- TESE-Technik (testikuläre Spermienextraktion) oder
- MESA-Technik (Microsurgical Epididymal Sperm Aspiration)
- Vasografie des Ductus deferens
- Ggf. genetische Untersuchung (Chromosomenanalyse)
- Hodenbiopsie mit Entnahme von Spermatozoen/Spermatiden mittels
Sterilitätsabklärung bei der Frau [1][4][5][8]
- Gynäkologische Anamnese mit Fokus auf
- Sexualanamnese, Zyklusanamnese, fertilitätsspezifische und geburtshilfliche Anamnese
- Gynäkologische Vorerkrankungen und OPs
- Gynäkologische Infektionen, Geschlechtskrankheiten
- Medikamenten- und Noxenanamnese
- Familienanamnese, Gerinnungsstörungen
- Psychosoziale Situation
- Partnerschaft
- Gynäkologische Untersuchung zum Ausschluss von Pathologien
- Spekulumeinstellung, Abstrich zum Ausschluss von Infektionen (siehe hierzu auch: Vaginale Erregerdiagnostik)
- Gynäkologische Tastuntersuchung
- Transvaginale Sonografie
- Zyklusmonitoring mittels Aufzeichnung der Basaltemperaturkurve , Ovulationstests, Zyklus-Apps oder Zykluscomputer
- Hormonelle Basisdiagnostik bei Sterilität bei Frauen
- 3.–5. Zyklustag
- 2. Zyklushälfte: Progesteron
- Ggf. Genetische Untersuchung (Chromosomenanalyse)
- Zervixindex nach Insler
- Untersuchung des Zervikalschleims ungefähr zum Zeitpunkt der Ovulation
- Beurteilung von Menge und Spinnbarkeit des Zervikalsekrets, des Farnkrautphänomens und der Muttermundsweite
- Vergabe von jeweils 0–3 Punkten pro Kriterium und schließlich Ermittlung des Insler-Scores (zwischen 0 und 12 Punkten; je höher die Punktzahl, desto besser die Qualität des Zervikalschleims)
Hormonelle Funktionstests [12][13]
- Ziel: Genauere Diagnostik der vorliegenden Störungen (bspw. Differenzialdiagnostik der Amenorrhö und Bestimmung der Funktionsfähigkeit der Hypothalamus-Hypophysen-Achse)
- Wichtig: Davor Ausschluss einer Schwangerschaft!
Gestagen-Test
- Ziel: Prüfung, ob die Ovarien ausreichend Östrogen produzieren und das Endometrium entsprechend aufgebaut wird
- Indikation: Primäre/sekundäre Amenorrhö
- Durchführung: Zehntägige Gabe eines Gestagenpräparats
- Beurteilung
- Test positiv: Ca. 2–4 Tage nach Absetzen des Gestagens tritt eine Abbruchblutung auf → Östrogenmangel und anatomische Fehlanlage des Endometriums unwahrscheinlich
- Weitere Sterilitätsdiagnostik: Clomifen-Test
- Test negativ: Es tritt keine Blutung auf → Östrogenmangel wahrscheinlich
- Weitere Sterilitätsdiagnostik: Östrogen-Gestagen-Test
- Test positiv: Ca. 2–4 Tage nach Absetzen des Gestagens tritt eine Abbruchblutung auf → Östrogenmangel und anatomische Fehlanlage des Endometriums unwahrscheinlich
Östrogen-Gestagen-Test
- Ziel: Prüfung, ob ein funktionsfähiges Endometrium vorhanden ist
- Indikation: Weitere Diagnostik nach negativem Gestagen-Test
- Durchführung: 20-tägige Gabe eines Östrogenpräparats, vom 11. bis 20. Tag zusätzliche Gabe eines Gestagenpräparats
- Beurteilung
- Test positiv: Auftreten einer Abbruchblutung nach Absetzen der Hormone → Funktionsfähiges Endometrium vorhanden
- Test negativ: Es tritt keine Blutung auf → Uterine Ursachen
- Weitere Diagnostik: Testwiederholung mit doppelter Östrogendosis, gynäkologische Untersuchung inkl. transvaginaler Sonografie, diagnostische Hysteroskopie
