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Lupus erythematodes

Letzte Aktualisierung: 24.4.2026

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Der Lupus erythematodes ist eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung aus der Gruppe der Kollagenosen. Er beruht auf der Bildung von Autoantikörpern gegen Zellkernbestandteile, die zu einer entzündlichen Schädigung des Gefäßbindegewebes führen. Die Ursache der Erkrankung ist unbekannt.

Unterschieden wird zwischen kutanem und systemischem Lupus erythematodes. Während beim kutanen Lupus erythematodes nur die Haut befallen ist, können beim systemischen Lupus erythematodes auch innere Organe beteiligt sein. Dabei kann theoretisch jedes Organ von der entzündlichen Schädigung betroffen sein, woraus bspw. Arthritiden, Glomerulonephritiden sowie Vaskulitiden resultieren. Ein Befall von Niere und Nervensystem ist in diesem Zusammenhang prognostisch besonders ungünstig. Charakteristisch für beide Verlaufsformen ist das sog. Schmetterlingserythem, das sich im Gesicht der Betroffenen zeigen kann. Der Verlauf der Erkrankung ist variabel und kann akut oder subakut sein. In den meisten Fällen ist er jedoch chronisch rezidivierend mit oft jahrelangen Remissionen zwischen den einzelnen Schüben.

Die Diagnose des Lupus wird anhand diagnostischer Kriterien gestellt, die sich aus klinischen Veränderungen und Labortests zusammensetzen. Bei den Labortests ist der Nachweis von Autoantikörpern diagnostisch wegweisend; die höchste Spezifität haben Antikörper gegen Doppelstrang-DNA (Anti-dsDNA-AKs). Eine kausale Therapie des Lupus erythematodes besteht nicht. Systemisch kommen Hydroxychloroquin als Basistherapie, Glucocorticoide bei Schüben und in schweren Fällen Immunsuppressiva sowie Biologicals zum Einsatz.

Du möchtest diesen Artikel lieber hören als lesen? Wir haben ihn für dich im Rahmen unserer studentischen AMBOSS-Audio-Reihe vertont. Den Link findest du am Kapitelende in der Sektion „Tipps & Links“.

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Epidemiologietoggle arrow icon

  • Geschlechterverteilung: > (4:1–11:1) [1]
  • Altersgipfel bei Erstmanifestation: 20–40 Jahre
  • Inzidenz: 1–2/100.000/Jahr [2]
  • Prävalenz
    • Etwa 30–55 Fälle/100.000 Einwohner:innen [3]
    • Weltweit: Erhöhte Prävalenz bei Personen mit afrikanischen, asiatischen, indigenen oder hispanischen Wurzeln [2]

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.

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Ätiologietoggle arrow icon

  • Ursache weitestgehend unbekannt [4][5][6]
  • Am ehesten multifaktorielle Genese
    • Genetische Veränderungen (Assoziation zu HLA-kodierenden Regionen)
    • Hormonelle Faktoren (z.B. Östrogene)
    • Gestörte Immunregulation (z.B. T-Zell-gesteuerte B-Zell-Aktivierung)
    • Umweltfaktoren
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Symptomatiktoggle arrow icon

Häufigste Symptome

Weitere Symptome

Frauen zeigen häufiger kutane und muskuloskelettale Symptome, während bei Männern die systemische Beteiligung mit renalen, kardiovaskulären und neuropsychiatrischen Symptomen schwerer ausgeprägt ist! [9]

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Lupusnephritistoggle arrow icon

  • Definition: Häufige und prognosebestimmende Organmanifestation, die klassischerweise als Immunkomplex-Glomerulonephritis auftritt
  • Inzidenz bei Menschen mit SLE: 20–60%
  • Risikofaktoren für die Entwicklung einer Lupusnephritis[13]
    • Erstmanifestation des SLE im Alter <26 Jahre, insb. bei Erstmanifestation im Kindesalter
    • Asiatische, afrikanische oder karibische Abstammung
    • Männliches Geschlecht
    • Hohe Titer von Anti-dsDNA-Antikörpern, insb. bei gleichzeitig niedrigem C3-Komplement

Die Faktoren potenzieren sich und können das Nephritisrisiko zusammen um das ca. 100-Fache erhöhen! [13]

Klinisches Bild [14]