Clomifen-Test
- Ziel: Prüfung auf Pathologie der Hypothalamus-Hypophysen-Achse
- Indikation: Weiterführende Diagnostik nach positivem Gestagen-Test
- Durchführung: Fünftägige Gabe des Antiöstrogens Clomifen
- Beurteilung
- Test positiv: Anstieg von LH und Östradiol
- Test negativ
- Reiner LH-Anstieg ohne Östradiolanstieg → Primäre Ovarialinsuffizienz
- Weder LH noch Östradiol steigen an → Sekundäre Ovarialinsuffizienz (hypothalamisch-hypophysäre Störung)
- Weitere Sterilitätsdiagnostik: GnRH-Test
GnRH-Test
- Ziel: Prüfung auf Stimulierbarkeit der Hypophyse durch GnRH bei V.a. Störung der Hypothalamus-Hypophysen-Achse
- Indikation: V.a. Sekundäre Ovarialinsuffizienz (hypothalamisch-hypophysäre Störung)
- Durchführung: Messung der Serumkonzentrationen von LH und FSH basal vor und 20–30 min nach i.v. Gabe von GnRH
- Beurteilung
- Test positiv: Anstieg von LH und FSH auf mind. das 3-Fache des zuvor gemessenen Wertes (LH steigt normalerweise stärker an als FSH) → Normalbefund oder Funktionsstörung des Hypothalamus
- Test negativ: Ausbleiben des LH- und FSH-Anstiegs → Wiederholung des Tests nach einwöchiger pulsatiler Gabe von GnRH
Weitere Hormontests
- Dexamethason-Hemmtest: Differenzierung zwischen adrenaler und ovarieller Androgensynthese zur Differenzialdiagnose zwischen Nebennierenrindenüberfunktion und PCO-Syndrom
- ACTH-Kurztest: Verdacht auf eine Nebennierenrindeninsuffizienz oder ein adrenogenitales Syndrom
Invasive Diagnostik [1][13]
Hysteroskopie
- Indikation: Endoskopische Untersuchung des Cavum uteri zur Diagnostik von z.B. Uterusmyomen, -septen oder -synechien
Hysteroskopie und Laparoskopie mit Chromopertubation [1]
Laparoskopische Beurteilung des inneren Genitales und der Tubendurchgängigkeit; meist in Kombination mit einer Hysteroskopie (Beurteilung von Cavum uteri und Tubenwinkeln)
- Durchführung: Einbringen eines Katheters mit einer blauen Farbstofflösung (z.B. Methylenblau) ins Cavum uteri. Unter laparoskopischer Sicht wird die Verteilung des Farbstoffs beobachtet.
- Beurteilung
- Durchgängige Tuben: Farbstoff fließt durch die physiologische Öffnung des Fimbrientrichters in die Peritonealhöhle
- Uterusferner Verschluss: Farbstoff fließt nicht in die Peritonealhöhle, ist aber in den Tuben sichtbar
- Uterusnaher Verschluss: Farbstoff fließt nicht in die Peritonealhöhle und ist auch nicht in den Tuben sichtbar
- Ggf. zusätzliche operative Therapie, bspw. bei Adhäsionen oder Endometrioseherden/-zysten möglich
Hysterosalpingo-Kontrastsonografie [1]
- Durchführung: Einbringen eines Katheters mit einem Kontrastmittel ins Cavum uteri
- Beurteilung: Transvaginale Sonografie, Untersuchung und Darstellung der Kontrastmittelverteilung in Cavum uteri, Tuben und Peritonealhöhle
Veraltet: Hysterosalpingografie [1]
Heutzutage weitgehend verlassene radiologische Untersuchung zur Beurteilung von Uteruskavum und Tubendurchgängigkeit. Dabei wird ein Kontrastmittel endozervikal eingebracht. Im Anschluss werden mehrere Durchleuchtungsaufnahmen oder eine Sonografie durchgeführt.
Tests zur Beurteilung der Interaktion von Spermien und Zervikalschleim [13]
Postkoitaltest (Sims-Huhner-Test)
Die Evidenz des Postkoitaltests wird kontrovers diskutiert. [13]
- Durchführung
- Zeitpunkt: Periovulatorisch, ca. 6–10 h nach Geschlechtsverkehr (nach vorheriger 48-stündiger sexueller Karenz)
- Entnahme von Zervikalsekret direkt aus dem Zervikalkanal
- Mikroskopische Beurteilung: Messung der Anzahl beweglicher Spermien im Zervikalschleim
- Beurteilung
Kurzrok-Miller-Test (Penetrationstest)
- Durchführung
- Periovulatorische Entnahme von Zervikalsekret der Patientin und Gewinnung der Spermien des Partners
- Aufbringen von Zervikalsekret und Sperma direkt nebeneinander (in Berührung) auf einem Objektträger
- Mikroskopische Beurteilung: Messung der Anzahl an Spermien, die in den Zervikalschleim eindringen
- Beurteilung
- Test positiv: Gute Penetration (und Beweglichkeit) der Spermien in den Zervikalschleim
- Gekreuzter Test: Zwei zusätzliche Objektträger mit
Therapie
Die hier aufgeführten Inhalte der Therapie stellen einen Leitfaden dar – für detaillierte Handlungsalgorithmen siehe die aktuelle S2k-Leitlinie Diagnostik und Therapie vor einer assistierten reproduktionsmedizinischen Behandlung von 2019. [5]
Konservative Therapie
Bestimmung des Konzeptionsoptimums, das im Zeitraum von zwei Tagen vor bis einen Tag nach der Ovulation liegt, mittels Basaltemperaturkurve (bspw. Zykluscomputer) oder Menstruationskalender/Apps.
Hormonelle Therapie der Frau
Durch eine Hormontherapie kommt es in etwa 30% der Fälle zu einer Schwangerschaft.
Follikelstimulation [5][13]
Wichtig: Sonografisches und ggf. hormonelles Monitoring des Follikelwachstums zur Vermeidung von ovariellem Überstimulationssyndrom und Mehrlingsschwangerschaft.
- Primäre Ovarialinsuffizienz: Imitation des weiblichen Zyklus durch Gabe von Östrogenen und Gestagenen, siehe auch: Primäre prämature Ovarialinsuffizienz [1]
- Sekundäre Ovarialinsuffizienz
- Pulsatile GnRH-Gabe: Bei hypothalamischer Ursache [14]
- Gabe von FSH (und LH): Bei hypophysärer Ursache
- Gabe von Clomifen : Bspw. bei PCOS, Corpus-luteum-Insuffizienz [5]
- Letrozolgabe: First-Line-Therapie bei PCOS
- Bromocriptingabe: Bei Hyperprolaktinämie [5]
- Dexamethasongabe: Bei adrenal bedingter Hyperandrogenämie
Nach hormoneller Follikelstimulation tritt in <1% ein schweres ovarielles Überstimulationssyndrom auf!
Ovulationsinduktion [13]
- Durch Gabe von HCG nach Follikelreifung kann die Ovulation ausgelöst werden
Operative Verfahren [1]
- Mikrochirurgische Wiederherstellung der Tubendurchgängigkeit bei tubarer Sterilität nach Salpingitis oder Sterilisation
- Hysteroskopische Entfernung von Uterussynechien, -septen oder -myomen
- Nach Vasektomie des Mannes: Operative Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Samenleiter (i.d.R. durch Vasovasostomie )
Künstliche Befruchtung
Rechtliche Grundlagen (Fertilisationsrecht)
Embryonenschutzgesetz (ESchG) [15]
- Bei missbräuchlicher Anwendung von Fortpflanzungstechniken drohen Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren
- Der intrauterine Transfer von bis zu drei Embryonen innerhalb eines Zyklus ist erlaubt
Verfahren
Insemination [1]
- Intrazervikale Insemination: Einbringen von nativem Sperma in den Zervikalkanal
- Intrauterine Insemination: Transvaginales Einbringen von aufbereitetem Spermienkonzentrat des Partners (homologe Insemination) oder eines Samenspenders (heterologe Insemination) in das Cavum uteri
- Indikationen (u.a.)
- Zervikale Sterilitätsursachen
- Zervikalkanalstenose
- Schlechte Durchdringbarkeit des Zervikalsekrets durch die Spermien
- Vorhandensein von Spermienantikörpern im Zervikalsekret
- Reduzierte Spermienqualität des Partners (Anzahl und/oder Morphologie) [16][17]
- Hypospadie, retrograde Ejakulation, erektile Dysfunktion
- Zervikale Sterilitätsursachen
- Erfolgsrate: Schwangerschaftsrate abhängig vom Alter der Frau, durchschnittlich ca. 10–15% pro Zyklus [4]
In-vitro-Fertilisation (IVF) [1][4]
- Indikationen (u.a.)