Diagnostik [10][11][14]

Labormedizin

Nierenbiopsie

  • Indikationen
  • Histopathologische Klassifikation nach ISN/RPS
    • Einteilung in 6 Klassen
    • Aktivitäts- und Chronifizierungsscores (NIH Activity and Chronicity Index) mit prognostischer Bedeutung
Histopathologische Klassifikation der Lupusnephritis nach ISN/RPS [10][14][15][16]
Klasse Histopathologische Diagnose Zusammenfassung wichtiger pathologischer Befunde Interpretation Klinisches Bild
I
  • Mesangiale Immunkomplexablagerungen
  • Keine Hyperzellularität
  • Keine bis minimale entzündliche Aktivität
II
  • Mesangiale Immunkomplexablagerungen
  • Mesangiale Hyperzellularität (ohne Leukozyten)
III*
  • Subendotheliale Immunkomplexablagerungen
  • Endo- und/oder extrakapilläre Hyperzellularität (mit Leukozyten)
  • Schwere entzündliche Aktivität
  • Aggressiv fortschreitende glomeruläre Schädigung
IV*
V*
  • Subepitheliale Immunkomplexablagerungen
  • Endokapilläre Hyperzellularität (ohne Leukozyten)
  • Diffuse Verdickung der glomerulären Gefäßwand
  • Entzündliche Aktivität
  • Fortschreitende glomeruläre Schädigung
VI
  • Glomerulosklerose
  • Global vernarbte Glomeruli (>90%)
  • Wenig entzündliche Aktivität verbleibend
  • Chronische glomeruläre Schädigung
*Ein gleichzeitiges Auftreten ist möglich. Die Klassen werden dann als III + V bzw. IV + V beschrieben.

Eine Nierenbiopsie ist bei V.a. eine renale Beteiligung immer indiziert!

Therapie der Lupusnephritis [10][11][12]

  • Therapieansatz: 3 Pfeiler
    1. Basistherapie: Hydroxychloroquin und Glucorticoide
    2. Spezifische immunsuppressive Therapie (je nach histopathologischer Klasse)
      • Nach vollständigem renalen Ansprechen: Auf immunsuppressive Erhaltungstherapie umstellen und für ≥3 Jahre fortführen
    3. Nephroprotektive Therapie
  • Therapieüberwachung: Bei jedem Kontrollbesuch bestimmen
  • Verlaufsbeurteilung: Anzustrebende Werte

Bei nephrotischer Proteinurie sollten die Zielwerte bereits innerhalb von 6–12 Monaten erreicht werden!

Basistherapie

Spezifische immunsuppressive Therapie

Standardtherapie

Spezifische Therapie der Lupusnephritis nach histopathologischer Klasse [10][11]
Klasse Standardtherapie Erhaltungsphase Weitere Therapiehinweise
I
  • Keine spezifische Therapie
  • Keine Erhaltungstherapie
II
III (+V)
IV (+V)
V
  • Nephroprotektive Therapie hier besonders entscheidend zur Eindämmung der Proteinurie

Kombinationstherapie (Multitarget)

  • Indikation: Keine klare Indikation; sollte insb. für Klassen III und IV (+V) erwogen werden
    • Als initiale Therapie bei Risikofaktoren für progredienten Verlauf
    • Als Ergänzung bei Nichtansprechen der immunsuppressiven Einzeltherapie nach 3–6 Monaten
  • Sollte auch als Erhaltungstherapie nach vollständigem renalen Ansprechen fortgeführt werden
Kombinationstherapie (Multitarget)
Therapiephase Mögliche Kombinationspartner in Standarddosierung Zusätzliches Immunsuppressivum

Initiale Therapie oder Ergänzung

Erhaltungstherapie

Therapie der refraktären Lupusnephritis

Nephroprotektive Therapie

Die Gabe von RAAS-Inhibitoren (und ggf. SGLT2-Inhibitoren) ist insb. für Klasse V entscheidend, da diese am häufigsten mit den schwersten Proteinurien einhergeht!