- Tubare Sterilität
- Mangelhafte Spermienqualität
- Idiopathische Sterilität
- Bisherige Therapie erfolglos
- Durchführung: Hormonelle Follikelstimulation → Gewinnung von ca. 10–12 Oozyten mittels transvaginaler Follikelpunktion unter sonografischer Kontrolle → Zugabe aufbereiteter Spermien zu den gewonnenen Oozyten, Inkubation → Intrauteriner Transfer von maximal 3 Embryonen im Achtzellstadium (bis maximal Blastozystenstadium)
- Erfolgsrate [18]
- Schwangerschaftsrate: Ca. 32% pro Embryotransfer (Schwangerschaftsrate sinkt mit zunehmendem Alter der Frau!)
- Geburtenrate („Baby-Take-Home-Rate“): Ca. 23% pro Embryotransfer (Abortrate steigt mit zunehmendem Alter der Frau!)
- Mehrlingsschwangerschaft: Risiko ca. 20–30% , i.d.R. dichorial-diamniot
Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) [1]
- Indikation (u.a.)
- Durchführung: Analog zur IVF; die Spermien werden jedoch nicht nur zu den gewonnenen Eizellen hinzugegeben, vielmehr wird eine Spermatozoe mittels einer speziellen Punktionskanüle unter mikroskopischer Sicht direkt in eine Eizelle eingebracht (weiteres Vorgehen entspricht IVF)
- Erfolgsrate
- Schwangerschaftsrate: Ca. 32% (abhängig vom Alter der Frau!)
Komplikationen
Ovarielles Überstimulationssyndrom (ovarielles Hyperstimulationssyndrom, OHSS)
- Definition: I.d.R. iatrogener, potenziell lebensbedrohlicher Zustand als Folge einer hormonellen Follikelstimulation [1][13][19]
- Epidemiologie: 0,3% bei IVF oder ICSI (2018)
- Ätiologie/Pathophysiologie: Genaue Ursache ungeklärt , es kommt zu:
- Systemisch erhöhter Gefäßpermeabilität
- Massiver Verschiebung intravasaler Flüssigkeit in das „dritte Kompartiment“ (Körperhöhlen) → Hypovolämie
- Aktivierung des Gerinnungssystems [5]
- Aktivierung des RAAS durch Hypovolämie (abhängig vom Schweregrad des Überstimulationssyndroms)
- Einteilung [1][19]
- Risikofaktoren
- PCOS
- Junge, schlanke Patientin
- Klinik
- Massive Follikelluteinisierung und zystisch veränderte und vergrößerte Follikel, die zu abdominellen Beschwerden führen
- Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö
- Flüssigkeitsverlagerung aus dem Intravasalraum führt zu Hämokonzentration
- Hypovolämie, Gerinnungsaktivierung, thromboembolische Komplikationen
- Ggf. Aszites, Pleuraerguss, akute Nierenschädigung (prärenales Nierenversagen)
- Ovarialtorsion, Ovarialzystenruptur
- Massive Follikelluteinisierung und zystisch veränderte und vergrößerte Follikel, die zu abdominellen Beschwerden führen
- Klassifikation: 3 Schweregrade (nach WHO 1973); 5 Schweregrade nach Golan 1989
Klassifikation des ovariellen Überstimulationssyndroms nach Golan (1989) und WHO (1973) [1][19] | ||
---|---|---|
Schweregrad nach WHO | Grad nach Golan | Klinik/Befunde |
Leicht | 1 |
|
2 |
| |
Mittel | 3 |
|
Schwer | 4 |
|
5 |
|
- Diagnostik [1]
- Anamnese mit Fokus auf Symptome und reproduktionsmedizinische Behandlung
- Körperliche Untersuchung mit Fokus auf Ödeme, Bauchumfang, Gewicht, Blutdruck und klinische Untersuchung der Lunge
- Flüssigkeitsbilanzierung
- Sonografische Abklärung von Ovarien , Abdomen, Lunge/Pleura
- Labor: Blutbild, Hämatokrit, Gerinnungslabor, Elektrolyte, Eiweiß, Kreatinin
- Therapie (stadienadaptiert) [1]
- I.d.R. stationäre Aufnahme mit täglicher klinischer (Fokus auf Ödeme!) und labormedizinischer Überwachung
- Low-Dose-Heparinisierung
- Flüssigkeitsbilanzierung, Gewichtskontrolle (inkl. Messen des Bauchumfangs) und evtl. intravenöse Flüssigkeitstherapie (angepasst an Klinik und Hämatokrit, Zielwert: 35–40%)
- Tägliche Laborkontrollen: Blutbild, Hämatokrit, Gerinnungslabor, Elektrolyte, Eiweiß
- Ggf. Analgesie
- Zurückhaltend
- Aszites- oder Pleuraentlastungspunktionen (maximal 1–1,5 L pro Punktion)
- Albuminsubstitution
- Ultima Ratio: Schwangerschaftsabbruch [1]
Es werden die wichtigsten Komplikationen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.