Prognose [10][12][14]

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Medikamenteninduzierter Lupus erythematodestoggle arrow icon

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Kutaner Lupus erythematodes (CLE)toggle arrow icon

Allgemeines

  • Definition: Lupus erythematodes mit hauptsächlichem Hautbefall
    • Subtypen mit vielfältigen Manifestationen
    • Systemische Organmanifestationen möglich
    • Übergang in SLE: 20% der Fälle innerhalb der ersten 3–5 Jahre
  • Epidemiologie
    • Geschlechterverteilung: > (ca. 3:1)
    • Altersgipfel: 20–40 Jahre
  • Begünstigende Faktoren
  • Prävention: Sonnenexposition meiden und UV-Schutz (mind. LSF 50) verwenden

Diagnostik

Therapie des kutanen Lupus erythematodes

UV-Exposition kann Symptome inkl. Organbeteiligungen auslösen bzw. verschlimmern!

Akut kutaner Lupus erythematodes (ACLE)

Subakut kutaner Lupus erythematodes (SCLE)

Chronisch kutaner Lupus erythematodes (CCLE)

Chronisch diskoider Lupus erythematodes (CDLE)

  • Auftreten: Häufigste Manifestationsform des chronisch kutanen LE (ca. 80%)
  • Hautveränderungen
    • Scheibenförmige, scharf begrenzte, leicht erhabene rote Plaques mit randständig betonter Schuppenbildung und zentraler Atrophie
    • Tapeziernagelphänomen: Sporn an den Unterseiten der Schuppen, der durch follikuläre Hyperkeratose entsteht
    • Berührungsempfindlichkeit im Bereich der Hautläsionen
    • Narbige Ausheilungen
      • Atrophische, meist blasse Narbe im Zentrum
      • Behaarter Kopf: Narbige Alopezie
  • Lokalisation
    • Insb. lichtexponierte Areale; meist nur an einzelnen Lokalisationen (oft im Gesicht und am Capillitium)
    • Selten disseminiert (Stamm und Oberarme)
    • Ggf. Schleimhautbeteiligung (Wangenschleimhaut, Gaumen)
  • Besondere Kennzeichen: Köbner-Phänomen möglich
  • Prognose: In 10% erstes Symptom eines SLE

Lupus erythematodes profundus (LEP)

  • Hautveränderungen
    • Subkutane, derb palpable Platten oder Knoten mit ggf. geröteter/hyperpigmentierter Oberfläche oder gleichzeitig bestehendem CDLE
    • Im Verlauf ggf. Ulzeration, narbige Abheilung mit persistierender Lipatrophie
    • Selten periorbitales Ödem
  • Lokalisation: Proximale Extremitäten, Hüfte, Gesäß, Gesicht, Brust
  • Antikörper: ANA positiv in bis zu 75%, selten anti-dsDNS-Antikörper
  • Prognose: Selten Übergang in SLE

Chilblain Lupus erythematodes (CHLE)

  • Hautveränderungen
    • Druckdolente, livide und z.T. knotenförmige Schwellungen
    • Ggf. zentrale Erosion, Ulzeration
  • Lokalisation: Akren (insb. Finger und Zehen, Fersen, Ohren, Nase)
  • Besondere Kennzeichen: Auftreten bei Kälteexposition
  • Antikörper: Anti-dsDNS-Antikörper meist negativ
  • Prognose: In 20% Übergang in SLE

Intermittierend kutaner Lupus erythematodes (ICLE)

  • Synonym: Lupus erythematodes tumidus (LET)
  • Hautveränderungen
    • Infiltrierte, erythematöse Plaques und Knoten mit glatter Oberfläche
    • Meist (halb‑)kreisförmige Anordnung
    • Narbenlose Abheilung
  • Lokalisation: Lichtexponierte Areale (v.a. Gesicht, oberer Stamm, Dekolleté, Streckseiten der Arme)
  • Antikörper
  • Prognose: Meist sehr gut, wechselnder Verlauf, spontane Rückbildung möglich

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Diagnostiktoggle arrow icon

Anamnese und körperliche Untersuchung

  • Umfassende Anamnese
    • Symptome je nach betroffenem Organsystem
    • Oft schleichender Beginn mit unspezifischen Symptomen, dadurch häufig verzögerte Diagnosestellung und Therapiebeginn
  • Systematische klinische Untersuchung
  • Im Verlauf: Gesamtstatus bei jeder Visite
    • Krankheitsaktivität
    • Aktuelle medikamentöse und nicht-medikamentöse Therapien
    • Komorbiditäten
    • Impfstatus
    • Gesundheitsbezogene Lebensqualität
    • Erkrankungsbezogener Schaden (jährlich)

Bei anamnestischem oder klinischem Verdacht sollte der ANA-Titer bestimmt werden und eine Vorstellung in der Rheumatologie erfolgen!