Kodierung nach ICD-10-GM Version 2025
Organisch bedingte Infertilität, Sterilität und Impotenz
- N46: Sterilität beim Mann
- Inklusive: Azoospermie o.n.A., Oligozoospermie o.n.A.
- N96: Neigung zu habituellem Abort
- Inklusive: Infertilität, Untersuchung oder Betreuung einer Frau mit Neigung zu habituellem Abort ohne bestehende Schwangerschaft
- Exklusive: Bei ablaufendem Abort (O03–O06), bei gegenwärtiger Schwangerschaft (O26.2)
- N97.-: Sterilität der Frau
- Inklusive: Nichteintreten einer Schwangerschaft, Sterilität, o.n.A. bei der Frau
- Exklusivität: Infertilität (N96)
- N97.0: Sterilität der Frau in Verbindung mit fehlender Ovulation
- N97.1: Sterilität tubaren Ursprungs bei der Frau
- Im Zusammenhang mit angeborener Anomalie der Tuba uterina, Tubenspasmus, Tubenstenose, Tubenverschluss
- N97.2: Sterilität uterinen Ursprungs bei der Frau
- N97.3: Sterilität zervikalen Ursprungs bei der Frau
- N97.4: Sterilität der Frau im Zusammenhang mit Faktoren des Partners
- N97.8: Sterilität sonstigen Ursprungs bei der Frau
- N97.9: Sterilität der Frau, nicht näher bezeichnet
- N48.-: Sonstige Krankheiten des Penis
- N94.-: Schmerz und andere Zustände im Zusammenhang mit den weiblichen Genitalorganen und dem Menstruationszyklus
- N94.2: Vaginismus
- Exklusive: Psychogener Vaginismus (F52.5)
- N94.2: Vaginismus
- E28.-: Ovarielle Dysfunktion
- Exklusive: Isolierter Gonadotropinmangel (E23.0), Ovarialinsuffizienz nach medizinischen Maßnahmen (E89.4)
- E28.0: Östrogenüberschuss
- E28.1: Androgenüberschuss
- Hypersekretion ovarieller Androgene
- E28.2: Syndrom polyzystischer Ovarien
- Stein-Leventhal-Syndrom, Syndrom sklerozystischer Ovarien
- E28.3: Primäre Ovarialinsuffizienz
- Östrogenverminderung, Syndrom resistenter Ovarien, vorzeitige Menopause o.n.A.
- Exklusive: Menopause und Klimakterium bei der Frau (N95.1), reine Gonadendysgenesie (Q99.1), Turner-Syndrom (Q96.‑)
- E28.8: Sonstige ovarielle Dysfunktion
- Ovarielle Überfunktion o.n.A.