Patient:innen mit Lupus haben ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen. In der Diagnostik sollten daher kardiovaskuläre Erkrankungen miterfasst werden!

Laborbefunde [8]

Antikörperdiagnostik des SLE

Antikörperdiagnostik des systemischen Lupus erythematodes
Antikörper: Nachweis z.B. durch Immunfluoreszenztest Charakteristika
Antinukleäre Antikörper (ANA) Anti-dsDNA-Antikörper
Anti-Sm-Antikörper
  • Nur bei ca. 30% positiv, aber hochspezifisch
Anti-SSA(Ro)-Antikörper
Anti-U1-RNP-Antikörper
Weitere Antikörper Anti-Phospholipid-Antikörper
Anti-C1q-Antikörper
Anti-Thrombozyten-Antikörper
Anti-Faktor-VIII-Antikörper
  • Großflächige Blutungen

Siehe auch: Rheumatologische Antikörperdiagnostik

Unspezifische Parameter

Für die Diagnose eines SLE zählt insb. das klinische Erscheinungsbild zusammen mit der ANA-Diagnostik! Hilfreich, jedoch für die Diagnose nicht erforderlich, sind die Klassifikationskriterien des SLE.

Weitere Diagnostik

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Klassifikationskriterientoggle arrow icon

  • Allgemein
    • Insb. zur Aufnahme von Patient:innen in Studien konzipiert
    • Hilfreiche Unterstützung bei der Diagnosestellung, Kriterien müssen jedoch nicht zwingend erfüllt sein
    • Häufig parallele Anwendung verschiedener Klassifikationssysteme im klinischen Alltag
  • ACR/EULAR-Kriterien (Update 2018): Nachweis von ANA-Titern + Evaluation anhand eines neuen Punktesystems
  • SLICC-Kriterien

ACR/EULAR-Kriterien des SLE

ACR/EULAR-Kriterien des SLE von 2018 [22]
Obligatorisches Eintrittskriterium ANA-Titer ≥1:80 Punkte
Dermatologisch 2
  • Orale Schleimhautulzera
2
4
6
Systemisch
  • Gelenkbeteiligung
6
  • Neurologisch
2
3
5
5
6
  • Nierenbeteiligung
4
8
10
2
Laborchemisch 4
4
3
  • Immunologische Befunde
2
  • Erniedrigtes Komplement: C3↓ oder C4↓
3
  • Erniedrigtes Komplement: C3↓ und C4↓
4
6

Bei dem Nachweis von ANA-Titern ≥1:80, dem Vorliegen von ≥1 klinischen Kriterium und insg. ≥10 Punkten kann eine Lupuserkrankung anhand der ACR/EULAR-Kriterien klassifiziert werden!

SLICC-Kriterien des SLE

17 SLICC-Kriterien des SLE
Dermatologisch
Systemisch
Laborchemisch

SLICC-Kriterien: RASH ON SCALP
R = renal (Nierenbeteiligung), A = Alopezie (nicht-vernarbend), S = Serositis, H = hämolytische Anämie, O = orale und nasale Ulzera, N = neurologische Mitbeteiligung, S = Synovitis, C = chronischer kutaner Lupus erythematodes, A = akuter kutaner Lupus erythematodes, L = Leukopenie, Lymphopenie, P = Plättchen (Thrombozytopenie)

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Differenzialdiagnosentoggle arrow icon

AMBOSS erhebt für die hier aufgeführten Differenzialdiagnosen keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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Therapietoggle arrow icon

Allgemeine und nicht-medikamentöse Maßnahmen

Sowohl eine Lichttherapie als auch eine UV-Fototherapie (insb. PUVA) sind wegen Fotosensibilität kontraindiziert!