- Insuffizienz des Corpus luteum
- E28.9: Ovarielle Dysfunktion, nicht näher bezeichnet
Fertilisationsfördernde Maßnahmen bzw. deren Komplikationen
- Z31.-: Fertilisationsfördernde Maßnahmen
- Exklusive: Komplikationen im Zusammenhang mit künstlicher Befruchtung (N98.‑)
- Z31.0: Tuben- oder Vasoplastik nach früherer Sterilisierung
- Z31.1: Künstliche Insemination
- Z31.2: In-vitro-Fertilisation
- Stationäre Aufnahme zur Eizellentnahme oder -implantation
- Z31.3: Andere Methoden, die die Fertilisation unterstützen
- Z31.4: Untersuchung und Test im Zusammenhang mit Fertilisation
- Pertubation, Spermatogramm
- Exklusive: Spermienzählung nach Vasektomie (Z30.8)
- Z31.5: Genetische Beratung
- Z31.6: Allgemeine Beratung im Zusammenhang mit Fertilisation
- Z31.8: Sonstige fertilisationsfördernde Maßnahmen
- Z31.9: Fertilisationsfördernde Maßnahme, nicht näher bezeichnet
- N98.-: Komplikationen im Zusammenhang mit künstlicher Befruchtung
- N98.0: Infektion im Zusammenhang mit artifizieller Insemination
- N98.1: Hyperstimulation der Ovarien
- N98.2: Komplikationen bei versuchter Einführung eines befruchteten Eies nach In-vitro-Fertilisation
- N98.3: Komplikationen bei versuchter Implantation eines Embryos bei Embryotransfer
- N98.8: Sonstige Komplikationen im Zusammenhang mit künstlicher Befruchtung
- Komplikationen bei artifizieller Insemination: Fremdsamen, Samen des Ehemannes oder Partners
- N98.9: Komplikation im Zusammenhang mit künstlicher Befruchtung, nicht näher bezeichnet
F52.-: Sexuelle Funktionsstörungen, nicht verursacht durch eine organische Störung oder Krankheit
- Sexuelle Funktionsstörungen verhindern die von der betroffenen Person gewünschte sexuelle Beziehung. Die sexuellen Reaktionen sind psychosomatische Prozesse, d.h. bei der Entstehung von sexuellen Funktionsstörungen sind gewöhnlich sowohl psychologische als auch somatische Prozesse beteiligt.
- Exklusive: Dhat-Syndrom (F48.8)
- F52.0: Mangel oder Verlust von sexuellem Verlangen
- Der Verlust des sexuellen Verlangens ist das Grundproblem und beruht nicht auf anderen sexuellen Störungen wie Erektionsstörungen oder Dyspareunie.
- Frigidität, sexuelle Hypoaktivität
- F52.1: Sexuelle Aversion und mangelnde sexuelle Befriedigung
- Entweder ist der Bereich sexueller Partnerbeziehungen mit so großer Furcht oder Angst verbunden, dass sexuelle Aktivitäten vermieden werden (sexuelle Aversion) oder sexuelle Reaktionen verlaufen normal und ein Orgasmus wird erlebt, aber ohne die entsprechende Lust daran (Mangel an sexueller Befriedigung).
- Sexuelle Anhedonie
- F52.2: Versagen genitaler Reaktionen
- Das Hauptproblem ist bei Männern die Erektionsstörung (Schwierigkeit, eine für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr notwendige Erektion zu erlangen oder aufrechtzuerhalten). Bei Frauen ist das Hauptproblem mangelnde oder fehlende vaginale Lubrikation.
- Erektionsstörung (beim Mann)
- Psychogene Impotenz
- Störung der sexuellen Erregung bei der Frau
- Exklusive: Impotenz organischen Ursprungs (N48.4)
- F52.3: Orgasmusstörung
- Der Orgasmus tritt nicht oder nur stark verzögert ein.
- Gehemmter Orgasmus (weiblich) (männlich), psychogene Anorgasmie
- F52.4: Ejaculatio praecox
- Unfähigkeit, die Ejakulation ausreichend zu kontrollieren, damit der Geschlechtsverkehr für beide Partner befriedigend ist.
- F52.5: Nichtorganischer Vaginismus
- Spasmus der die Vagina umgebenden Beckenbodenmuskulatur, wodurch der Introitus vaginae verschlossen wird. Die Immission des Penis ist unmöglich oder schmerzhaft.
- Psychogener Vaginismus
- Exklusive: Vaginismus (organisch) (N94.2)
- F52.6: Nichtorganische Dyspareunie
- Eine Dyspareunie (Schmerzen während des Sexualverkehrs) tritt sowohl bei Frauen als auch bei Männern auf. Sie kann häufig einem lokalen krankhaften Geschehen zugeordnet werden und sollte dann unter der entsprechenden Störung klassifiziert werden. Diese Kategorie sollte nur dann verwendet werden, wenn keine andere primäre nichtorganische Sexualstörung vorliegt (z.B. Vaginismus oder mangelnde/fehlende vaginale Lubrikation).
- Psychogene Dyspareunie
- Exklusive: Dyspareunie (organisch) (N94.1)
- F52.7: Gesteigertes sexuelles Verlangen
- Nymphomanie, Satyriasis
- F52.8: Sonstige sexuelle Funktionsstörungen, nicht verursacht durch eine organische Störung oder Krankheit
- F52.9: Nicht näher bezeichnete sexuelle Funktionsstörung, nicht verursacht durch eine organische Störung oder Krankheit
Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2025, BfArM.