Therapiestrategie

  • Therapieprinzipien
    • Individuelle Therapie
    • Interdisziplinäre Versorgung durch verschiedene Fachgruppen
    • Ausführliche Aufklärung der Patient:innen und Shared Decision-Making
    • Treat-to-Target-Prinzip
  • Therapieziel: Remission (nach DORIS-Kriterien) oder low disease activity (gemessen bspw. über Scores wie SLEDAI)

Basistherapie mit Hydroxychloroquin (HCQ)

  • Vorteile: Senkt Krankheitsaktivität, reduziert Organschäden und Morbidität
  • Indikation: Alle Patient:innen ab Diagnosestellung
  • Dosierung: Hydroxychloroquin
  • Laborkontrollen: Alle 3–6 Monate CK und LDH
  • Augenärztliche Kontrollen : Einmalig in den ersten 6 Monaten nach Therapiebeginn, danach 1×/Jahr
  • Alternativen: Bei Unverträglichkeit ggf. Chloroquin oder Quinacrin

Schubtherapie mit Glucocorticoiden

  • Indikation: Als Überbrückungstherapie bei akuter Krankheitsaktivität , entzündlicher Schub
  • Dosierung: Angepasst an Art und Schwere der Symptome bzw. Organmanifestation
    • Niedrige Krankheitsaktivität: Orale Gabe
    • Mittlere bis hohe Krankheitsaktivität: Methylprednisolon-Stoßtherapie
    • Rasche Dosisreduktion anstreben
    • Frühzeitig immunsuppressive bzw. -modulierende Eskalationstherapie einleiten bei unzureichendem Ansprechen oder hohem Steroidbedarf
  • Ziel: Erhaltungsdosis ≤5 mg Prednisonäquivalent/Tag oder vollständiges Ausschleichen der Glucocorticoide

Aufgrund der zahlreichen Nebenwirkungen einer langfristigen systemischen Glucocorticoidtherapie sollte diese im besten Fall komplett ausgeschlichen werden!

Die Eskalationstherapie sollte eingeleitet werden, wenn unter Hydroxychloroquin plus max. 5 mg Prednisolon-Äquivalent/Tag die klinischen Symptome nicht ausreichend unter Kontrolle sind!

Eskalationstherapie

Leichte bis mittelschwere Verläufe

Akut organ- oder lebensbedrohliche Manifestation (ausgenommen Lupusnephritis)

Therapie bei speziellen Manifestationen

Therapiedeeskalation

Monitoring und Scores

SLEDAI-2K (Rechner)

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Komplikationentoggle arrow icon

Es werden die wichtigsten Komplikationen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

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Besondere Patientengruppentoggle arrow icon

Patientinnen ohne Kinderwunsch

Schwangerschaft bei SLE

Präkonzeptionelle Beratung

Schwangerschaften bei Patientinnen mit Lupus erythematodes sind Risikoschwangerschaften, die immer interdisziplinär geplant und begleitet werden sollten!

Schwangerschaft [24]

Medikamentenmanagement während der Schwangerschaft

Patientinnen mit SLE und positivem aPL-Status haben ein erhöhtes Risiko für Thrombosen, Präeklampsie und rezidivierende Schwangerschaftsverluste!

Maternale Überwachung

Fetale Überwachung

Geburt und Stillzeit

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In Kooperation mit Meditricks bieten wir durchdachte Merkhilfen an, mit denen du dir relevante Fakten optimal einprägen kannst. Dabei handelt es sich um animierte Videos und Erkundungsbilder, die auf AMBOSS abgestimmt oder ergänzend sind. Die Inhalte liegen meist in Lang- und Kurzfassung vor, enthalten Basis- sowie Expertenwissen und teilweise auch ein Quiz sowie eine Kurzwiederholung. Eine Übersicht aller Inhalte findest du im Kapitel „Meditricks“. Meditricks gibt es in unterschiedlichen Paketen – für genauere Informationen empfehlen wir einen Besuch im Shop.

Lupus erythematodes

Lupus erythematodes – Teil 1: Pathophysiologie (Video frei verfügbar)

Lupus erythematodes – Teil 2: ACR/EULAR-Kriterien

Lupus erythematodes – Teil 3: Diagnostik und Therapie

Inhaltliches Feedback zu den Meditricks-Videos bitte über den zugehörigen Feedback-Button einreichen (dieser erscheint beim Öffnen der Meditricks).

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Kodierung nach ICD-10-GM Version 2026toggle arrow icon

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2026, BfArM.

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